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04.07.2012, 12:18 Uhr

Raubkatze als Haustier

Seit drei Jahren leben Seronera und Tino bei Hans-Joachim -​ jetzt haben sie Nachwuchs: Shakira (5 Monate). "Die Eltern zu bekommen, war gar nicht leicht", erklärt der Besitzer. "Die Vermittlung hat ein Jahr gedauert. Denn in ganz Deutschland gibt es nur vier Züchter."

Vor dem Kauf braucht man außerdem eine Haltungs-​Erlaubnis vom Veterinäramt. Dabei wird auch das Umfeld für die Tiere geprüft. In Berlin hätte Hans-Joachim keine Genehmigung bekommen. Denn hier ist die Haltung von Servalen im Gegensatz zu Brandenburg verboten.

Großer Platzbedarf

Die stolzen Tiere haben stolze Preise: ab 2000 Euro aufwärts! "Es gibt aber auch Angebote für 6000 oder sogar 9000 Euro", so Hans-Joachim. Für jede Servalkatze muss ein Lebensraum von mindestens 15 Quadratmetern plus einen beheizbaren Raum gewährleistet sein. In Hans-Joachims Garten gibt es ein 70 Quadratmeter großes Gehege mit geschlossenem Wärmeraum.

500 Gramm Fleisch täglich

Und jeden Morgen ist Raubtierfütterung. "Mal bekommen sie Hähnchen, mal Pute oder auch Eintagsküken oder Ratten", so der Halter. In jedem Fall: jeden Tag 500 Gramm Fleisch. An einem Tag in der Woche wird gefastet: "In freier Natur fangen die Tiere auch nicht immer etwas. Diese natürliche Lebensform soll erhalten bleiben", erklärt er.

Reinliche Tiere

So niedlich sie sind -​ Servale bleiben Raubtiere. "Ich bin oft in ihrem Käfig und streichle sie. Das geht aber nur, weil mich die beiden kennen", erklärt er. Wie ihre zahmen Verwandten sind Servalkatzen reinliche Tiere: "Die beiden gehen ganz normal aufs Katzenklo -​ wie es sich gehört."

Keine Schmusetiere

20 Jahre beträgt die Lebenserwartung der Katzen, ausgewachsen wiegen sie bis zu 20 Kilo, so viel wie ein Schäferhund! Schmusetiere sind sie nicht, bestätigt auch Hans-Joachim: "Servale sind sicher nichts für typische Katzenliebhaber, sondern eine Herausforderung. Aber die lohnt sich."

Hund, Katze und Co. waren gestern, heute legen sich immer mehr Tierfreunde ein exotisches Haustier zu - eines, das eben nicht jeder hat. Testen Sie, wie gut Sie sich in der Welt der Skorpione und Minischweine auskennen. >

© Axel Springer AG

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37 Meinungen zu "Eine Raubkatze als Haustier"

  • rtlneindanke
    Donnerstag, 05.07.2012, 11:34 Uhr
    Und welchen Grund gibt es bei Aral zu tanken? Bei uns sind sie immer am Teuersten. Der Kunde ist König. So war es schon immer.Wäre mal eine interessante Diskusion.
  • PrinzEugen1
    Donnerstag, 05.07.2012, 10:05 Uhr
    Kein Tier sollte eingesperrt werden. Egal wie viel qm zu zur Verfügung stehen. Viele Züchter haben es nötiger eingesperrt zu werden.
  • shermann
    Donnerstag, 05.07.2012, 09:54 Uhr
    Diese Tiere sind wunderschön! Aber ab 2000 Euro aufwärts! Und die Tierheime zum Bersten gefüllt, entschuldigt Leute, aber hier stimmt doch was ganz gewaltig nicht, oder? Ist das wirklich nötig? Tuts nicht eine Mieze aus dem Tierheim genauso, reinlich und unkompliziert in der Haltung, und vor allem dankt sie es Herrchen oder Frauchen ein Leben lang mit Liebe und Zuneigung, natürlich nur wenn man sie gut behandelt, was ja wohl vorauszusetzen ist. Ich will Leute die sich so eine "Raubkatze" als Haustier halten nicht kritisieren, aber bei näherem Nachdenken sollte sich jeder darüber im Klaren sein, was er sich da eigentlich anschafft. Und vor allem pflichte ich all denen aus vollstem Herzen bei, die der Meinung sind, ein solches Tier gehört in seinen angestammten, natürlichen Lebensraum! Was mich an der ganzen Sache stört, ist weiters, dass sich jeder der die räumlichen Voraussetzungen dafür nachweisen kann, so ein Tier zulegen darf. Ob Tier und Mensch dann eigentlich zusammenpassen ist wohl nicht so wichtig?
  • pppp
    Donnerstag, 05.07.2012, 09:15 Uhr
    miauen die dinger?
  • Stoppelhopser
    Donnerstag, 05.07.2012, 09:11 Uhr
    "Serevale sehen Katzen ähnlich, sind aber Raubtiere" Aha. Und Katzen sind keine? Und einen Schäferhund mit 20kg will ich sehen - entweder noch ein Jungspund oder zu dünn... *augenverdreh*
  • cat3003
    Donnerstag, 05.07.2012, 08:27 Uhr
    @saskiahabemann: Was hat dieser unqualifizierte Kommentar hier zu suchen? Hat wohl nichts mit Tieren zu tun oder?

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