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20.12.2012, 08:35 Uhr

Heizkosten sparen mit Holz

Ob Wärmespender oder Kochstelle: Holz als Energiequelle ist dafür eines der ältesten Brennmaterialien. Und obwohl der Mensch heute längst nicht mehr auf Holz als Brennelement angewiesen ist, ist es doch nie ganz aus der Mode gekommen. Das gilt gerade heute, da moderne Holzheizungen den Zauber des Flammenspiels mit hoher Energieausbeute verbinden. Zur neuen Heizperiode raten Experten Bauherren und Modernisierern, über den Einbau einer Holzheizung nachzudenken.

Alternative zu Öl und Gas

Da Holz immer wieder nachwächst, punktet es in Zeiten von Klimawandel und Energieeffizienz mit CO2-Neutralität. Wer mit der umweltfreundlichen Alternative zu Öl und Gas das Haus beheizen will, muss dennoch einige Regeln beachten.

Brennholz soll einen geringen Feuchtigkeitsgehalt haben - pro Kilogramm Wasser gehen nämlich 0,68 Kilowattstunden (kWh) Heizwert verloren. Ideal: Luftgetrocknete Scheite mit 18 bis 22 Prozent Restfeuchte haben einen Heizwert von rund vier kW. Die Energiedichte von Laubholz ist höher als die von Nadelholz. Buche und Eiche eignen sich besonders gut.

Presslinge aus Restholz

Die Alternative zu Scheitholz sind so genannte Pellets, etwa vier Zentimeter lange Presslinge aus Restholz. Diese genormten Energiepakete punkten mit einem Feuchtigkeitsgehalt von unter zehn Prozent. Dadurch haben sie einen hohen Heizwert von fünf kWh pro Kilo. Weitere Vorteile: Pellets lagern in einem Tank und werden vollautomatisch zum Brennraum befördert - bequemer geht es nicht.

Heizung

Schon ein Grad weniger Wärme spürt man deutlich auf der Rechnung. >

Egal ob man sich für eine Holzheizung mit Scheiten oder Pellets entscheidet - die Anlage muss eine emissionsarme Verbrennung und einen hohen Wirkungsgrad haben. Ob Kamin oder Kaminofen den gesetzlichen Vorgaben entspricht, weiß der Ofenbauer.

Pufferspeicher hortet Wärme

Für eine effiziente Heizung ist neben der Brennstoffqualität die Luftzufuhr und -führung entscheidend. Moderne Geräte regeln den Abbrand elektronisch - das optimiert ihre Heizleistung und minimiert Emissionen. Und statt wie früher nur ein Zimmer zu erwärmen, werden Kamin und Kaminofen inzwischen ans Zentralheizungssystem angeschlossen.

Das funktioniert über eine sogenannte Wassertasche als Wärmetauscher: Der größte Teil der Feuerabwärme wird aufs Wasser übertragen. Nun braucht man noch einen Pufferspeicher, der die vom Kaminofen gelieferte Wärme hortet und bei Bedarf in den Heizkreislauf abgibt. Ist der Speicher auch ans Brauchwassernetz angeschlossen, kann auch heißes Wasser produziert werden. So eine Holzfeuerung kann ganzjährig eine Öl- oder Gasheizung unterstützen.

© Axel Springer AG

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16 Meinungen zu "Heizkosten sparen mit Holz"

  • WilhelMine56
    Samstag, 26.01.2013, 08:46 Uhr
    ein Kamin hellt die Stimmung auf, schon den Geldbeutel .. und die Wälder liegen voll mit ungenutztem Holz. Wenn man darüber nachdenkt ist klar, weshalb die Grüne Fraktion diese Energiequelle noch nicht goutet hat: Nachhaltigkeit entspricht nicht so wirklich ihrer wahren Zielrichtung, es muss schon Geld und Investitionen kosten und den Energiekonzernen zugute kommen, nur dann ist es richtig für die Grünen.
  • renhop
    Freitag, 25.01.2013, 17:59 Uhr
    Mein Nachbar sitzt in seiner einigermassen warmen Wohnung während ich kuschelige 24 Grad habe. Ich mache was für meine Gesundheit wenn ich im Winter in der frischen Luft Holz mache.Damit spare ich locker 400 euro im Jahr. Ganz zu schweigen vom Nutzen für die Umwelt( Ofen besitz ein Feinstaubfilter). Wie manche auf Preise von 90 Euro und mehr für ein Raummeter gesägtes Holz kommen ist mir ein Rätsel. Holzmangel gibt es auch keiner denn die Holzmenge in Deutschland wächst jedes Jahr um 3%.
  • member
    Mittwoch, 26.12.2012, 08:47 Uhr
    Ein Kamin hellt die Stimmung auf und schont den Geldbeutel............. ...................... und vergast die Nachbarn!
  • 5555555
    Donnerstag, 20.12.2012, 17:08 Uhr
    Seit Kyrill sind plötzlich, wo es soviel Holzbruch gab, wieder Kamine und Holzpellets hip. Umwelt? Egal, Hauptsache drinnen gemütlich. Dass man draußen manchmal kaum noch Luft kriegt auch egal. Hauptsache sparen. Aber ein umweltfreundlicher Brenner muss im Haus stehen, sonst ist es nicht in Ordnung... Man muss ja nicht alles verstehen.
  • sagitta68
    Donnerstag, 20.12.2012, 16:03 Uhr
    Ein nicht ganz neuer Trick des liberalisierten Marktes für Heizenergie wird gegenwärtig ist utopische getrieben und viele merken es nicht. Ich meine den sogenannten BRENNWERT bei Heizgas. Der ist teilweise schon so hoch, dass man denken könnte es ist Edelgas. Nur schade, dass das Zeug nicht brennt. Da fällt der immer höher steigende GRUNDPREIS schon gar nicht mehr auf. Und noch eine Sauerei : Nachdem man den Anbieter gewechselt hat (Nov) werden plötzlich die Preise nochmal schnell um 10 - 15% angehoben (Dez) ! Da hat man dann ein Sonderkündigungsrecht - aber kein Anbieter schafft es dann per 1. Januar zu liefern. Auch ein Argument für den Kamin.
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