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09.02.2012, 12:18 Uhr

Wenn das Futter krank macht

Heute ist beinahe jeder gegen etwas allergisch. Das gilt nicht nur für den Menschen, Unverträglichkeiten betreffen immer häufiger auch Haustiere. Neben der Atopischen Dermatitis und der Flohbissallergie sind es vor allem Futtermittelallergien, die die Lieblinge plagen. "Meist sind es Rassehunde, die unter einer Allergie gegen ihre Nahrung leiden. Seltener muss ich hingegen Mischlinge und Katzen in meiner Praxis behandeln", erklärt ein Tierarzt. Typische Merkmale einer Allergie sind massiver Haarausfall, Hautausschlag und Juckreiz. "Die Tiere schubbern, kratzen und wälzen sich auf dem Boden, um den unerträglichen Juckreiz zu stillen. Es können auch großflächige eitrige Hautveränderungen durch Entzündungen auftreten. In manchen Fällen kommt es zu Erbrechen und Durchfall", so der Experte.

Auslöser können in der Nahrung liegen

Auslöser der Allergie sind gewisse Bestandteile der Nahrung, auf die das Immunsystem des Tieres überempfindlich reagiert. Dies sind in den meisten Fällen bestimmte Eiweiße, seltener Kohlenhydrate, Emulgatoren, Konservierungs- und Geschmacksstoffe. "Die Allergie muss nicht unbedingt gleich beim ersten Verzehr eines bestimmten Futtermittels auftreten. Sie kann sich auch erst nach längerer Zeit zeigen", sagt der Tierarzt. Treten die typischen Symptome einer Futtermittelallergie jedoch auf, sollte man sofort zum Tierarzt gehen. Dieser sollte zuerst infektiöse Hautkrankheiten wie Milben, Pilzinfektionen oder Flöhe ausschließen. Um festzustellen, ob eine Futtermittelallergie vorliegt, wird eine Blutprobe entnommen und analysiert (ca. 50 Euro) oder ein Allergietest (ca. 200 Euro) direkt auf der Haut des Tieres durchgeführt. "Auf keinen Fall sollte Kortison verabreicht werden. Das hilft zwar erst mal gegen Schwellungen und ähnliches, verfälscht aber einen darauffolgenden Allergietest und kann schädliche Nebenwirkungen haben", warnt der Tierarzt. Empfehlenswert ist hingegen ein sofortiger Wechsel der Nahrung. Im neuen Futter sollten Eiweiße stecken, die das Tier bisher nicht bekam. Also: Statt Rind- oder Schweinefleisch Fisch oder Ente füttern. "In der Regel tritt sehr schnell eine Besserung auf", sagt der Veterinär.

Dicke Katze am Napf

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© Axel Springer AG

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22 Meinungen zu "Wenn das Futter krank macht"

  • Esmeralda14
    Dienstag, 21.02.2012, 16:34 Uhr
    Buchtipp: Katzen würden Mäuse kaufen
  • skamand
    Montag, 13.02.2012, 13:32 Uhr
    @Gine49: Was soll sonst drin sein? Soll Ratte, Maus, Sperling oder im Fall Hundefutter Hase und Fasan drauf stehen?
  • skamand
    Montag, 13.02.2012, 13:30 Uhr
    @ GoddessBastet: Ich versteh nicht, warum men ein Raubtier vegetarisch ernährt. Das SIND Fleischfresser! Das arme Tier kann sich nicht mal dagegen wehren, muss fressen was da ist. Ich versteh nicht, wie man einem Tier seine Natur nehmen kann. *kopfschüttel* Ach übrigens: Ja, der Mensch hat den Hund gezüchtet, der vom Wolf abstammt, aber die wälzen sich auch in Fäkalien von anderen Tieren.
  • Sancho5
    Freitag, 10.02.2012, 10:53 Uhr
    @brabbelbrabbel: Ja klar, weil es ja in der Natur eines Hundes (welcher vom Menschen gezüchtet wurde) liegt sich in Kuhfladen zu wälzen...
  • Gine49
    Freitag, 10.02.2012, 10:07 Uhr
    Muss denn eine Katze "Gans" oder "Pute" oder ein Hund "Rind" oder ... fressen??? Das ist doch auch nicht natürlich!
  • Schneetierchen
    Freitag, 10.02.2012, 07:40 Uhr
    Die ganzen Katzen (als auch Hundefutter) in den Discountern kannst du vergessen. Versuche es mal mit Futtersorten wie z.B. Grau. Da steht genau drauf was drin ist. Da bekommt deine Katze fast ausschließlich Fleisch mit wenig Vitaminen, viel Taurin (sehr wichtig) und Reis. Seid kurzem gibt es sogar für Katzen mit Kohlenhydratallergie Sorten ohne Reis. Unsere Katze (Maine Coon) frisst alle Sorten (insgesamt 11). Vorteil bei so einer großen Rasse ist, dass sie weniger Futter braucht, da der Nährwert viel besser ist ohne all diese Füllstoffe. Das Futter wird jedesmal bis auf den letzten Krümmel aufgefressen. Vorteil für uns Menschen ist zudem, dass es nicht so stark riecht, da es quasi Fleisch in wenig Aspik ist. Sehr, sehr angenehm.
  • Esmeralda14
    Donnerstag, 09.02.2012, 17:48 Uhr
    Natürlich sind es die Zusatzstoffe (Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker u.s.w.) die das Tier letztendlich krank machen. Eine gute Alternative ist z.b. Petfit. Ist nicht ganz billig und auch nur auf Empfehlung zu bekommen, aber ein sehr gutes Futter. Der Futtermittelindustrie den Kampf anzusagen ist immer eine gute Iddee! Macht alle mit dann wird unsere Lebensqualität und die unserer Haus -u. Nutztiere auch besser.
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