Dijsselbloem: Eher unbekannter Spieler auf dem EU-Parkett
Dijsselbloem ist einziger Kandidat für die Nachfolge des Luxemburgers Jean-Claude Juncker als Chef der Eurogruppe. In den vergangenen Wochen hatte sich der Niederländer in den Hauptstädten der Euroländer vorgestellt.
Dijsselbloem unterstützt die rigorose Spar- und Reformpolitik im eigenen Land und in Europa. Er werde die "bisherige konsistente Linie fortsetzen", hatte er als frischgebackener niederländischer Finanzminister angekündigt. "Vielleicht werde ich einen etwas anderen Ton anschlagen." Doch wenn es um die Sache gehe, etwa strikte Haushaltsdisziplin, bleibe er "knallhart".
Im eigenen Land war der schlanke Mann mit dem dunklen Lockenschopf lange ein Mann der zweiten Reihe, obwohl er gut zehn Jahre lang Abgeordneter in Den Haag war. Als seine Partei im vergangenen Jahr eine schwere Führungskrise erlebte und in den Umfragen in den freien Fall geriet, übernahm er kommissarisch den Fraktionsvorsitz. Doch ins Rennen um die Parteispitze wollte der Politiker aus Eindhoven sich nicht begeben.
Anfang November wurde er neuer Hüter der niederländischen Staatskasse. Zuvor war er Fraktionssprecher für Bildung, Jugend und Integration gewesen. Bei vielen Bürgern war er allenfalls durch seinen Kampf gegen Gewaltvideos bekannt.
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