Ernährungsmedizin für mehr Gesundheit
Eine ausgewogene Ernährung ist die Basis für ein gesundes Leben. Mediziner ganz unterschiedlicher Spezialgebiete beschäftigen sich mit der Frage, welchen Einfluss die Ernährung auf Körper und Geist nimmt. Klar ist bereits: eine gute Versorgung mit essenziellen Nährstoffen hilft langfristig, gesund zu bleiben.
Die interdisziplinäre Ernährungsmedizin hat sich zu einem breiten Forschungsfeld entwickelt, das den Zusammenhang zwischen Ernährung, Stoffwechsel, genetischer Veranlagung und Gesundheit untersucht. Besonderes Augenmerk richten die Forscher auf Nahrungsbestandteile, die der Körper nicht selbst produzieren kann – und doch dringend benötigt, wie etwa die Vitamine.
Nahrung muss nicht nur Energie liefern
Mit der Ernährung nehmen wir nicht nur energieliefernde "Kalorien" in Form von Eiweiß, Fett und Kohlehydraten auf. Neben diesen sogenannten Makronährstoffen benötigt der Körper sehr viele unterschied- liche Substanzen, oft nur in kleinen Mengen. Solche Stoffe, beispielsweise Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente, werden daher Mikronährstoffe genannt. Zu den Mikronährstoffen gehören auch weniger bekannte Gruppen wie die sekundären Pflanzenstoffe, essenziellen Fettsäuren oder bestimmte Aminosäuren.
Allein mit gesunder Mischkost ist ein erhöhter Bedarf an Mikronährstoffen nicht immer zu decken. Unter bestimmten Umständen kann es daher sinnvoll sein, zusätzlich Mikronährstoffe einzunehmen. Deren Dosierung und Kombination sollte allerdings ausgewogen und auf den spezifischen Nährstoffbedarf abgestimmt sein.
Orthomolekulare Ernährungsmedizin
Der Begriff "orthomolekular" wurde von dem zweifachen Nobelpreisträger Dr. Linus Pauling geschaffen. 1968 beschrieb er seine Idee in der Fachzeitschrift Science mit den Worten: "Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit verantwortlich sind."
Die orthomolekulare Ernährungsmedizin setzt auf die gezielte Einnahme von Mikronährstoffen, wo ein erhöhter Bedarf besteht. Mikronährstoffe kommen dabei nicht nach dem Gießkannenprinzip oder dem Motto "viel hilft viel" zum Einsatz. Stattdessen werden unter Berücksichtigung ernährungsmedizinischer Erkenntnisse sinnvoll zusammengesetzte Kombinationen entwickelt, die speziell für eine bestimmte Bedarfssituation oder eine medizinische Anwendung zugeschnitten sind.


