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24.08.2012, 09:05 Uhr

Annähernd gleiche Überlebensrate bei Krebs in Ost und West

Heidelberg (dpa) - Die Überlebensraten bei Krebs sind in Ost- und Westdeutschland inzwischen fast gleich groß. Das haben Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg berechnet.

"Die angeglichenen Krebs-Überlebensraten in den alten und neuen Bundesländern demonstrieren, dass das vereinheitlichte Gesundheitssystem vergleichbare Gesundheits-Chancen für Menschen in Ost und West geschaffen hat", erklärte Hermann Brenner, einer der Leiter der Studie.

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Bei ihrer Analyse der 5-Jahres-Überlebensraten für die Jahre 2002 bis 2006 fanden die Epidemiologen bei 20 von 25 untersuchten Krebsarten Unterschiede von weniger als drei Prozent. Nur bei Krebs der Mundhöhle, der Speiseröhre und der Gallenblase sowie bei Melanomen (Hautkrebs) waren die Überlebensraten in den alten Bundesländern statistisch signifikant höher. Umgekehrt hatten Menschen in den neuen Bundesländern einen kleinen Überlebensvorteil bei Leukämie.

Anders vor dem Fall der Mauer: Noch in den 1970er und 1980er Jahren überlebten Menschen im Westen den Forschern zufolge eine Krebserkrankung deutlich länger als im Osten. So lag die 5-Jahres-Überlebensrate für Darmkrebs in der DDR Mitte der 80er Jahre bei lediglich 28 Prozent, während es in Westdeutschland 44 Prozent waren. Auch bei Prostatakrebs (DDR: 46 Prozent, BRD: 68 Prozent) und Brustkrebs (DDR: 52 Prozent, BRD: 68 Prozent) seien die Unterschiede deutlich gewesen.

Für die Studie wurden mehr als eine Million Krebsfälle aus elf deutschen Landeskrebsregistern ausgewertet. Sie ist im "European Journal of Epidemiology" veröffentlicht.

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3 Meinungen zu "Ost und West gleichen sich an"

  • Ichfragemich
    Sonntag, 26.08.2012, 10:18 Uhr
    19h99 Das habe ich auch mal gedacht, hinsichtlich Ost-Ärzte. Das war einmal so. Was früher ein Hausarzt behandelt hat, wird heute zu Fachärztin delegiert. Die aber keine Termine frei haben bzw. Termine vergeben, die einen Monat und länger dauern. Ich versuche seit zwei Jahren einen Arzt zu finden, der meine Antriebslosigkeit und seit einem Jahr die Schmerzen beim Laufen behandelt. Ständig muss ich erklären, dass ich keine Depressionen habe (ich weiss, was Depressionen sind). Meine Hinweis auf evtl. Borreliose (wurde zig-Male von Zecken attakiert) wird vom Tisch gewischt. Ich bekomme kein Medikament. Ich frage mich, zu was ich versichert bin?!?! Das Ost-Berlin Ärztemangel hat, ist bekannt. Beschwerden an die Ärztekammer und meiner Versicherung blieben wirkungslos. Eigenartig finde ich, dass ich im Internet keine Foren finde, indem sich kranke Menschen, den es ähnlich geht wie mir, austauschen.
  • 19h99
    Samstag, 25.08.2012, 08:33 Uhr
    Viele Ärzte aus dem Westen können von einem Ost-Arzt so manches lernen. Bei meinem Vater wurde im September 2011 ein Lungentumor festgestellt den man ,laut Lungenspezialisten einer renommierten West-Uniklinik, nicht Operieren musste. Zitat Arzt:"Wir kriegen das auch so hin." Zehn Monate später und nachdem mein Vater 3(drei) Chemotherapien über sich hat ergehen lassen, ist er endlich am ziel angekommen. Auf dem Friedhof. Und der Schreiberling dieses Beitrages will jemandem weismachen das die Ärztliche Versorgung in Deutschland für alle gleich ist? Nun ich muss sagen das diese Versorgung für gewisse Personenkreise gleicher ist wie für stink normale Kassenpatienten.
  • XieBao
    Freitag, 24.08.2012, 12:03 Uhr
    Warum macht nicht mal jemand eine Studie über die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken? Ein Vergleich Ost gegen West oder damals und heute würde mich interessieren. Damals war nämlich nicht so viel Chemiewichs im Fraß.

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