Tief im Sommer
Rosen
Entfernen Sie von verblühten Rosen den gesamten Blütenstand mit einer Gartenschere. Der Fachmann nennt das "ausputzen". Das gibt der Pflanze neue Kraft und fördert die Nachblüte in den kommenden Wochen. Denn so "verschwendet" der Rosenstock keine Kraft für die Ausbildung von Fruchtständen (Hagebutten). Topfrosen auf Balkon und Terrasse benötigen jetzt wöchentlich Flüssigdünger.
Gartenstauden
Gartenstauden wie Rittersporn, Margeriten, Phlox und Lupinen werden nach der Blüte kräftig zurückgeschnitten. Das sorgt für eine zweite Blüte zum Sommerende, die allerdings nicht mehr ganz so üppig ausfällt wie die erste. Iriswurzeln (Rhizome) können Sie im Juli mit einem scharfen Messer teilen. Lassen Sie die Schnittstellen abtrocknen und desinfizieren Sie sie mit Holzkohlepulver. Beim Einpflanzen nur mit wenig Erde bedecken.
Einjährige Pflanzen
Einjährige Sommerblumen wie Wicken, Ringelblumen und Astern lieben den Schnitt. Je mehr Blüten Sie für die Vase schneiden, umso mehr neue Knospen werden von den Pflanzen produziert. Das gilt auch für Dahlien, die sich erst bei wöchentlicher Blütenernte richtig ins Zeug legen.
Schädlinge
Auch ungebetene Gäste wollen sich in diesen Wochen an der Blütenpracht laben. Blatt- und Schildläuselieben frische Triebe und vernichten bei extremem Befall die ganze Pflanze. Doch mit einem alten Hausmittel wird den Krabbeltierchen der Garaus gemacht. Bei Schildläusen einfach Rapsöl auf die befallenen Stellen sprühen, fertig! Blattläuse werden mit einer Schmierseifenlösung bekämpft oder mit Brennnesseljauche vernichtet: Ein Kilo frische oder 250 Gramm getrocknete Brennnesseln in 5 Liter Wasser vier bis fünf Tage gären lassen. Im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt spritzen. Schwieriger zu bekämpfen ist Mehltau bei Rosen an feuchtwarmen Standorten. Hier hilft nur die chemische Keule in Form von Pilzbekämpfungsmitteln (Fungiziden). Daher sollten Sie bereits schon beim Pflanzen auf die Standortansprüche der Gewächse achten. Sonnenanbeter - wie die meisten Sommerblumen, viele Stauden, Rosen und Kübelpflanzen - verkümmern an dunkleren Stellen.
© Axel Springer AG
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