Sonne oder Schatten?
Sonnenpflanzen: Blumen
Bougainvilleen blühen dreimal im Jahr, je sonniger ihr Platz desto üppiger die Blüte. Mäßig, aber regelmäßig schneiden. Reichlich gießen. Von April bis September wöchentlich düngen und drinnen überwintern (bei ca. zehn Grad). Clematis sind vielseitige Kletterpflanzen. Sie brauchen eine Rankhilfe. Die Wurzeln vertragen keine Staunässe oder direkte Sonneneinstrahlung, daher Erde am besten mit Steinen abdecken. Regelmäßig düngen. Die einjährigen Husarenköpfchen sind niedrigwachsend. Öfter stutzen, dann blühen sie prächtig nach.
Ab Mai alle zwei Wochen Dünger ins Gießwasser geben. Man darf sie nie austrocknen lassen. Geranien gibt es in Rot oder Pink, aber auch in sanfteren Farben wie Lachs, Rosa oder Weiß. Sie blühen von Mai bis Oktober, Verblühtes abknipsen. Ein- bis zweimal die Woche mit Geraniendünger versorgen. Tipp: Duftgeranien, sie riechen nach Zitrone oder Rosen. Oleander ist wunderbar pflegeleicht, seine Blüten strahlen in Gelb, Rosa, Orange, Rot, Weiß oder Violett und das von Juni bis September. Er braucht viel Wasser. Vor Kälte und Regen schützen.
Schattenpflanzen: Blumen
Die meisten Glockenblumenarten gedeihen auch im Schatten oder Halbschatten. Die Erde feucht halten, von April bis August einmal wöchentlich düngen. Bei zehn Grad überwintern, nicht wärmer, sonst treibt sie zu schnell aus. Das Fleißige Lieschen braucht viel Wasser, ist dafür aber auch mit einem Schattendasein zufrieden. Der Standort der Fuchsien sollte windgeschützt und luftig sein. Sie lieben saure Erde (Azaleenerde) und viel Wasser. Bei Hitze die Knospen besprühen. Hortensien sollten an einem windgeschützten Ort stehen und reichlich gegossen werden. Nur alle zwei Wochen düngen. Pantoffelblumen mögen keine pralle Sonne. Sie brauchen viel Wasser, denn über die großen Blätter verdunstet viel Wasser. Aber: Staunässe unbedingt vermeiden. Während der Blüte alle zehn Tage düngen.
Sonnenpflanzen: Kräuter
Salbei liebt es sonnig, warm und benötigt trockenen Boden. Im Sommer zweimal düngen, im Frühjahr zurückschneiden. Das anspruchslose Bohnenkraut gedeiht am besten auf sandigen, kalkhaltigen Böden in warmer Lage. Die Halbsträucher sind winterhart, im Frühjahr leicht stutzen. Majoran wird umso würziger, je wärmer er steht. Thymian liebt es trocken und heiß. Ihm reicht eine Düngung im Frühjahr und er kommt gut mit einem mageren Boden aus. Unbedingt Staunässe vermeiden. Der immergrüne Rosmarin braucht durchlässige Erde. Gut gießen, aber Staunässe vermeiden. Blätter und Triebe lassen sich das ganze Jahr über ernten.
Schattenpflanzen: Kräuter
Waldmeister ist ein unkompliziertes Schattengewächs. Er braucht lediglich einen lockeren, feuchten Boden. Auch ein toller Bodendecker. Wenig gießen und unbedingt schon vor der Blüte ernten. Lorbeer gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Schatten. Kann ruhig ordentlich verschnitten werden. Minze gibt es in verschiedenen Sorten u. a. auch als Apfel-, Zitronen oder Basilikumminze. Sie wuchert stark, daher regelmäßig stutzen. Basilikum verträgt auch Halb- oder hellen Schatten sehr gut. Vor Regen und Wind schützen. Bei Temperaturen unter zehn Grad reinholen. Gut gießen. Brunnenkresse braucht es dunkel und feucht. Sie blüht ab Juni, geerntet wird sie allerdings bereits davor, wenn sie eine Höhe von fünf bis zehn Zentimeter erreicht hat.
Sonnenpflanzen: Obst/Gemüse
Beim Einpflanzen von Erdbeerpflanzen darauf achten, dass das Herz, das Pflanzen-Zentrum, aus dem die neuen Blätter treiben, über der Erde steht, sonst fault es oder trocknet aus. Gelb und rot werden Paprika nur an sonnig heißen, windgeschützten Plätzen. Tomaten gibt es in verschiedenen Formen und Farben. Ab der Blüte regelmäßig Tomatendünger ins Gießwasser geben. Salat braucht viel Wasser! Nicht bei großer Hitze aussähen und nicht zu eng pflanzen. Beim Ernten das Herz verschonen, dann wachsen immer neue Blätter nach. Chilis ab der Blüte alle 14 Tage mit Flüssigdünger versorgen, ab Oktober die Pflanzen reinbringen. Im Winter nur sparsam gießen. Stachelbeeren gedeihen auch im Schatten oder Halbschatten. Die Erntezeit ist Juli/August. Zweimal im Jahr mit organischem Dünger (Kompost oder Hornspäne) versorgen. Brokkoli ist ideal für Halbschatten. Bei kühler Witterung braucht er jedoch volle Sonne. In heißen Sommern reicht ihm Schatten. Geben Sie Algenkalk in den Boden, dann bekommen er große Köpfe. Johannisbeeren wachsen auch im Schatten gut, allerdings tragen sie dann etwas weniger Früchte. Sie sind winterhart. Spinat liebt feuchte Böden, auch im Halbschatten. Vorsicht: sehr frostempfindlich! Ernten Sie nur die Außenblätter, dann wächst er aus dem Pflanzenherz nach. Möhren brauchen nährstoffreichen Boden und vertragen auch Halbschatten. Möhren brauchen nährstoffreichen Boden und vertragen auch Halbschatten.
© Axel Springer AG
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