Kleinkinder und Fernsehen: Je länger, desto dicker und unfitter
"Wir wussten bereits, dass es einen Zusammenhang zwischen TV-Konsum im Kleinkindalter und späterem Körperfettgehalt gibt. Nun zeigt sich aber genauer, was das tatsächlich für die Fitness im späteren Leben bedeutet", sagt Studienleiterin Caroline Fitzpatrick.
In die Untersuchung eingeschlossen waren 1314 Kinder. Die Eltern der kleinen Studienteilnehmer gaben an, wie viele Stunden pro Woche ihr Nachwuchs im Alter zwischen 2,5 und 4,5 Jahren vor dem Fernseher verbrachte. Mit 2,5 Jahren lag die durchschnittliche TV-Zeit bei 8,8 Stunden pro Woche. Nach zwei Jahren war sie auf durchschnittlich 14,8 Stunden in der Woche angestiegen. 15 Prozent der Kinder verbrachten sogar mehr als 18 Stunden wöchentlich vor der Flimmerkiste.
Mehr Körperfett, geringere Fitness
Um die Auswirkungen des TV-Konsums auf die Gesundheit und Fitness zu überprüfen, maßen die Wissenschaftler die Muskelstärke der Kinder, als sie in der zweiten Klasse waren und den Taillenumfang, sobald die Kinder Viertklässler waren. Demnach bedeutete jede Stunde Fernsehen im Alter von 2,5 Jahren eine Zunahme des Taillenumfangs um fast einen halben Millimeter. Im sogenannten "Standing Long jump Test", für den man aus dem Stand möglichst weit springen muss und der Aufschluss über die muskuläre Kraft in den Beinen und die allgemeine Fitness gibt, führte jede Stunde Fernsehen im Alter zwischen 2,5 und 4,5 Jahren zu einer Abnahme der Sprungweite um 3,6 Millimeter.
Absolute Grenze: zwei Stunden pro Tag
"Fernsehen ist ein veränderbarer Lebensstilfaktor. Eltern müssen wissen, dass der TV-Konsum ihrer Kleinkinder starken Einfluss auf die Gesundheit nimmt", so Fitzpatrick. Weitere Studien sollen nun zeigen, ob Fernsehen mit weiteren Gesundheitsrisiken wie zum Beispiel auch mit Herz-Kreislauf-Problemen zusammenhängt. Gemäß den Empfehlungen der American Academy of Pediatrics sollten Kinder über zwei Jahren auf keinen Fall mehr als zwei Stunden pro Tag vor der Glotze verbringen. (kr)
Quelle: Fitzpatrick C et al. Early childhood television viewing predicts explosive leg strength and waist circumference by middle childhood. International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity (in press)
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10 Meinungen zu "TV-Konsum macht Kinder dick "
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Sorgenfrei
Donnerstag, 06.09.2012, 11:56 Uhr Wie dumm ist diese Aussage eigentlich? TV-Konsum macht Kinder dick. Ich wüsste nicht, dass TV-Konsum Kallorien hat. Dann macht Schach auch dick. Denn wer sein Kind zu lange vor dem Schachbrett parkt, riskiert Krankheiten. Oh, noch einen. Denn wer sein Kind zu lange Sport treiben lässt, riskiert Krankheiten. Denn wer zu lange gesund lebt, riskiert Krankheiten...... Bla Bla Blub, ich habe eine neue Erkenntnis erstellt und will jetzt Fördergelder für diese Studie!!!!!! -
sabati
Mittwoch, 18.07.2012, 16:26 Uhr Fernsehen war einmal eine gute sache aber das ist lange vorbei das niveau ist niemandem zuzumuten und somit unseren kindern schon lange nicht. -
management
Dienstag, 17.07.2012, 17:14 Uhr An GMX: Nein, so was....! -
gtKlaus
Dienstag, 17.07.2012, 16:21 Uhr Oh mein Gott, was für ein weltbewegende Neuigkeit... Das macht nicht nur Dick sondern auch dumm!!! -
Icegarden
Dienstag, 17.07.2012, 15:42 Uhr Und für diese Erkenntnis war ne Studie nötig? Was passiert wenn ich mich wenig bewege und ungesund ernähre? Ich nehme zu. Genau das ist der Fall wenn Kinder stundenlang vorm Fernseher sitzen anstatt sich zu bewegen und ggf. noch Knabberzeug essen. -
metalfuchs
Dienstag, 17.07.2012, 15:34 Uhr Und das haben Forscher JETZT rausgefunden? Irre. Wär niemand drauf gekommen.
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