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29.06.2012, 09:51 Uhr

Haustür als Multitalent

Es ist der erste Eindruck, der zählt -​ das gilt auch für Häuser. Front und Haustür sind dabei mit ausschlaggebend. Aber daran denken viele Bauherren oft zu spät. Häufig fließt das Geld zunächst in andere Bauteile, und wenn es dann um die Wahl der Haustür geht, ist das Budget ausgereizt.

"Viele Bauherren kommen Jahre später, um diesen Fehler wieder gutzumachen", sagt Stefan Golde, Geschäftsführer von Rekord-​Fenster+Türen in Dägeling. Anlass sei meist die Verschönerung des Eingangsbereiches oder eine Sanierung. "Noch steht zwar Wärmeschutz im Mittelpunkt, doch die Kunden interessieren sich zunehmend für intelligente Gebäudetechnik."

Höchstmaß an Sicherheit

Auch weil diese in Zusammenhang mit Haustüren den Wohnkomfort erhöhe und im Bedarfsfall sogar Barrierefreiheit ermögliche, indem das automatische Öffnen und Schließen der Haustür geregelt werden könne. "Das kommt entweder bereits im Haus lebenden älteren Bewohnern entgegen oder kann als Investition in künftige Lebensabschnitte angesehen werden", sagt Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade. Wer dann noch auf Audio-​ und Videoüberwachung setze, erhalte ein Höchstmaß an Sicherheit. Möglich sei auch die Überwachung der Türen und Fenster mit Computer oder Smartphone.

Das Rundum-sorglos-Paket

Technische Finessen lassen sich in einer Portalsäule an der Haustür integrieren. Sie bietet mit Klingelanlage, LED-​ und Fingerprint-​Technik meist ein Rundum-​sorglos-​Paket. "Das Aufschließen der Haustür mit Schlüssel gehört dann der Vergangenheit an", sagt Golde. Solche Säulen sind bereits ab etwa 2000 bis 3000 Euro erhältlich. "Wer das Geld für diese Technik nicht hat, sollte sich in jedes Mauerloch ein Leerrohr oder einen Elektroanschluss legen lassen. Dann hat man die Voraussetzung für spätere Automation von Fenstern und Haustür geschaffen", sagt Tschorn.

Bautiefe von 80 Millimetern

Grundsätzlich sollte man sich nur für Modelle entscheiden, die eine Einbruchhemmung mindestens nach der Widerstandsklasse (RC) 2 garantieren und die mindestens eine Bautiefe von 80 Millimetern haben. "Sie sollten zudem immer zwei oder mehr Dichtungsebenen haben, die für gute Dämmwerte sorgen", sagt Tschorn. Kombiniere man diese mit Wärmedämmfenstern und einer guten Fassadendämmung, entstehe ein zukunftssicheres Energiesparhaus. Eine bauliche Besonderheit weisen Haustüren aus Aluminiumkonstruktionen auf: Sie besitzen thermisch getrennte Profile, die mit Wärmedämmeinsätzen aus Polyurethan-​Schaum ausgestattet werden können. "Für alle Türenmaterialien gilt: Bei den Glaseinsätzen in den Füllungen oder bei Ganzglasfüllungen sollte man sich für Wärmedämmglas entscheiden", rät Tschorn. Wo notwendig, müsse man die Türen regelmäßig nachjustieren lassen, um eine hohe Anpressung an den Rahmen zu erreichen.

© Axel Springer AG

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4 Meinungen zu "Haustür muss Diebe fernhalten"

  • vankoch
    Freitag, 29.06.2012, 15:00 Uhr
    Noch schlimmer sind die feuerpolizeilichen Vorschriften. Eingänge von der Tiefgarage ins Haus sind Fluchtwege und müssen unverschlossen sein. Wenn das Garagetor oftmals wegen Störungen offen bleibt, nützen gute Haustüren wenig. Jeder kann von der Garage ins Treppenhaus gelangen. Happy Einbruch!
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