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15.02.2013, 16:15 Uhr

Euro-Wirtschaft rutscht tiefer in die Rezession

Luxemburg (dpa) - Die Wirtschaft des Euroraums ist zum Jahresende so stark eingebrochen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im vierten Quartal 2012 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Dies teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mit. Zuletzt war die Wirtschaftsleistung in den Euro-Ländern zu Jahresbeginn 2009 im Zuge der großen Finanz- und Wirtschaftskrise stärker zurückgegangen, damals um 2,8 Prozent. Im Gesamtjahr 2012 fiel das BIP im Euroraum um 0,5 Prozent.

Die 17 Länder mit Gemeinschaftswährung rutschten damit noch tiefer in die Rezession, die im Frühjahr vergangenen Jahres eingesetzt hatte. Zu Jahresbeginn 2012 hatte die Wirtschaft noch stagniert. Im zweiten Vierteljahr war die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent und im dritten Quartal um 0,1 Prozent gesunken. Ökonomen sprechen von einer Rezession, wenn das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal zweimal in Folge sinkt. Befeuert von hoher Staatsverschuldung kämpft die Währungsgemeinschaft seit Monaten gegen die Krise.

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Die Lage in der gesamten EU mit ihren 27 Mitgliedsstaaten ist kaum besser. Dort ist die Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent im vierten Quartal 2012 gesunken, verglichen mit dem dritten Quartal. Auch hier hatte sich die Konjunktur zuletzt zu Jahresbeginn 2009 noch stärker verlangsamt.

Den heftigsten Einbruch gegenüber dem Vorquartal verzeichnete Portugal (minus 1,8 Prozent). Für die große Volkswirtschaft Frankreich waren es 0,3 Prozent weniger, das Krisenland Spanien verzeichnete einen Rückgang von 0,7 Prozent. In Zypern sank die Wirtschaftsleistung um 1 Prozent. Der Inselstaat verhandelt derzeit über ein Hilfspaket aus dem Euro-Rettungsfonds ESM. Italien meldet ein Minus von 0,9 Prozent.

Selbst Deutschland als europäische Konjunkturlokomotive glänzt den jüngsten Zahlen zufolge nicht mehr: Hier sank die Wirtschaftsleistung im letzten Vierteljahr 2012 um 0,6 Prozent. Damit liegt die Bundesrepublik genau im Durchschnitt der 17 Euro-Länder.

Für das krisengeschüttelte Griechenland lagen keine Zahlen zur Veränderung gegenüber dem Vorquartal vor. Im Vergleich zur Situation vor einem Jahr stand Griechenland im vierten Quartal 2012 jedoch mit einem um 6 Prozent schrumpfenden BIP am schlechtesten da innerhalb Europas.

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1122 Meinungen zu "Euro-Wirtschaft rutscht ab"

  • bmwdixi
    Sonntag, 07.04.2013, 11:26 Uhr
    Weshalb kann ich zu "Portugals Regierung nennt Veto gegen Sparbudget "gefährlich" weiter lesen: http://web.de/magazine/finanzen/euro-krise/17311814-verfassungsgericht-kippt-portugals-sparbudget-teilweise.html#.A1000145 keinen Beitrag schreiben? Ich werde doch danach gefragt: "Bisher wurde hierzu noch keine Meinung abgegeben. Aber Sie haben doch bestimmt eine!"
  • truder1400
    Sonntag, 07.04.2013, 09:04 Uhr
    die zockerei und die börsen weltweit verbieten und schon giebts das ganze rezessionssgeheule nicht mehr! aber solange es leute giebt die damit richtig verdienen ist das ein wunschtraum.
  • chissel013
    Sonntag, 17.03.2013, 10:46 Uhr
    Da werden also 10 Milliarden nach Zypern überwiesen. Was sagt denn das sogenannte Parlament dazu ? Hat der Präsident nur die Aufgaben sein Buch vorzustellen ? Hat es ihm die Sprache verschlagen oder hat er einen Platz in der Finanzlobby in Aussicht ? Er muss doch aus Erfahrung wissen wie was ausgeht wenn eine zu dünne Finanzdecke sich total verabschiedet - oder ist es schon der Gewohnheitseffekt der ihn so ruhig bleiben lässt ? Vor seinem Aufstieg ins EURO Parlament hat er doch persönlich erfahren was es heisst kein oder wenig Geld in der Kasse zu haben - aber das scheint schon vergessen zu sein. Ess ist nicht damit getan von der Vergangenheit - Berlusconi - zu schwafeln - es zählt nur das was er heute tut und voran bringt !!.
  • flabes1953
    Donnerstag, 14.03.2013, 17:48 Uhr
    das haben die ja schon vor zehn Jahren gesagt, das der Euro pleite geht, und genauso ist es gekommen, Deutschland kann froh sein das es noch so eine gute wirtschaft hat und genügend Geld Reinkommt, sonst würden wir da stehen wie GR, SP, IT, den wir Können jetzt Für die Länder bezahlen die damals in der Eurozone Garnicht hätten Reindürfen, aber da haben Kohl und seine Konsorten die zahlen gefälscht, ich Kann nur eine gemeinsame Eu und eine Währung machen mit den Ländern die wirtschaftlich gleich dastehen , und nicht das wir nach zehn Jahren Für diese Länder mit unseren verdienten steuergelder retten Müssen
  • strathmann
    Montag, 11.03.2013, 17:11 Uhr
    Die Euro Wirtschaft rutscht immer pünktlich zu Tarifverhandlungen ab. Bei Wahlen ist sie dann wieder "gesund".
  • Patrick197600
    Montag, 11.03.2013, 16:05 Uhr
    Euro-Wirtschaft rutscht ab,warum ist dies wohl so???Man kann dreimal raten... Ich wohne und lebe zum Glück in einem nicht EU-Land!Daher müsste ich mich aus diesem Thema ja eigentlich raushalten,aber ich gebe trotzdem mal meinen "Senf" dazu ab! Lange reden,kurzer Sinn: Schafft diese EU,samt dem Euro ab!!!Dieses EU-Gebilde,egal in welcher Hinsicht,bringt zunehmend nur noch Probleme und zwar grosse Probleme!!! Und der "kleine" Bürger,ist in diesem Fall ja wie immer der "DUMME"!!! Jedes Land für sich alleine!War doch früher auch mal so und keiner ist daran gestorben!
  • chissel013
    Montag, 11.03.2013, 11:42 Uhr
    Jetzt hat der EU-Leitbulle auch noch ein Buch geschrieben - besser wäre es gewesen er hätte sich um seine Parlamentarier gekömmert - Korruption im EU - Parlament blüht und gedeiht - die Gehälter wachsen in den Himmeln - Kontrolle der Grosskopften erfolgt nicht - was ist das für eine Gurkentruppe - Rezession im Euroraum ist für diese Truppe ein Fremdwort - ein Besuchstag in Brüssel und man erkennt die Struktur des Selbstbedienungsladen - man ist froh dass die Lobby so fleißig ist und alles gebrauchs- und absegnungsreif vorbereitet - EU-Briefkopf drauf und abgenickt !!! Bravo !!!

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