S&P hebt Kreditwürdigkeit Griechenlands an
London/Athen (dpa) - Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands nach dem erfolgreichen Anleihenrückkauf um mehrere Stufen angehoben. Die Bewertung erhöhe sich von einem teilweisen Zahlungsausfall ("SD") auf "B-", teilte die Agentur am Dienstagabend mit. Dies entspricht einer spekulativen Anlage.
Der Ausblick sei stabil. S&P begründete den Schritt mit der starken Bestrebung der Euro-Partner, das Land in der gemeinsamen Währungszone zu halten. Athen hatte zuletzt Anleihen im Volumen von mehr als 30 Milliarden Euro am Markt aufgekauft. Erst vergangene Woche hatten die Euro-Finanzminister nach monatelanger Hängepartie 49,1 Milliarden Euro an Notkrediten endgültig freigegeben.
S&P hatte Griechenland wegen des Schuldenrückkaufs Anfang Dezember herabgestuft, weil es dieses Vorgehen als teilweisen Zahlungsausfall bewertet. Die Note für die Kreditwürdigkeit des Landes wurde seinerzeit von "CCC" auf "SD" gesenkt. Damals hatte die Agentur aber angekündigt, die Bewertung für den Fall eines geglückten Rückkaufs wieder zu erhöhen.
Griechenland hatte mit dem Abschluss dieser Aktion den Weg für die Hilfsmilliarden freigemacht. Mit dem Rückkauf von alten Staatsanleihen über 31,9 Milliarden Euro reduzierte Athen seine Schuldenlast auf einen Schlag um rund 20 Milliarden Euro. Viele Anleger wollten ihre Papiere, deren Wert in den vergangenen Jahren rasant gesunken war, zu akzeptablen Preisen von 30 bis 40 Prozent des Nennwertes zurückgeben.
Insgesamt sehen die internationalen Geldgeber für die Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott aber große Risiken. In ihrem in Brüssel veröffentlichten Bericht äußert die Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) Zweifel daran, dass Athen tatsächlich seinen Verpflichtungen nachkommt und die zugesagten Reformen verwirklicht. "Die Risiken für die Umsetzung des Programms bleiben sehr hoch", heißt es. Probleme könnten durch die brüchige Regierungskoalition und den politischen Widerstand gegen manche Vorhaben entstehen. Die milliardenschweren Notkredite sollten dennoch wie geplant an Athen fließen.
Aus Protest gegen geplante Entlassungen wollen die Staatsbediensteten an diesem Mittwoch in Griechenland streiken. Schulen, Ministerien und Steuerämter sowie die Behörden der Städte sollen geschlossen bleiben. Auch Züge werden nicht fahren, wie die Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes ADEDY mitteilte. Das Motto laute: "Entweder Du kämpfst oder Du wirst entlassen". Im Zuge der Einsparungen sollen in den nächsten Jahren rund 150 000 Staatsbedienstete gehen.
Bereits seit Montag behandeln die Ärzte Patienten der staatlichen Krankenkassen nur gegen Barzahlung. Der Staat schuldet ihnen nach Angaben ihrer Gewerkschaft mehrere Millionen Euro. Schon seit zwei Wochen geben die griechischen Apotheker Medikamente nur noch gegen Bargeld aus. Hintergrund ist auch hier, dass die staatlichen Krankenkassen ihre Schulden bei den Apothekern seit Monaten nicht bezahlt haben sollen. Auch die Müllabfuhr streikt in vielen Städten des Landes.
258 Meinungen zu "Vertrauensbeweis für Griechen"
-
strathmann
Donnerstag, 20.12.2012, 15:15 Uhr Charlie, deine Fingerübungen sind sicher löblich aber Unsinn! -
laendle
Donnerstag, 20.12.2012, 12:17 Uhr @DungeonKeeper: 1) Dazu ist nur politischer Wille nötig. Sollte also kein Problem sein. 2) Wenn man etwas baut, sollte man vorher ein bisschen rechnen. Wenn sichs nicht ausgeht - der Staat kassiert zuerst. -
warumwiesoweshalb
Donnerstag, 20.12.2012, 11:39 Uhr "Vertrauensbeweis für Griechen" JAAAAAAAAA.... da koennen Burgen drauf gebaut werden....auf dem Vertrauen.... Vertraue den Griechen und ihrer Regierung und du kannst sicher sein, dass das Resultat stimmen wird. Ich z.B. vertraue auf deren Gier und politische Schlitzohrigkeit....... UND BEHALTE RECHT.....(hoffendlich) Angst vor sozialen Unruhen Nach Milliarden-Überweisung: Athen warnt vor Staatspleite Ein möglicher Austritt Griechenlands aus der Eurozone ist nach Meinung des griechischen Finanzministers noch nicht abgewendet. Viel hänge auch davon ab, ob die Regierung den harten Kurs angesichts möglicher sozialer Unruhen fortsetzen könne. Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 20. Dezember 2012, 10:07 Uhr ---------- und damit Deutschland auch weiterhin bei der Party bleibt..................................... Standard & Poor's macht's möglich EZB: Bundesbank muss Griechen-Bonds wieder als Sicherheiten akzeptieren Mit Wirkung zum 21. Dezember 2012 lässt die Bundesbank auf Anweisung der EZB griechische Staatsanleihen wieder als Sicherheiten zu. Das Programm zum Schuldenrückkauf reduzierte die Schuldenlast des Landes und verbesserte das Kreditrating. Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 19. Dezember 2012, 23:40 Uhr | ----------- http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/ .....und worueber wird in D gesprochen...???? -
Squidward
Donnerstag, 20.12.2012, 07:59 Uhr @DungeonKeeper: "Auf Grund meiner Tätigkeit bekomme ich regelmäßig Post von Vanuatu von den 7 Steuerpflichtigen die sich dort niedergelassen haben und ihr rentendasein geniessen...Komischerweise enden alle Briefe mit ´Viele Grüße aus dem Paradies´" ....ist ja auch kein Wunder, verglichen mit der Tätigkeit/dem Arbeitsplatz eines DungeonKeepers, ist jeder weiter entfernte Ort ein Paradies.
- Tagesgeld
- Kreditkarte
- Goldpreis
- Girokonto
- Schufa
- Zinsrechner
zu Finanzen

































