EZB löst in Italien und Spanien Ratlosigkeit aus
Die Ministerpräsidenten Mario Monti und Mariano Rajoy konnten bei einem Treffen in Madrid nicht sagen, wie ihre Regierungen auf die Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi reagieren werden.
Draghi hatte ein sofortiges Eingreifen der EZB auf den Anleihemärkten ausgeschlossen. Er stellte aber für später Anleihekäufe bei Staaten wie Italien oder Spanien in Aussicht unter der Bedingung, dass die Regierungen Finanzhilfen beim Rettungsfonds EFSF beantragen. Monti sagte auf die Frage, ob Italien einen solchen Antrag stellen werde: "Wir werden uns überlegen müssen, ob wir das tun werden oder nicht."
Sein spanischer Amtskollege Rajoy vermied es, auf die Frage eine konkrete Antwort zu geben. Er wies nur darauf hin, dass er die Entscheidungen der EZB für "sehr positiv" halte. Spanier und Italiener hatten darauf gehofft, dass die EZB sofort mit dem Kauf von Staatsanleihen angeschlagener Eurostaaten beginnen würde. Als diese Hoffnung nicht in Erfüllung ging, reagierten die Anleger enttäuscht und lösten einen Höhenflug der Risikoaufschläge bei spanischen und italienischen Anleihen aus.
Die Renditen der spanischen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren sprangen sogar wieder über die Marke von 7,0 Prozent. Diese gilt mit Blick auf die langfristige Finanzierung eines Staates als nicht verkraftbar. Der Zinssatz für zehnjährige Staatsanleihen aus Italien stieg um 0,29 Prozentpunkte auf 6,19 Prozent.
Die südspanische Region Andalusien will derweil mit allen verfügbaren rechtlichen Mitteln gegen die Sparbeschlüsse der Madrider Regierung vorgehen. Die andalusische Regionalregierung schloss auch eine Klage beim Verfassungsgericht nicht aus. Das Kabinett entschied am Donnerstag auf einer Sondersitzung in Sevilla, ein Rechtsgutachten über die möglichen juristischen Schritte in Auftrag zu geben. Nach den Plänen des Madrider Finanzministers Cristóbal Montoro sollen die spanischen Regionen ihr Defizit 2013 auf 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts reduzieren.
Die Regionen hatten im vorigen Jahr mit ihren Schulden kräftig dazu beigetragen, dass Spanien sein Defizitziel weit verfehlte. Die Finanzen der Regionalregierungen sind - neben den maroden Banken - eines der größten Probleme in der spanischen Schuldenkrise. Das von den Sozialisten regierte Andalusien, die bevölkerungsreichste Region des Landes, sieht in den Sparplänen der konservativen Madrider Zentralregierung jedoch einen "Angriff" auf die Befugnisse der regionalen Institutionen.
58 Meinungen zu "EZB macht Südeuropa ratlos"
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Dorpzicht
Montag, 06.08.2012, 10:47 Uhr Eine einheitliche Definition gibt's da ohnehin nicht. Fakt ist aber, dass auf deutschen Konten 10 Billionen € liegen, das sind 120.000 pro Bürger, angefangen beim Säugling - da diese nicht annähernd gleich verteilt sind, könnte man da schon einiges abholen, sicherlich im Billionen-Bereich. Hinzu kommt, dass man auch Aktien, Wertpapiere u.ä. grob wie Bargeld behandeln und die Millionäre und Milliardäre etwas davon erleichtern könnte, um sie z.B. unter den Mitarbeitern eines Unternehmens zu verteilen. Finden sich schon Lösungen - man muss nur wollen! :) -
ulliulli
Sonntag, 05.08.2012, 17:10 Uhr na mit deiner definition: "Millionär ist nur, wer tatsächlich 1 mio in bar, bzw auf einem bankkto hat" wird eine "Millionärssteuer" nicht viel geld einbringen. da erwischst höchstens den lottogewinner der sein geld nicht schnell genug anlegen konnte. was es nach deiner definition aber mit sicherheit auf der ganzen welt nicht gibt, ist ein "Milliardär" -
Dorpzicht
Sonntag, 05.08.2012, 13:29 Uhr "na dann viel spass beim suchen, da kauft so ein millionär der bisher doof genug ist, 1 mio auf dem kto zu liegen haben, noch schnell aktien für das geld und ist fein raus, weil er "jetzt kein millionär" mehr ist. du musst mal deine definition von millionär überprüfen" Schwachsinn! Meine Definition ist schon richtig, keine Angst. Wenn jemand 3 Häuser hat, ist er zwar auch nicht arm, aber eben kein Millionär, solange er keine Million in Form von Geld hat. Ist das so schwer zu verstehen? Und selbst wenn unsere Millionäre, die ihr Geld nicht abgeben wollen, schnell noch Aktien kaufen, ist erstmal die Frage, ob es überhaupt soviele Aktien gibt, und zweitens wäre dann das Geld aber wieder im Umlauf und die Unternehmen, die ihre Aktien verkauft hätten, könnten das Geld verwenden (z.B. für neue Arbeitsplätze) - also allemal besser, als wenn wie jetzt die Billionen bei den Millionären nur rumliegen. Führt man dann noch eine (evtl. nur zeitweise) fette Steuer auf den Kauf von Aktien ein, kommt der Staat trotzdem an das Geld. Und wer sein Geld lieber verbrennen will, gehört schonmal menschlich in den Knast und zweitens gehört das Geld als Objekt tatsächlich dem Staat, es ist also nicht erlaubt! -
schwarzwurz
Samstag, 04.08.2012, 13:08 Uhr Ich schließe mich der Meinung von Werner100 Seit1 an, die Euro Krise ist die Krise der verkrusteten südlichen Regierungmethoden. Nicht um sonst schimpfen und beleidigen sie D, nur um von ihrer Korruption Gesellschaft abzulenken. Mehr Geld reinpumpen durch die EZB hilft nur den Banken. Die Südländer betrügen sich selbst und die gesamte EU. -
ulliulli
Samstag, 04.08.2012, 11:05 Uhr solang die südländer über uns schimpfen machts die merkel anscheinend eher im deutschen sinn sobald die anfangen unser verhalten zu loben... .... ist vermutlich rotgrün gewählt worden -
engadina
Samstag, 04.08.2012, 09:27 Uhr Spanien und Italien rätseln über Draghis abwartende Haltung...und heute morgen steht in den italienischen Zeitungen "durch Merkels Haltung sind sie jetzt das vierte Reich". Bohhhhhhh, da bleibt mir die Luft weg.......vor Wut ! -
ulliulli
Samstag, 04.08.2012, 07:43 Uhr knab | 40 Beiträge Der Chef einer Firma in dieser Situation würde mit Sicherheit keinen Urlaub machen..... Wir habe eine Firma und wir haben eine Chefin schaut nach unter: http://www.politgauner.de/html/brd_gmbh.html xxxxxxxxxxxxxx jetzt widersprichst du dir aber selbst
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