Zur mobilen Ansicht wechseln

28.01.2013, 16:13 Uhr

Hintergrund: Ökoenergie-Förderung über den Strompreis

Berlin (dpa) - Steuern, Abgaben und Umlagen machen rund 50 Prozent des Strompreises aus - im Fokus steht besonders die sogenannte EEG-Umlage. Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind für Wind- und Solarparks, Biogasanlagen und Wasserkraftwerke auf 20 Jahre garantierte feste Vergütungssätze festgelegt.

Daher ist mit einem raschen Sinken der Förderkosten vorerst nicht zu rechnen.

Gezahlt wird die Differenz zwischen dem garantierten Vergütungssatz für den Hersteller und dem tatsächlich am Markt erzielten Preis. Ein Beispiel: Seit Januar bekommt ein Hausbesitzer mit einer Solaranlage auf dem Dach 17,02 Cent pro Kilowattstunde. Wird der Strom an der Strombörse für 5 Cent verkauft, muss die Differenz von rund 12 Cent an den Hausbesitzer gezahlt werden.

Derzeit sind 5,277 Cent Umlage je Kilowattstunde zu zahlen. Bei einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden pro Jahr sind das für eine Familie Ökoförderkosten von 185 Euro pro Jahr - ohne Mehrwertsteuer. Die Umlage wird künstlich aufgebläht, vor allem weil die Verbraucher Rabatte und Ausnahmen für immer mehr energieintensive Betriebe mittragen müssen. Die Strompreise sind bundesweit im Januar um durchschnittlich 12 Prozent gestiegen, auch weil der Netzausbau kostet.

Alle News vom: 28. Januar 2013 Zur Übersicht: Finanzen

Bisher wurde hierzu noch keine Meinung abgegeben. Aber Sie haben doch bestimmt eine!

BiersteuerQuiz

Sexsteuer, Lachsteuer, Kaffeesteuer: Sind Sie ein Abgabenexperte? >

Rudolf Haberleitner

Die ersten fünf Läden des Schlecker-Nachfolgers öffnen Ende Juni. >

Weidmann

Defizitabbau: Bundesbank-Chef kritisiert Aufschub für Frankreich. >

Staatscheds beim EU-Gipfel

EU-Gipfel: Merkel sieht "Riesenschritt" im Kampf gegen Hinterziehung. >


Internet Made in GermanyIhr GMX-Postfach ist grünGMX unterstützt Unicef

Sie lesen gerade: Was ist die EEG-Umlage?. Wir erklären die komplizierte Strompreis-Regelung.