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08.06.2012, 09:24 Uhr

Mediziner: "Singen stärkt die Abwehrkräfte"

Wiesbaden/Hannover (dpa) - Die Stimme ist das älteste Instrument der Welt - und trotzdem entdecken Wissenschaftler ständig Neues. Zum Beispiel, dass Hobby-Sänger ein besseres Immunsystem haben.

Was passiert dabei eigentlich im Körper? Sänger bekommen seltener Schnupfen, sagt der Medizinprofessor Altenmüller. Der Neurologe Eckart Altenmüller ist Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover und Experte für Musikermedizin. Er erklärt, wie Gesang den Körper verändert.

Was passiert beim Singen im Körper?

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"Das Chorsingen führt durch die Aktivierung der Atmung, die Kontrolle der Atemmuskulatur und nicht zuletzt durch das Gemeinschaftserlebnis zur Ausschüttung einer ganzen Reihe von positiven Emotionshormonen. Zum Beispiel werden Oxytocin, das sogenannte Kuschelhormon, sowie die klassischen Glückshormone, die Endorphine, ausgeschüttet. Außerdem wird beim Singen Immunglobolin gebildet - das heißt: Singen stärkt die Abwehrkräfte. Sänger in Laien- und Amateurchören bekommen zum Beispiel im Winter seltener einen Schnupfen."

Ist Musik auch eine Art Sport?

"Singen und Musizieren kann auf jeden Fall sehr anstrengend sein. Ein professioneller Musiker hat während eines Konzerts mehr Stress als der Pilot eines Düsenjets beim Fliegen. Der Musiker muss über mehrere Stunden jede Bewegung, jeden Ton voraussehen und überwachen. Wenn hingegen ein Flugzeug erst mal in der Luft ist, wird in der Regel der Autopilot eingeschaltet."

Warum singen immer weniger junge Menschen im Chor?

"Das Singen mit anderen ist für Jugendliche oft mit Scham belegt. Gerade bei Jungen zeigt die Stimme in der Pubertät die sexuelle Reife an, und das ist vielen unangenehm. Der Erfolg vieler Casting-Shows zeigt aber, wie groß das Gesangsinteresse bei Jugendlichen immer noch ist. Was sie allerdings meistens nicht so gerne mögen, ist klassischer Gesang, der in Richtung Hochkultur geht: Opern- und eben auch Chorgesang. Das gilt vielen als zu unnatürlich."

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23 Meinungen zu "Singen stärkt die Abwehrkräfte"

  • oOschizoidOo
    Sonntag, 10.06.2012, 15:57 Uhr
    weder kann ich singen, noch würden sich meine nachbarn darüber freuen
  • newage2010
    Sonntag, 10.06.2012, 10:19 Uhr
    Singen macht glücklich. Und glückliche Menschen sind ein Gewinn für alle. Da Singen aber in unserer Gesellschaft allgemein als unmodern und peinlich gilt, sind die meisten Menschen infolge dieser fehlerhaften Lebenseinstellung eben unglücklich und krank. An diesem Systemfehler scheitert die moderne Gesellschaft: an sich selbst und an ihrer "falschen Denke"!
  • malinao8
    Samstag, 09.06.2012, 12:37 Uhr
    Ich kann der Aussage "Immunsystemstärkung" nur zustimmen. Von Erkältungen seit vielen Jahren geplagt, gibts bei mir tatsächlich auch einen "Fast-Erkältungs-Stop".Ist mir aber hier erst klar geworden. Seit 4 Jahren singe ich den Alt2 (ziemlich tief) in einem Frauenchor, vornehmlich POP-Songs von M.Jackson,Queen, 70er(kein ABBA,schade), Beatles,M.Bublé,Carole King, Filmsongs usw.Wir hatten bisher 4 Konzerte mit 300-500 Gästen, das erhöht das Adrenalin vor dem Auftritt. Und wir sind bis auf 3 Ausnahmen lauter Hobbysängerinnen! Und es macht Riesenspass, und die seltener gewordenen Erkältungen ( warum auch immer)sind auch sehr angenehm.
  • Paxino
    Freitag, 08.06.2012, 17:55 Uhr
    Puma, Du hast recht: hier Scherze zu machen ist unverschämt
  • Puma1949
    Freitag, 08.06.2012, 15:02 Uhr
    Die Eseleien, die hier zu diesem Thema ausgebrochen sind, mussten ja kommen... Tatsächlich wundert mich dieser Effekt nicht. Tiefe Atmung = viel Sauerstoff, körperlich anstrengend ist es auch, wenn man es ernst nimmt. Ich habe viele Jahre aktiv in einem sehr anspruchsvollen Chor mitgemacht, war aufgrund meiner tiefen Stimme eine "Grenzgängerin", d.h. ich habe bei hoch gesetzten Partien manchmal beim Tenor mitgemacht statt wie üblich beim Alt. Probenraum ein großer Saal, Aufführungen in einem Riesenraum mit Durchzug. Genug Luft für uns alle. Hinkommen musste man auch erst einmal. Das Gehirn wird sehr beansprucht, man muss schließlich mit Sekundenbruchteilen arbeiten. Jedenfalls waren wir ALLE nicht oft erkältet (im Durchschnitt 50 Personen) obwohl wir zu jeder Jahreszeit zweimal wöchentlich nahe beisammen waren. Hätte für eine Mini-Epidemie bestens gereicht. Mittlerweile kann ich "Schnupfen-Nestern" für ein paar Tage ausweichen, damals, noch berufstätig, konnte ich es nicht und war trotzdem nicht viel erkältet. Also - ?
  • Paxino
    Freitag, 08.06.2012, 14:35 Uhr
    Tralla Laaa Tralla Laaa Tralla Laaa Tralla Laaa hmmmmmmmm: mein Schnupfen is weg danke gmx
  • Maxe
    Freitag, 08.06.2012, 14:23 Uhr
    La Le Lu und der Mann im Mond schaut zu ...

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