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18.07.2012, 11:49 Uhr

Geld für den Dachschaden

Wie beim Auto bestimmte Wartungsintervalle eingehalten werden müssen, können auch bei einer Immobilie Reparaturen, eine Sanierung oder eine Modernisierung nicht unbegrenzt aufgeschoben werden.

Jeder Immobilienbesitzer sollte deshalb schon zu Beginn seines Eigentümerdaseins einen Maßnahmenplan erstellen und dafür möglichst Rücklagen bilden. Reichen die Rücklagen nicht aus, gibt es verschiedene Finanzierungsoptionen, die dann geprüft werden sollen.

Finanzierungsmodelle prüfen

Sicherlich kann trotz Rücklagen und Ersparnissen nicht jede Maßnahme durch vorhandenes Eigenkapital abgedeckt werden und der Gang zur Bank unumgänglich werden. Hier empfiehlt es sich, rechtzeitig Informationen einzuholen und verschiedene Möglichkeiten und Anbieter zu vergleichen. Gerade im aktuellen Zinsumfeld, das von Leitzinserhöhungen und unvorhersehbaren Wirtschaftsentwicklungen bestimmt wird, müssen Immobilienbesitzer intensiver denn je vergleichen, da die Konditionen stark schwanken können. Grundsätzlich gibt es verschiedene Finanzierungsmodelle.

Kapitalbeschaffung

Ist das Objekt bereits schuldenfrei, ist es möglich, die Immobilie einfach noch einmal neu zu beleihen und ein zinsgünstiges Annuitätendarlehen aufzunehmen. Ein solches Darlehen biete sich für größere Modernisierungen ab einem Darlehensbetrag von 25.000 Euro an, raten Experten. So blieben Aufwand und Nebenkosten für den Grundbucheintrag noch in einem vernünftigen Verhältnis. Gut wäre es, wenn der Hausbesitzer die Grundbuch-​Sicherung seines abgezahlten Kredits noch nicht hat löschen lassen. Dann kann man diesen Eintrag noch einmal in Anspruch nehmen, was die Kosten noch etwas verringert.

Modernisierungsdarlehen

Viele Banken bieten inzwischen spezielle Modernisierungsdarlehen an. Diese Programme richten sich bevorzugt an Bauherren, die eine energetische Sanierung planen oder in regenerative Energien investieren wollen. Aber: Nicht jedes Institut ist an den zumeist kleinen Darlehenssummen von 5000 bis 50.000 Euro interessiert. Aller Wahrscheinlichkeit nach dürften die Zinskonditionen etwas höher sein als bei Krediten von 100.000 oder 150.000 Euro. Aber es gibt auch spezielle Angebote für kleine Summen und manchmal auch für "kleine" Laufzeiten zwischen zwölf und 60 Monaten, also ähnlich wie bei einem Ratenkredit. Auch kostenfreie Sondertilgungen sollte man beachten, auch wenn es sich um kleinere Summen handelt.

Ratenkredite

Für Renovierungsarbeiten oder Umbauten bis zu einer Investitionssumme von 10.000 Euro, die keine energetischen Verbesserung mit sich bringen und auch sonst nicht förderfähig sind, können Ratenkredite die richtige Wahl sein. Allerdings sind diese fast immer deutlich teurer als spezielle Kleindarlehen für Immobilieneigentümer. Experten sagen: Ein solcher Kreditvertrag muss nicht immer mit der Bank geschlossen werden. Zum Teil bieten auch Fachhandel und Baumärkte interessante Finanzierungen an. Preisvergleiche sind auch hier Pflicht.

Als Bausparer planen

Wer schon lange vorher seinen Finanzbedarf für neue Hausdach oder die Heizanlage über viele Jahre vorausplant, könnte auch mit einem Bauspardarlehen zum gewünschten Kreditergebnis kommen. Aber das setzt sieben oder mehr Jahre Sparen bei kleinem Zins und etwas Geduld voraus.

KfW-​Mittel

Kaum ein Bauherr wird heute darauf verzichten, das Objekt auch energetisch aufzuwerten, wenn das Dach, die Heizung oder vielleicht sogar die ganze Fassade erneuert werden müssen. Die Bankengruppe KfW unterstützt die energetische Sanierung denn auch weiterhin mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen. Die Programme "Energieeffizient Sanieren" (Programmnummern 151 und 152) werden mit zehn Jahre lang begünstigten Förderzinssätzen angeboten. Grundsätzlich gilt dabei: Je höher die nach der Sanierung oder Reparatur erreichte Energieeffizienz, desto höher die Förderung. Darüber hinaus gibt es Programme zum altersgerechten Umbauen (Programmnummern 155 und 455) und zur Wohnraummodernisierung allgemein (Programmnummer 141).

© Axel Springer AG

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2 Meinungen zu "Geld für den Dachschaden"

  • schieber1
    Donnerstag, 19.07.2012, 13:01 Uhr
    Normalerweise dürfte es keine Schäden geben an einem Dach während der Hypothekenlaufzeit, ein Dach sollte schon etwas länger halten. Bei Sturmschäden hilft normalerweise jede Gebäudeversicherung wenn das Risiko abgedeckt ist. Richtig ist allerdings, dass selbst kleine Schäden an einem Objekt sofort repariert werden sollten, denn ein Nichtstun kann viel Geld kosten.

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