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21.05.2012, 13:41 Uhr

Väter: Kinder bringen Glück

Glücklich trotz oder wegen der Kinder? Besonders Väter profitieren: Sie erleben mehr Zufriedenheit und Sinn im Leben. Vor allem, wenn sie verheiratet, etwas älter und aktiv mit dem Nachwuchs beschäftigt sind.

Eltern bewerten ihr Leben positiver als Nicht-Eltern. Das ist das Ergebnis dreier Studien von Sonja Lyubomirsky von der University of California und ihren Kollegen von zwei weiteren amerikanischen Universitäten. "Interessanterweise zeigte sich der Anstieg im Glücksgefühl deutlicher bei den Vätern als bei den Müttern", so die Co-Autorin der Studie. Die Erklärung: "Vielleicht belastet die Mütter die zusätzliche Verantwortung und die zusätzliche Hausarbeit, die die Mutterschaft mit sich bringt."

Verheiratete sind glücklicher

Die Studie identifizierte außerdem den Beziehungsstatus und das Alter als wichtige Faktoren des Elternglücks. Verheiratete und etwas ältere Paare mit Kindern gaben ihrem Lebensgefühl bessere Noten. Das, so vermuten die Forscher, könnte am gesicherten sozialen und finanziellen Hintergrund liegen, aber auch, weil Ältere etwas gesetzter sind.

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Zeit mit Kindern verbringen

Den großen Glückskick können sich Eltern aber vor allem dann holen, wenn sie sich aktiv mit ihren Kindern beschäftigen. So empfanden zumindest die Befragten, wenn sie diese Zeit mit anderen täglichen Aufgaben verglichen.

Mit ihren Forschungsergebnissen möchten die Forscher der Ansicht entgegen wirken, dass Eltern mehr Nach- als Vorteile haben – vor allem wenn es um die persönliche Zufriedenheit geht. "Wir wollen nicht behaupten, dass Elternschaft Menschen glückselig macht, aber sie ist doch verbunden mit mehr Zufriedenheit und erhöhtem Lebenssinn", so Lyubomirsky.

(lh)

Quelle: Nelson K. et al. „In Defense of Parenthood: Children Are Associated With More Joy Than Misery”, Psychological Science, published online 17. Mai 2012

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6 Meinungen zu "Gefühlskick für Papa"

  • mampap
    Donnerstag, 31.05.2012, 09:00 Uhr
    ... ich kann dem Artikel nur zustimmen. Ich bin ein alleinerziehender Vater und auf die Hilfe meiner Familie angewiesen und nehme diese gern in Anspruch . Diese Inanspruchnahme gibt mir das Gefühl nicht Allein zu sein und macht tatsächlich zufrieden, denn sie eröffnet mir Zeit und Raum für andere Rollen als Mutter, Vater, Ernährer, Sohn, .... Ich würde die höhere Zufriedenheit nicht allein an Kindern festmachen, denn ich denke allein das Gefühl gegenseitig gebraucht zu werden, steigert unser Glücksempfinden. PS: Mich würde ernsthaft interessieren wie der Vergleich zwischen Alleinerziehenden und Verheirateten aussieht. Vermutlich gibt es keinen Unterschied.
  • GiYuRei
    Dienstag, 22.05.2012, 11:26 Uhr
    Jeder kann Gefühle zeigen, wer er/sie auch will.
  • HollyDay777
    Dienstag, 22.05.2012, 10:25 Uhr
    Ich danke Dir, "ichmeinejanur", Du sprichst mir aus dem Herzen. Kinder sind etwas Wunderbares (zuweilen) ;), aber wer ohne Kinder sein eigenes Leben nicht wertschätzen kann, keine Glücksmomente empfinden kann, keinen Lebenssinn entdecken kann, sich nicht anerkannt fühlt ... der hat wohl etwas Entscheidendes falsch gemacht.
  • gabtat
    Dienstag, 22.05.2012, 10:16 Uhr
    Helfen schützt vor Depressionen... Geld leider nicht - sonst wäre es einfacher. Da Helfen nicht immer mit Dankbarkeit belohnt wird -Geld schon!! Deshalb tue ich es auch nur für mich. Wenn einen dann noch Kinderaugen anlachen. Wenn man sieht, wie sie selbständig entscheiden, mir ihre "Probleme" vom Kindi (Kindergarten) erzählen, ihre Freude beim Handball - da hatte meine geschäftl. Karriere nicht halb so viele Glücksmomente. Umarmungen von Kindern zu bekommen ist wesentlich einfacher als Umarmungen von den Angestellten oder Partnern und Kunden... Man kann Fehler viel schneller wieder ausgleichen und ist mit Kindern länger ausgeglichen glücklich. Höhenflüge im Geschäft sind toll -aber sehr schnell wieder vorbei! Dann ist nach dem "Spiel" (und Sieg) = vor dem Spiel und der Kampf beginnt von vorn.... Was ich damit sagen will. Geld und geschäftl. Erfolg sind um einiges härter als die Anerkennung der Kinder zu bekommen. Und dafür leben wir schließlich - für gesellsch. Anerkennung! Nichts ist schlimmer als ausgeschlossen zu werden -und das gelingt mit Kindern eben viel viel leichter... meine Erfahrung
  • ungernhartzen
    Dienstag, 22.05.2012, 08:34 Uhr
    Das ist nicht ganz korrekt. Ich kann zwar nur für mich sprechen und ob das nun Sinn ist, kann ich (zumindest ohne länger darüber nachzudenken) auch nicht sagen (ist ja auch mehr eine Definitionsfrage). Aber auf jeden Fall fühle ich mich wohler, seitdem wir unser Kind haben. Und ich merke es sofort, wenn mein Kind mal nicht da ist. Da fehlt was. Nicht weil ich mich langweile, sondern weil mir viele Sachen nicht mehr so viel Spaß machen wie vor dem Kind.
  • ichmeinejanur
    Montag, 21.05.2012, 16:42 Uhr
    Ohne irgend jemandem das Elternglück streitig machen zu wollen, aber wieso wird im Zusammenhang mit dem nachwuchs immer von Lebenssinn gesprochen? Wer sein Leben ohne Kinder nicht als sinnvoll empfindet, wird es auch durch die Kinder nicht sinnvoller erleben. Gebraucht wird man von den Kindern und dadurch erhält man eine gewisse Wichtigkeit. Aber Sinn können Kinder nicht verleihen, den muss man sich schon selbst ins eigene Leben hinein interpretieren. Wer seine Kinder als Lebenssinn betrachtet, verlagert nur ein philosophisches auf seinen Nachwuchs. Nämlich die etwas unangenehmen Tatsache, dass wir alle nicht die geringste Ahnung haben, wozu wir eigentlich existieren. Das muss uns nicht vom Glücklichsein abhalten und auch nicht vom Kinderkriegen, aber man verwechselt da Sinn und Beschäftigung, wenn man das eigene Leben über seine Kinder definiert.

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