Rote Haut und verschnupfte Nase - Nicht jeder verträgt Wein
Eine Weinunverträglichkeit tritt öfter auf als bislang vermutet. Forscher der Universität Mainz fanden heraus, dass von 948 zufällig befragten Erwachsenen in Mainz 7,2 Prozent (68 Menschen) Wein nicht vertragen oder Allergie-ähnliche Symptome nach Weinkonsum haben. Damit komme diese Unverträglichkeit ähnlich oft vor wie zum Beispiel eine Allergie gegen Pollen, schreiben die Wissenschaftler im "Deutschen Ärzteblatt". Sie berufen sich auf entsprechende Studien.
Die Forscher vermuten allerdings, dass eine Weinunverträglichkeit sehr selten durch eine echte Allergie gegen Trauben oder Wein verursacht wird. Diejenigen, die angaben, Wein nicht zu vertragen, berichteten auch häufiger über andere Unverträglichkeiten, vor allem gegen Bier und Alkohol allgemein. Mehr Frauen (8,9 Prozent) als Männer (5,2 Prozent) gaben an, Wein nicht zu vertragen. Die Symptome traten häufiger nach dem Konsum von Rotwein als von Weißwein auf.
Die Wissenschaftler erläutern, dass zum einen im Wein das Protein LPT sowie andere allergieverdächtige Protein enthalten sind. LPT ist als Allergen anerkannt und kommt nur in Rotwein vor. Zum anderen können die Beschwerden aber auch auf anderen Inhaltstoffen wie Sulfiten oder sogenannten biogenen Aminen wie Histamin oder Tyramin beruhen. Letztere liegen in Weißweinen in geringerer Menge vor als in Rotwein. Und schließlich kann es sich auch um eine allgemeine Alkoholunverträglichkeit handeln, für die es verschiedene Ursachen gibt.
Die Aussagekraft der Studie ist den Wissenschaftlern zufolge allerdings begrenzt, da durch den niedrigen Rücklauf von insgesamt 4.000 versandten Fragebögen die Ergebnisse etwas verzerrt sein könnten. Von den 948 endgültigen Umfrageteilnehmern gaben 800 an, während des vergangenen Jahres Alkohol getrunken zu haben. Davon tranken 726 durchschnittlich 3,66 Gläser Wein pro Woche, 467 Menschen nahmen Bier und 172 auch Schnaps zu sich.
Service:
Wigand P, Blettner M, Saloga , Decker H: Prevalence of wine intolerance: results of a survey from Mainz, Germany. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(25): 437-44. DOI: 10.3238/arztebl.2012.0437
5 Meinungen zu "Allergie durch Weinkonsum?"
-
Woma07
Mittwoch, 12.09.2012, 07:38 Uhr Danke," KugelXYZ" bei einem Glas Rotwein und nicht gepanschten und natürlich nicht in großen Mengen kann man auch Philosophieren, was man verträgt oder nicht. -
KugelXYZ
Samstag, 07.07.2012, 14:07 Uhr Nee, nee, sooo einfach ist es in diesem Fall nicht, denn es sind oft nicht die Weine, sondern die Zusatzstoffe oder einzelne Bestandteile des bspw. Rotweins. -
KugelXYZ
Freitag, 06.07.2012, 12:31 Uhr Na ist das nicht fein!? Wieder einmal wird der Rotwein schlechtgeredet. Herzlichen Glückwunsch! Es ist wohl eine der deutschen Unsitten, bei sogenannten Forschungen bzw. deren Ergebnissen wie bei vielen anderen Dingen auch das "Kind mit dem Bade auszuschütten". Eine andere Unsitte ist es, Wein im Allgemeinen wie Bier und andere, nicht nur alkoholische, Getränke zu SAUFEN!!!, nicht zu genießen. Erfahrungsgemäß schmeckt Wein nach dem zweiten Glas nicht mehr, aber das ist vollkommen wurscht. "Hau weg den Scheiß!" Das wird - mit - einer der Gründe sein für so genannte "Unverträglichkeiten", denn NIEMAND wird zugeben, daß er/sie weit mehr als ein oder zwei Gläser Wein getrunken haben. Und über diesem "Geschwätz" geraten die hunderte GUTEN Eigenschaften grade des Rotweins außer Acht, wie etwa die Tatsache, daß er bspw. blutdrucksenkend (u.v.a.) wirkt. Bei Weißwein kann ich mir durchaus vorstellen, daß er von einigen Leuten nicht gut vertragen wird. Ich selber bekomme regelmäßig von Weißwein und Sekt nach nur wenigen Schlucken starke Kopfschmerzen und ein Abend, der schön und gemütlich zu werden versprach, ist verdorben. Die folgende Nacht(ruhe) ebenfalls. Ganz anders beim Roten. Lieblich bis süß steigt er ziemlich schnell in den Kopf. Halbtrocken und trocken hebt er die Stimmung und wirkt durchaus anregend, manchmal sogar so stark, daß man ins philosophieren kommt und darüber die Zeit vergißt. Schon bei den alten Griechen wurde der Rotwein benutzt, um sich in "Philosophierlaune" zu begeben. Es wurde vorher genau festgelegt, bis zu welchem "Pegel" man sich begeben wollte. Und dann wurde Tage- und Nächtelang über ein Thema gesprochen. Heutzutage ist so etwas zumindest bei uns gar nicht mehr möglich, weil wir das Zeug ohne Sinn und Verstand in uns hineinschütten. Die wenigen rühmlichen ausnahmen bestätigen leider nur diese Regel. Fazit: nicht alles was da "erforscht" wird, ist allgemein verbindlich und korrekt. Viele Nachrichern sind auch einfach nur da, um die Menschen zu verschrecken, oder um einer bestimmten Auffassung oder gar einer bestimmten Lobby das Wort zu reden. Auch hier gilt in abgewandeltem Sinn der schöne Spruch: Aufpassen im Straßenverkehr!
- Cholesterin
- Heuschnupfen
- Arthrose
- PKV
- Versandapotheke
- Pilates
zu Gesundheit





























