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20.05.2012, 18:36 Uhr

Extremschwimmer will Bodensee durchqueren

Konstanz (dpa) - Es ist ein waghalsiges und vor allem kaltes Vorhaben: Der Extremschwimmer Bruno Dobelmann will an diesem Montag den Bodensee längs durchqueren - ohne Pausen und ohne Neopren-Anzug.

Vor ihm liegen 64 Kilometer in 24 Stunden und in durchschnittlich 13 Grad kaltem Wasser. "Ich will einfach testen, wie weit ich gehen kann", sagte der 53-Jährige der Nachrichtenagentur dpa. Es gehe ihm darum, seine Grenzen auszuloten - und "vielleicht auch darüber hinaus zu kommen".

Wenn der Stuttgarter die Strecke schafft, erwartet ihn nach eigenen Angaben auch ein Weltrekords-Titel: Zwar hätten schon andere vor ihm den Bodensee längs durchquert - beispielsweise die Lindauerin Sandra Albrecht, die vor elf Jahren die 64 Kilometer in 23 Stunden und 20 Minuten hinter sich brachte. Doch das Besondere an Dobelmanns Vorhaben: Er verzichtet auf den schützenden Neoprenanzug. Nach Meinung vieler Sportler und Mediziner ein Himmelfahrtskommando, räumt sein Manager Oliver Halder ein.

Dobelmann dagegen fürchtet sich nicht vor der Kälte: "Eine halbe Stunde, dann hat sich der Körper an die Wassertemperatur gewöhnt", sagt er. Momentan sei er noch verhältnismäßig ruhig, die Aufregung komme erst am Abend vor dem Start. "Dann geht es los: Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall", sagt er. Erst im See werde er dann wieder ruhiger: "Dann bin ich nur noch fixiert auf das Wasser."

Dobelmann startet an diesem Montag von Bodman-Ludwigshafen (Kreis Konstanz) aus, rund 24 Stunden später will er gegen 14 Uhr am Strandbad im österreichischen Bregenz ankommen. Er wird unter anderem von seinem Manager und einem Schweizer Arzt begleitet. Pausen darf Dobelmann nicht machen, auch sein Essen - hoch dosiertes Kohlehydrat-Gel - muss er während des Schwimmens einnehmen.

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8 Meinungen zu "Extremschwimmen im Bodensee"

  • billigmeier
    Donnerstag, 24.05.2012, 10:40 Uhr
    Das Unternehmen halte ich nur dann für möglich, wenn er die letzten Monate sich mit extrem hohen Mengen an Fischfett bzw. -ölen ernährt und mindestens ebensolange tätlich im kalten Wasser trainiert hat. Sonst unterkühlt der Körper nach spätestens 3-4 h soweit, daß keine Bewegung mehr möglich ist. Darauf würde ich wetten.
  • schieber1
    Montag, 21.05.2012, 14:37 Uhr
    Gegen das Durchschwimmen des Bodensees ist ja im Prizip nichts einzuwenden. Nur, man sollte wirklich einen Anzug tragen. Allerdings, der Schwimmer ist alt genug, er wird schon wissen was er tut. Geht es schief so kann er es ja nochmals mit einem Anzug probieren.
  • EkaBismut
    Montag, 21.05.2012, 12:55 Uhr
    fehsenfeld, ob der Körper dafür gemacht ist oder nicht, wird sich NACH diesem Versuch zeigen. Wir reden hier über den Körper eines Extremsportlers, nicht über einen Bürohengst. Du wärst überrascht, zu was so ein menschlicher Körper so alles fähig ist...aber nein, stattdessen meckerst du hier nur rum. Billig und traurig. Bin übrigens Biomediziner, da kann ich mir den Gang zum Sportmediziner halbwegs sparen.
  • Nelson07
    Montag, 21.05.2012, 12:00 Uhr
    Das ist zwar süchtiges Verhalten, aber warum nicht? Die wahre Motivation für das Unternehmen kennt nur er selbst. Midlifecrises? Extremer Drang nach Anerkennungt? Flucht vor Irgendwas? Ist doch egal, jedenfalls schadet er niemandem. Wer mit 220 über die Autobahn rast, potenziell schon. Warum er dass allerdings ohne Neo tut, verstehe ich auch nicht so ganz.
  • fehsenfeld
    Montag, 21.05.2012, 10:48 Uhr
    @EkaBismut: Ja Schwachsinn!!!! Bewunderung- wofür??? Der Mensch ist nicht dazu konzipiert solche Sachen seinen Körper zu zu muten. Sprich doch mal mit Sportmedizinern, bevor DU andere für blöde hältst!!! Auch ein Marathonlauf ist nicht Gesund. Alles im GEREGELTEM Maß!
  • EkaBismut
    Montag, 21.05.2012, 10:41 Uhr
    Ein Extremsportler will einen Weltrekord setzen. Erster Kommentar: "So ein Schwachsinn". Meine Güte, was ist eigentlich das Problem der Leute, die solche idiotischen Kommentare abgeben? Klar, wir reden hier über Sport und nicht über Kunst, Wissenschaft oder Literatur. Trotzdem gehört Sport zur Kultur. Tatsächlich bringt es der gesamten Menschheit etwas, mehr über die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers zu lernen. 24 Stunden in ~13°C kaltem Wasser? Wenn er das schafft, hat er etwas großes geleistet.
  • Bruno2312
    Montag, 21.05.2012, 10:40 Uhr
    Da muss man sich doch wirklich fragen, wem will der eigentlich was beweisen. Also mit einem schützenden Neoprenanzug kann ich das noch verstehen, aber ohne?? Das ist doch wirklich verrückt und nur eine Frage der Zeit, bis der so gefroren ist, dass er sich nicht mehr bewegen kann. Bleibt nur zu hoffen, dass seine Begleiter ihn dann rechtzeitig aus dem Wasser fischen.

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