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07.07.2012, 12:06 Uhr

Disco-Verband droht mit Klage gegen Gema

Bitburg/Mainz (dpa) - Mit einer Klage gegen die geplanten Gebühren für Diskotheken hat deren Dachorganisation gedroht. Der Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT) warnte vor einem Aus für Lokale wegen der Tarifpläne der Verwertungsgesellschaft Gema.

"Das heißt für fast alle Betriebe mehr Kosten", sagte BDT-Schatzmeister Hajo Römer der Nachrichtenagentur dpa. "Wir hoffen immer noch, dass wir mit der Gema verhandeln können, ansonsten muss geklagt werden.", fügte der Bitburger Disco-Unternehmer hinzu.

Für seinen Club "Castel" in Bitburg gehe es um eine Gebührensteigerung um 500 Prozent - derzeit seien es 6.000 Euro im Jahr. "Wenn das nicht reduziert wird, werden wir den Betrieb einstellen." Bei einem weiteren, kleineren Club machten die neuen Gebühren dagegen nicht so viel aus.

Die Gema plant ab 2013 neue Tarife, die ihrer Ansicht nach gerechter für Clubs und Diskotheken sind und die Gebühren vereinheitlichen würden. Die Gesellschaft argumentiert, dass viele kleine und mittelgroße Veranstalter mit der Neuregelung weniger zahlen würden, größere würden dagegen stärker belastet. Maßgeblich sind Größe und Eintrittspreis.

Rund 600 Clubs und Diskotheken in Deutschland hatten Anfang Juli für fünf Minuten die Musik abgedreht, um gegen diese Pläne zu protestieren. Dazu kommen Tausende Unterschriften der Gema-Gegner an den Bundestag.

Alle News vom: 7. Juli 2012 Zur Übersicht: Finanzen

65 Meinungen zu "Gema: Discos drohen mit Klage"

  • hanshorst
    Freitag, 03.08.2012, 13:42 Uhr
    die gema ist nichts weiter als eine räuberische vereinigung, wie z.b die gez..mit dem unterschied das man durch die öffentlich rechtlichen etwas hat......die gema manager zahlen sich abartige gehälter, so als seien sie die songwriter, oder bands...da sollte man als staat doch vorgehen..
  • G33
    Freitag, 03.08.2012, 08:41 Uhr
    Bei kauf von Speichermedien (USB Sticker, CD Rom und DVD Rohlinge usw.) wird ebenfalls eine GMA Gebühr fällig. Die GMA sollte mal bei sich sparen, dann kann man auch mehr Geld an Künstler verteilen. Denn jeder Euro gehen 97 % an die GEMA und nur 3 % werden an die Künstler verteilt.
  • tartufo
    Sonntag, 08.07.2012, 15:01 Uhr
    @EinPapa Zitat: == "Jeder Haushalt", egal was in seiner Wohnung oder im Haus an technischen Anlagen steht, zahlt ab 2013 eine "feste Zwangsabgabe (Gebühr)" an die GEMA. Mieter, die leere Wohnungen haben, müssen dann diese leere Wohnung der Gema melden, damit die Vermieter nicht weiter belastet werden. Ist die Wohung gemietet, erfolgt Meldepflicht durch den Vermieter, sonst zahlt der Vermieter für den Mieter und das soll ja nicht sein. "Jeder Mieter einer Wohnung" hat somit ab 2013 "jeden Monat" Rundfunkgebühren an die GEMA abzuführen, ob er will oder nicht. Egal ob Hartz 4 oder Multimillionär. Wie es mit den Ausnahmen aussieht, ist für Hartz 4 -Member, u.a. nachträglich gesondert zu regeln. == Wunschdenken oder Dummheit? Falls Du es nicht mitbekommen hast: Privatleute sind nicht GEMA-zahlungspflichtig. Privatleute zahlen lediglich GEZ-Gebühren. Informiere Dich einmal, bevor Du noch mehr Unsinn in's Netz stellst! Danke für's lesen.
  • schweinemichel
    Sonntag, 08.07.2012, 13:26 Uhr
    mich würde mal interessieren wie andere länder diese sache regelt. gibt es dort auch so nen verein wie die gema?
  • kajax
    Sonntag, 08.07.2012, 13:19 Uhr
    Ach, machen wir es doch wie mit der GEZ: Alle zahlen einen festen Beitrag, egal, ob sie eine Dico führen oder nicht, ist doch das Einfachste!
  • Gorden1969
    Sonntag, 08.07.2012, 12:59 Uhr
    Ich kann die Discobetreiber verstehen! GEMA arbeitet am Rande des legalen und arbeitet mit überzogenen Maßnahmen! Davon haben viele Künstler nicht mal etwas,also wo gehen die Millionen hin liebe GEMA...genau in eure Taschen. Lächerlich für wie dumm ihr die Leute haltet. Meine Meinung!
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