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07.01.2008, 10:25 Uhr

Herde müssen funktional und pflegeleicht sein

Berlin/Bonn (dpa/tmn) - Das Kochfeld erkennt den Topf von allein, der Backofen startet das Programm für den Blechkuchen per Knopfdruck und reinigt sich anschließend selbst: Eine solche High-Tech-Ausstattung findet sich meist vor allem in Fernsehküchen.

Aber auch Standardherde können eine ganze Menge. Angesichts einer Investition von mehreren Hundert Euro sollte man beim Kauf allerdings genau hinschauen.

Rein äußerlich tut sich bei Herden weniger als bei Kühlgeräten und mehr als bei Geschirrspülern: "Glänzende Oberflächen zum Beispiel aus Edelstahl werden immer wichtiger. Darüber hinaus spielt die Kombination von Schwarz und Silber eine große Rolle", beobachtet Hans-Joachim Adler, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) in Mannheim. Design ist allerdings nicht alles - ein Herd muss auch praktisch sein. Gut sind wenige Kanten und Ecken, in denen sich Schmutz absetzen kann.

Frei stehende Geräte sind vor allem bei häufigen Umzügen beliebt. Einbau-Geräte bestehen streng genommen aus zwei Geräten, dem Einbau-Backofen und dem Einbau-Kochfeld. Sie können jedoch meist nur innerhalb eines Programms kombiniert werden. "Vier von fünf Herden sind Einbau-Geräte", sagt Dagmar Saurbier, bei der Stiftung Warentest in Berlin verantwortlich für den Bereich Hausgeräte. "Von denen werden die allermeisten klassisch übereinander eingebaut."

In Küchen, die genug Raum bieten, um den Backofen in Augenhöhe zu platzieren, ist es aber durchaus eine Überlegung wert, die beiden Teile zu trennen - das erlaubt eine komfortable Bedienung. Die Gestaltung des Kochfeldes hängt zunächst von der Beheizungsart ab. Klassische Kochmulden aus Edelstahl oder Email mit elektrisch betriebenen Gusseisenplatten sind in der Anschaffung günstig, robust und langlebig, heizen jedoch langsam auf und lange nach. Kochfelder aus Glaskeramik - sogenanntem Ceran - sind etwas teurer, dafür energieeffizienter und dank glatter Oberfläche bei regelmäßiger Pflege gut zu reinigen.

Vier Kochfelder sind Standard. "Komfortabel und energiesparend ist es, wenn sich ein oder zwei von ihnen unterschiedlich groß einstellen lassen", sagt Elke Wieczorek vom Deutschen Hausfrauen-Bund in Bonn. Mögliche Extras sind beispielsweise eine automatische Topferkennung oder Kochsensoren. Im Backofen sind Ober- und Unterhitze ein absolutes Muss. Darüber hinaus bieten Geräte der Mittelklasse in der Regel Heißluft oder Umluft. Ob Funktionen wie Flächengrill, Umluftgrill, Auftaumechanik, integrierte Mikrowelle oder gar Selbstreinigungs-Mechanismen benötigt werden, ist eine Frage der individuellen Nutzung und des Budgets.

Auf jeden Fall zur Standardausstattung gehören zwei - möglichst unterschiedlich tiefe - Bleche und ein Rost, sagt Wieczorek. Ein letzter Blick gilt den Bedienknöpfen. Sie müssen gut fassbar und eindeutig beschriftet sein. "Einzelne Hersteller arbeiten mit Produktsymbolen wie Brathähnchen oder Kuchen", sagt Adler. Darüber hinaus ziehen Berührungssensoren in immer mehr Haushalte ein.

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