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20.06.2012, 09:56 Uhr

Aufgedeckt - Die dicksten Food-Irrtümer

in Kooperation mitFitForFun

Ernährungstricks und -tipps gibt es wie Sand am Meer. Doch dieses Me(e)hr an Ratschlägen wird kontraproduktiv, wenn sich dabei Food-Irrtümer und -Lügen einschleichen. Wir decken fünf von ihnen auf.

1. Abends essen macht dick

"Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann" – Dieser Spruch hört sich doch logisch an: Nach dem Abendessen geht man bald ins Bett und verbraucht kaum noch Energie. Doch stimmt das wirklich?

Nein: Das Gewicht hängt nicht von der abendlichen Mahlzeit ab, sondern davon, wie viel wir uns bewegen und wie viele Kalorien wir insgesamt am Tag zu uns nehmen. Das bewies eine amerikanische Ernährungsstudie, bei der zehn Jahre lang 7000 Teilnehmer beobachtet wurden: Sie ergab keine wesentliche Gewichtsabnahme, obwohl sich die Teilnehmer an den Tagesablauf Kaiser- König- Bettelmann hielten.

2. Spinat enthält besonders viel Eisen

Popeye macht es vor: Er schluckt büchsenweise Spinat, um daraus ungeahnte Kräfte für seine Prügeleien zu entwickeln. Diese Muskeln entstehen aufgrund des hohen Eisengehalts, der seinem Lieblingsgemüse zugesprochen wird. Doch ist es wirklich die hohe Menge Eisen, die Popeye zu einem Muskelprotz macht?

Nein: Lange Zeit wurde verbreitet, dass Spinat das eisenhaltigste Gemüse sei. Doch es war lediglich ein Rechenfehler, der dieses Gerücht in die Welt gesetzt hatte. 100 Gramm Spinat enthält 3,5mg Eisen und nicht wie früher angenommen 35mg. Zwar war dieser Wert richtig berechnet, doch bezog er sich auf getrockneten Spinat. Popeyes Muskeln müssen also irgendwie anders entstehen – und unsere auch. Schade!

3. Kohlenhydrate sind schlecht

Käse ohne Brot? Gemüse und Fleisch ohne Kartoffeln? Diäten, bei denen Kohlenhydrate tabu sind, sind derzeit sehr beliebt. Machen alle Kohlenhydrate dick?

Promis schwören auf die Gluten-Diät - und liegen damit eher daneben. >

Jein: Es gibt "schlechte" und "gute" Kohlenhydrate. Die schlechten (Weißbrot, gesüßte Nahrung wie Eis oder Marmelade, gesüßte Getränke wie Smoothies oder Milchmix-Getränke, Kartoffelprodukte wie Pommes Frites, Bratkartoffeln, Weißmehlprodukte) gehen nach dem Verzehr fix über ins Blut und geben schnell Energie. Doch das Hungergefühl kommt auch schnell wieder. Sie fördern Heißhunger. Die "guten" hingegen wie Vollkornbrot, Kartoffeln oder Reis werden langsam ins Blut transportiert und wirken gegen Heißhungerattacken. Außerdem liefern sie mehr Nährstoffe. Also: Nicht alle Kohlenhydrate sind schlecht!

4. Light macht dünn

Diätkäse, Light-Schokolade oder fettarme Wurst – mittlerweile ist an Produkten, die weniger Fett oder Zucker enthalten, fast alles vertreten. Das macht den Anschein, als ob jeder Abnehmwillige mit solchen Lebensmitteln Kilos abbauen kann, ohne dabei zu hungern. Nur noch Light- Produkte und dadurch weniger auf der Waage? 

Schlanke Frau hält Apfel

Tipps, wie sich die größten Figurfallen ganz einfach meiden lassen. >

Jein: Dem Konsumenten wird vorgegaukelt, beliebig viel von diesen Lebensmitteln essen zu können. Sobald man aber mit ruhigem Gewissen zur dritten Light- Wurstscheibe greift, kommen auch einige Kalorien zusammen. Außerdem haben diese Produkte zwar weniger Kalorien, sättigen dafür aber auch schlechter. Dadurch muss man mehr davon essen, um nicht mehr hungrig zu sein – und schon greift die erhoffte Kalorienreduktion nicht mehr. Es braucht also sehr viel Disziplin, um eine Wirkung zu erzielen. Und ehrlich: Die meisten von uns haben die nicht.

5. Eine warme Mahlzeit am Tag muss sein

Man kennt es vielleicht von der Großmutter: "Du musst jeden Tag etwas Warmes essen!" Doch muss das wirklich einmal am Tag sein?

Nein: Es ist völlig egal, ob Sie kalt oder warm speisen. Für die Verdauung und Aufnahme der Nährstoffe ist die Temperatur nicht entscheidend. Womöglich liegt dem Gedanken der Großmütter (und vielen anderen natürlich auch) etwas anderes zugrunde: Viele Lebensmittel, die wir in gekochten Mahlzeiten zu uns nehmen, können wir im Rohzustand gar nicht essen, z.B. Kartoffeln. Hinzu kommt, dass eine optimale Mischung wichtiger Nährstoffe mit warmen Mahlzeiten leichter praktizierbar ist. So kommen im Allgemeinen mehr Rotkohl, Möhren, Erbsen oder Fisch- und Fleischspeisen auf die Teller, wenn warm gekocht wird

Kein Food-Irrtum hingegen ist, dass Sie sich mit einem tollen Müsli auf jeden Fall schon morgens etwas Gutes tun!

Frau vor Müsli
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128 Meinungen zu "Die dicksten Food-Irrtümer"

  • hofbauer
    Mittwoch, 15.08.2012, 16:35 Uhr
    aber bitte mit sahne. fett weg im kopf beginnt´s und hinten rinnt´s :-)
  • mpap0602
    Freitag, 03.08.2012, 09:09 Uhr
    was ist noch gesund, lassen wir Zucker-Kohlemhydrate weg und essen mehr veseuchtes Gemüse,ja und dann machen uns die viele Pestizide krank, im Grunde ist es so ein Körper kann mit den ganzen Krankmachern umgehen und der andere Köper nicht, es spielen auf jedem Fall auch die mitgeprachten Gene eine Rolle, Beispiel, habe zwei Söhne , der eine kann essen was er möchte ist dünn wie eine Bohnenstange, der andere muss drauf achten was er isst, der eine kommt nach der Mutter der andere nach dem Vater!!!!!
  • Anti0815er
    Freitag, 22.06.2012, 13:52 Uhr
    @Aeneas90: Deine Ausführungen zum Fleischessen und der Entwicklung des Gehirns (was war zuerst da) sind logisch, kein Zweifel. Jedoch hat bereits der Mensch der Steinzeit mit seinem "pflanzlich heran entwickelten" Gehirn erkannt, dass Fleisch für ihn eine ausgezeichnete Alternative zur rein pflanzlichen Ernährung darstellte. Wenn das ein Irrtum war, dann wäre dieser auf ein rein pflanzlich gewachsenes Gehirn zurückzuführen. Auch ist unbestritten, dass sich nur jene Affen zum Menschenaffen und zum späteren Menschen weiter entwickelten, die das Fleischessen für sich entdeckt hatten. Die anderen leben immer noch auf den Bäumen. Warum? Eine der bedeutsamsten Wendepunkte in der Evolution des Menschen ist ebenfalls auf das Fleischessen zurückzuführen (zumindest teilweise). Fleisch war für den Menschenaffen im rohen Zustand eher schlecht. Besser gekocht oder gebraten. Und erst durch die Nutzung des Feuers als Herdstätte erlangte das Feuer eine Bedeutung, die es zum ständigen Wegbegleiter - über das ganze Jahr hinweg, nicht nur im Winter zum wärmen - der ersten Menschen machte. Das Fleischessen setzte den täglichen Umgang mit dem Feuer voraus und nur durch diesen täglichen Umgang erlangte der frühe Mensch wiederum Erkenntnis von weiterer Nutzung des Feuers. Die Beherrschung des Feuers war eine der gravierendsten Voraussetzungen für die stattgefundene Evolution. Jene, denen weiterhin Wurzeln und Blätter als Nahrung reichten und die das Feuer eher mieden, haben sich defacto nicht zum Menschen entwickelt.
  • LisaKausD
    Mittwoch, 20.06.2012, 17:56 Uhr
    Also ich denke nach wir vor, dass es in erster Linie eine Kopfgeschichte ist, ob man abnehmen kann oder nicht. Ich jedenfalls habe diese Erfahrung gemacht, als ich dank Energy-Hypnose Erfolg hatte und dadurch recht leicht mein Zielgewicht erreichen konnte, nachdem ich vorher schon so ziemlich alles an Diäten und Programmen ohne dauerhaftes Ergebnis probiert hatte.
  • FilkFrog
    Mittwoch, 20.06.2012, 17:41 Uhr
    Seltsam... Ich kann essen, so viel ich will, ich nehme kein Gramm ab. §§;~))
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