Der Ablauf ist bei den fraglichen Angeboten immer ähnlich: Nach der Kontaktaufnahme zum Anbieter erhält der Interessent eine meist englischsprachige Mail, die darüber informiert, dass der Vermieter derzeit nicht vor Ort ist, um eine Wohnungsbesichtigung zu ermöglichen. Gegen eine Kautionszahlung in Höhe von oft 1.000 bis 1.600 Euro per Western Union, TNT, DHL oder über einen Treuhandservice wird angeboten, den Hausschlüssel zur Verfügung zu stellen. "Unser Rat ist, auf keinen Fall Geld vorab zu überweisen", erklärt Hemme. "Das ist auch völlig unüblich in der Immobilienbranche." Wer das Geld dennoch anweist, wartet im Betrugsfall vergeblich auf den Schlüssel.
Die Wohnungssuchenden zu schützen, ist schwer. Im Fall von Immobilienscout24 werden die Angebote auf der Internetseite vom Unternehmen stichprobenartig überprüft, um betrügerische Annoncen auszuschließen. Zusätzliche Filterfunktionen sollen sie von vornherein verhindern. "Wenn wir von solchen Angeboten erfahren, werden sie von uns sofort deaktiviert, die Anbieterkonten gelöscht und der Interessent per Mail darüber informiert", erläutert Hemme. Eine völlige Sicherheit gibt es dennoch nicht. Vorsicht und ein realistischer Blick auf die Wohnungsangebote sind daher immer ratsam.
21 Meinungen zu "Vorsicht vor Abzocke bei der Wohnungssuche"
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Tasko
Donnerstag, 18.03.2010, 14:46 Uhr @ Holidoc1 Hmm, stimmt. Mit Nigeria(-Connecton) hat das aber nicht zwingend was zu tun. Die wollen eher Gebührenvorschuß für Millionen-Überweisungen. Ich kann mich an Auto-Angebote erinnern, die unter dem Namen normaler Autohäuser aufgegeben wurden und als Kontakt im Bild "@gmail.com" u.ä. stehen hatten. Aber die Staatsanwaltschaft könnte ermitteln, von wo das Angebot eingestellt (IP-Range) wurde und zusammen mit Western Union den Abholer festnageln. Ist natürlich viel Aufwand für einen "kleinen Betrüger". -
Moor1
Mittwoch, 17.03.2010, 14:35 Uhr Selber schaun, testen und nicht`s im voraus bezahlen! -
Holidoc1
Mittwoch, 17.03.2010, 14:24 Uhr @Tasko "Schön. Das ist ja ein Freibrief. Und warum kriegen die die Info nicht vom Staatsanwalt?" Ist doch klar,das ist die Nigeria Connection, die sind gar nicht ermittelbar. Die klauen Fremde Idenditäten, was im Zeitalter des Internets und Portalen wie Facebook, StudiVZ usw. kein Problem mehr ist. -
Holidoc1
Mittwoch, 17.03.2010, 14:22 Uhr Wer gesunden Menschenverstand hat fällt auf diese Maschen niemals rein. Wozu Geld rausrücken ohne Leistung zu erhalten ? Wer auf diese Masche reinfällt ist einfah nur dumm. -
Tasko
Mittwoch, 17.03.2010, 10:08 Uhr "Wenn wir von solchen Angeboten erfahren, werden sie von uns sofort deaktiviert, die Anbieterkonten gelöscht und der Interessent per Mail darüber informiert" Schön. Das ist ja ein Freibrief. Und warum kriegen die die Info nicht vom Staatsanwalt? -
Unicum
Mittwoch, 17.03.2010, 09:37 Uhr Bauernfänger gabs schon immer und jeden Tag muss wohl ein dummer aufstehen der auf so etwas hereinfällt. Ich war immer der Meinung: Erwachsen ist man wenn man gelernt hat aus den Fehlern anderer zu lernen. Aber: mache lernen es eben nie. Und dann steigt Misstrauen allem und jedem gegenüber,... Das schlimme daran ist das man doch dann vieleicht mit zuviel sorgfallt und vorsicht an so ein schnäppchen herangeht - argwöhnisch gegen den Anbieter ist und,... dann ist es Weg. Wir Menschen sind doch merkwürdig soziale asoziale Wesen ;)
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