Schranke für gierige Vermieter?
Jan-Marco Luczak ist froh, dass er kurz vor Weihnachten einen dicken Stapel vom Schreibtisch räumen kann. Nach rund zweieinhalb Jahren Debatte gibt es einen Durchbruch beim neuen Mietrecht. Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus dem Berliner Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg betont: "Ich sehe in meinem Wahlkreis genau, wie die Lebenswirklichkeit aussieht." Und die verheißt für Mieter derzeit wenig Erbauliches. Mit steigenden Heiz-, Strom- und Benzinkosten frisst das Wohnen immer größere Teile des zur Verfügung stehenden Geldes auf. Luczak will die Mietexplosion etwas eindämmen.
Der zuständige Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat zusammen mit seinen Koalitionskollegen von der FDP im letzten Moment noch eine nicht unerhebliche Ergänzung in das reformierte Mietrecht eingefügt, das der Bundestag am Donnerstagabend verabschieden wollte. Es soll - sofern die Länder mitspielen - im März oder April 2013 in Kraft treten. Den Ländern wird die Möglichkeit eingeräumt, Mieterhöhungen in besonders teuren Städten oder Stadtvierteln stärker zu begrenzen. Statt um bisher 20 Prozent dürfen Mieten dort binnen drei Jahren nur noch um maximal 15 Prozent steigen. Intern ist von einer «Lex München» die Rede, die CSU habe Druck ausgeübt, den Passus noch aufzunehmen.
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Soll der Staat gegen steigende Mieten vorgehen?
Für Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund ist das ein Tropfen auf dem heißen Stein. "Das Problem sind die Neuvermietungen", betont er. "Hier gibt es zurzeit keine gesetzliche Regelung, die überproportionale Preissteigerungen verhindert." Die massiven Aufschläge bei Neuvermietungen seien die Bestandsmieten von morgen - er fordert eine Deckelung. "Wer tatsächlich verhindern will, dass Mieter in begehrten Lagen aus ihren Wohnungen verdrängt werden, muss bei den Neuvertragsmieten beginnen."
Keine echte Kostenbremse
Die nackten Zahlen nach Angaben der Wohnberatungsgesellschaft F+B: Berlin - plus 23,2 Prozent bei Neuvermietungen seit 2005. Hamburg - plus 25,5 Prozent. München - plus 15,8 Prozent. Frankfurt am Main - plus 14,8 Prozent. Und Düsseldorf - plus 10,3 Prozent.
Wie auch sein FDP-Kollege Stephan Thomae sieht Luczak hier aber keinen Spielraum. Denn wer viel Geld investiere, um Häuser zu bauen oder zu kaufen, brauche auch entsprechende Mieten, um das zu refinanzieren. "Wir wollen ja schließlich Investitionen in Wohnungsneubau haben", betont Luczak.
Das neue Mietrecht enthält für Mieter aber noch einen besonders unangenehmen Punkt: ein dreimonatiges Mietminderungsverbot bei energetischen Gebäudesanierungen. Mieter müssen also künftig für drei Monate Lärm, Staub und Gerüste vor dem Fenster in Kauf nehmen - und trotzdem die volle Miete berappen. Nachdem ein milliardenschwerer Steuerbonus für Gebäudesanierungen im Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern gescheitert ist, soll zumindest eine Art Vermieterbonus das Dämmen und Austauschen zugiger Fenster voranbringen. Und: 11 Prozent der jährlichen Sanierungskosten können auf die Miete umgelegt werden.
Eine echte Kostenbremse dürfte die Neuregelung somit keineswegs sein. Das Grundproblem: Nach Angaben des Mieterbundes fehlen bis zu 250.000 Wohnungen in Deutschland. Knappes Angebot bedeutet steigende Preise.
SPD fordert neue Förderprogramme und kritisiert neues Gesetz
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat dem Thema in seiner Hannoveraner Bewerbungsrede breiten Raum gewidmet. Er fordert neue Förderprogramme über die KfW-Bank, eine stärkere Rolle des Bundes beim sozialen Wohnungsbau und die Stützung der Genossenschaftsidee.
In einem weiteren Auseinanderdriften der Lebensverhältnisse sieht Steinbrück eine Gefahr für den sozialen Frieden. "Ich sage denjenigen, die eher in den Penthouse-Wohnungen leben: Auf Dauer könnt Ihr nur so weit in Ruhe leben, wie der Hausfrieden auch in den mittleren Etagen gilt und es vom Untergeschoss einen Fahrstuhl zum Aufstieg gibt. Erst dann ist dieses Gebäude intakt; sonst kracht die ganze Bude in sich zusammen", mahnte er in seiner Rede in Hannover.
Die Mietkurven für größere Städte zeigen derzeit steil nach oben, während in ländlichen Gebieten Mieter fehlen. In Berlin oder Hamburg gehen immer mehr Menschen gegen die Verdrängung aus angestammten Wohnquartieren auf die Straße. Gerade in den begehrten Lagen ist kaum noch ein Quadratmeterpreis unter zehn Euro zu bekommen. SPD, Grüne und Linke werfen Schwarz-Gelb Klientelpolitik zugunsten der Vermieter vor. Im Wahlkampf dürfte das Thema eine große Rolle spielen. Schließlich gibt es in Deutschland mehr als 20 Millionen Mieter.
796 Meinungen zu "Schranke für gierige Vermieter?"
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Watndat
Mittwoch, 19.12.2012, 15:29 Uhr Meine Fresse @Indium.. das Ganze kannste ja inem Buch fassen und binden lassen .. ... -
Indium
Montag, 17.12.2012, 17:58 Uhr @mrfreeze (Zitat vom 13.12.2012 / 12:36 Uhr / Seite 13) Hallo mrfreeze, [Zitat von mrfreeze gekürzt …] Es müsste also für jede einzelne Bestandsmiete meiner Meinung nach so geregelt sein, dass Mietsteigerungen OHNE Sanierung der Wohnung höchstens im Rahmen der allgemeinen Teuerungsrate liegen dürfen (ca. 2% pro Jahr). […] 2% Teuerungsrate pro Jahr ist Wunschdenken. Sie beträgt weitaus mehr als Statistiker, Politiker und deren Propagandisten den Bürgern weismachen wollen! 1. Lebensmittelprodukte: Im Jahre 1997 gaben wir (2 Personen) für den täglichen Einkauf an Lebensmittel ca. 10,00 DM (5,11 €) aus. Heute liegen wir bei gleichen Produktkauf bei eindeutigen 12,00 € (23,46 DM). Teuerungsrate = 134,83% innerhalb von 15 Jahren, also abgerundete 8,98% pro Jahr. Eine verdeckte Teuerungsrate durch reduzierte Verpackungsinhalte muss noch zusätzlich hinzugerechnet werden. 2. Tabak/Zigaretten: 1998 kostete eine Packung Zigaretten 4,80 DM (2,45 €). Seit dem 01.01.2012 legt man dafür 5,00 € (9,77 DM) hin. Teuerungsrate = 104,08% innerhalb von 14 Jahren, also 7,43% pro Jahr. Darüber hinaus existiert auch hier eine verdeckte Teuerungsrate, durch die Reduzierung der Zigaretten von 21 auf 17 Stück pro Packung. 3. Elektrogeräte: Angeblich alles laut Inflationsstatistik billiger geworden aber der Schein trügt. In Wirklichkeit wird’s teurer, wegen der Lebensdauer. 15 Jahre Lebenserwartung kann man bei heutiger Technik nicht mehr erwarten, selbst von namenhaften Herstellern nicht. Spätestens nach 7,5 Jahren ist Schluss mit Lustig und es heißt ein neues Gerät anschaffen. Hat man also für einen Fernseher im Jahre 1997 noch 1.000,00 DM (511,29 €) für 15 Jahre bezahlt, braucht man für die gleiche Lebensdauer direkt zwei Geräte, da sich Reparaturen meistens nicht lohnen. Bei einem Einzelpreis von 529,00 € bis 795,00 € für einen LED Flachbildfernseher sind das dann geringstenfalls 1.058,00 € für diese Zeitspanne. Summa Summarum liegt hier eine Teuerungsrate von mindestens 106,93% innerhalb von 15 Jahren vor, also mindestens 7,12% pro Jahr. Die genannten Güter ergeben schon eine durchschnittliche Teuerungsrate von 7,843% pro Jahr wenn man von 15 Jahren ausgeht. Da man aber die Liste beliebig weiter fortführen kann, und das nicht nur bei den Güterpreisen, wird man feststellen, dass sich alles in der Teuerungsrate zwischen 5% bis 10% p.a. bewegt. Wenn Politiker und Statistiker aber behaupten, dies sei ja nur gefühlt, rate ich diesen Damen und Herren an das Lügen neu zu erlernen, denn mit solchen Statements fühlt sich höchstens meine Intelligenz verarscht. Es ist bzw. war demnach völlig legitim, dass die Mieten innerhalb von drei Jahren „insgesamt auf bis zu“ 20% angehoben werden konnten. Ihr Vorschlag, die einzelnen Bestandsmieten höchstens im Rahmen der allgemeinen statistisch ermittelten Teuerungsrate anzuheben ist zwar gut gemeint, auf die Praxis bzw. Realität bezogen aber nicht anwendbar! [Zitat von mrfreeze gekürzt …] Bei Sanierungen sollten sich Mieter und Vermieter Kosten und Gewinne teilen: Die Mietpreise sollten erhöht werden, die Nebenkosten aber müssten ja fallen. Trifft man sich in der Mitte reicht es rechnerisch zur Win-Win-Situation, nur nutzen viele Vermieter die Sanierung gleich als Vorwand, die Mieten so weit zu erhöhen, dass viele Mieter ausziehen müssen und dann kann man die Mieten ja gehörig erhöhen - weil es sich um Neuvermietung handelt. […] Win-Win-Situation ab wann? Ok, nehmen wir mal an Sie hätten ein Haus welches frei von Schulden ist. Das Haus stammt aus dem Jahre 1910, hat 200 m² Gesamtwohnfläche aufgeteilt in drei Wohneinheiten. Eine Wohneinheit (66,6 m²) beziehen Sie mit Ihrer/n Frau/Mann, die restlichen zwei Einheiten haben Sie pro Stück für 566,00 € kalt vermietet. Von den Mieteinnahmen leben Sie jetzt wie es im Übrigen millionen andere private Vermieter auch tun. Rücklagen können Sie nur gering bilden, aber wir gehen trotzdem mal von 100,00 € monatlich aus die Sie gewinnbringend mit 2% p.a. anlegen. Nach einem Jahr haben Sie 1.224,00 € inkl. Zinsen angespart. Nun wollen Sie energetisch modernisieren da ja die Regierung das Blaue vom Himmel verspricht. Zurzeit belaufen sich Ihre Energiekosten für das ganze Haus in Höhe von 3.791,00 € pro Jahr. Laut Dena-Studie würde man nach einer Modernisierung nur noch 783,00 € pro Jahr entrichten. Das ergibt eine Nebenkostenersparnis von 3.008,00 € für alle die im Haus wohnen. Zwei Drittel dieser Ersparnis müssten Sie rechtlich gesehen so oder so den Mietern anhand der Betriebskostenabrechnung wieder zurückgeben. Des Weiteren müssen Sie auch nachfolgende Nebenkosten-Vorauszahlungen am tatsächlichen Verbrauch anpassen. Das heißt: Jeder einzelne Mieter spart durch Ihre Modernisierung monatlich 83,55 € ein und erhält für das vorherige Jahr eine einmalige Rückerstattung in Höhe von 1002,66 €. Soviel zu einer Win-Situation seitens der Mieter. Ihre vorläufige Vermieter Win-Situation ergibt ebenfalls 1.002,66 € pro Jahr / 83,55 € monatlich, die Sie durch eine Modernisierung einsparen könnten! Jetzt haben Sie vorgeschlagen sich in der Mitte zu treffen. Gut, tun wir das doch mal und erhöhen die einzelnen Mieten auf ca. 7,1% also auf 40,00 € pro Monat. Die einzelnen Mieter hätten dann immer noch pro Monat 43,55 € eingespart. So, und nun stellen wir das alles mal den Modernisierungskosten gegenüber: Um solch eine Ersparnis zu erzielen, ist es unumgänglich eine Dämmung der Außenwände, der Keller- und Geschossdecken, eine Drei-Scheiben-Wärmeschutz-Verglasung, einen Brennwert-Kessel mit Solartherme sowie eine Lüftungsanlage mit Wärme-Rückgewinnung vorzunehmen. Laut Dena-Studie würden die Investitionskosten angebliche 41.666,00 € betragen. Man könnte meinen die Dena hätte die Materialkosten aus irgendeinen Billig-Baumarktkatalog herausgezogen und einfach mit polnischen Handwerkerkosten addiert. Zudem vergisst die Dena, dass noch die Dachüberstande und außenliegende Fensterbänke wegen der dicken Dämmung ausgetauscht werden müssen. Das die Investitionsvorstellungen der Dena absolut realitätsfern sind, ist Denknotwendigerweise klar wie Kloßbrühe. Also, man kann locker nochmal 50% an Investitionskosten draufschlagen. Aufgerundete 62.500,00 € an Investitionen sind also Ihr Richtwert. Zur Erinnerung: Sparen können Sie monatlich 100,00 €; Durch eine Modernisierung haben Sie 83,55 € monatlich an Nebenkosten eingespart; Durch die Mieterhöhungen sind 80,00 € pro Monat zusammengekommen; Unterm Strich hätten Sie also insgesamt 263,55 € monatlich bzw. 3.162,60 € jährlich zur Modernisierungsfinanzierung übrig! Finanzierung und Tilgungsberechnung: Alles über die KFW-Bank laufen lassen! Kreditprogramm: Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus 100; Gewünschter Kreditbetrag volle 62.500,00 € für Investitionen; Auszahlungssatz: 100%; Laufzeit: 30 Jahre; Tilgungsfreie Anlaufjahre: 1 Jahr; Höchste Zinsbindung: 10 Jahre; Sollzins p.a.: 2,83%; Monatliche Annuität (Tilgung + Zinsen): 263,47 € von Ihren 263,55 €. Fazit: Eine Win-Win-Situation ist entstanden, für Sie als Vermieter mit 0,08 € pro Monat / 0,96 € pro Jahr. Sie können jetzt nur hoffen das in den 31 Jahren (fast ein halbes Leben lang): a.) der Effektivzins von 2,22% nicht steigt; b.) die Energiekonzerne die Produktpreise wegen des schrumpfenden Absatzgeschäftes nicht anpassen; c.) die allgemeine Teuerungsrate auf 0,00% tendiert; d.) die Bundesregierung nicht irgendwelche bekloppten direkten oder indirekten Abgaben oder Steuern erhöht; und ganz wichtig e.) die eingesetzten Materialen und Techniken mindestens 31 Jahre ohne Reparaturen überstehen. Das es so nicht funktioniert liegt ja wohl auf der Hand! Zudem kommen noch weitere Kostenfaktoren während der Umbauphase zustande die ich jetzt mal nicht mit einbezogen habe: Wohin mit den Mietern wenn die Decken und Fußböden rausgerissen werden, damit dazwischen gedämmt werden kann, Hotel? Wohin mit dem Hausrat der Mieter, einlagern? Miete kann man für die Zeit nicht nehmen, also wie gleicht man den Mietausfall aus? Rechtlich gesehen hätten die Mieter sogar einen Anspruch auf Übernahme der Hotel- und Einlagerungskosten, aber wie gleicht man diese wieder aus? Vor diesen gravierenden Problemen, zuzüglich das Tilgungsproblem für die komplette energetische Modernisierung, stehen momentan millionen Vermieter, aber weder Mieterschutzbund noch Politiker kapieren es oder wollen es einfach nicht kapieren. Also wird einfach mal herum posaunt, dass die ach so vermögenden Vermieter die Mieter nur schröpfen und die Modernisierung/Sanierung nur als Vorwand benutzen. Eine bessere Brandstiftung gibt es doch gar nicht. Sie lenkt vollkommen vom Verursacher ab der in meinen Augen eindeutig bei den Staatsvertretern liegt. Mit freundlichen Grüßen Indium -
Indium
Montag, 17.12.2012, 17:57 Uhr @Jet7 (Zitat vom 13.12.2012 / 17:59 Uhr / Seite 112) Hallo Jet7, [Zitat von Jet7 gekürzt …] Die Deutschen verblöden wirklich und lassen sich von Vermieterlobby und Bankenlobby immer mehr abzocken wie die letzten Hornochsen. […] Die Deutschen verblöden nicht, sondern sie befassen sich nicht mit der Materie sowie aus den daraus resultierenden Fakten: Fakt ist, das die Staatsverschuldung mittlerweile auf 2.144.530.974.494,00 € angewachsen ist; Fakt ist, dass sich Banken dies süßlich verzinsen lassen; Fakt ist, dass jede Sekunde 4.439,00 € dazukommen; Fakt ist, dass die Gewerbesteuereinnahmen sinken und dadurch eine Masse an Länder, Städte und Kommunen kurz vor der Pleite stehen; Fakt ist, dass sich Bund, Länder, Städte und Kommunen höhere bzw. weitere Steuereinnahmequellen wünschen; Fakt ist, dass diese Wünsche meist hinterrücks in die Tat umgesetzt werden, und wenn nicht, dann wird großflächige Propaganda betrieben was Politiker noch alles so in petto haben; Fakt ist, dass dadurch die Hersteller, Spediteure, Händler, Gastronomen und Handwerker frühzeitig die Preise anpassen, und das meist bevor es überhaupt zu einer indirekten Abgaben- oder Steuererhöhung kommt; Fakt ist, Konsumenten haben eine höhere jährliche Teuerungsrate als jemals von der Regierung zugegeben wird; Fakt ist, die Vermieter gehören auch zu den Konsumenten, müssen wie jeder andere auch an Liquidität und Rentabilität denken, zumal das viele davon auch von den Mieteinahmen leben müssen; Fakt ist, sie versuchen die Miete zu erhöhen; Fakt ist, die Mieter haben bei Erhöhungserfolg dann noch weniger Geld zum Konsumieren; Fakt ist, die Mieter sparen dann entweder im Konsumverhalten ein oder sie schauen ob es im Internet nicht billiger geht; Fakt ist, ansässige Ladenlokale verspüren dadurch Umsatzverluste; Fakt ist, weniger Gewerbesteuer- und Umsatzsteuereinahmen kommen zustande; Fakt ist, es wird wieder an der indirekten Steuerschraube gedreht um Steuerausfälle zu kompensieren; Fakt ist, Hersteller, Spediteure, Händler, Gastronomen und Handwerker steuern frühzeitig gegen; Fakt ist, einige erhöhen wieder die Preise, andere bauen Arbeitsplätze ab, wiederum andere machen den Laden dicht da die Liquidität nicht mehr stimmt; Fakt ist, mehr Menschen müssen vom Staat versorgt, in Umschulungsmaßnahmen gesteckt oder Zwangsverrentet werden; Fakt ist, mehr Gewerbeimmobilien stehen leer; Fakt ist, die Steuereinnahmen schrumpfen; Fakt ist, die Androhung indirekte Abgaben oder Steuern zu erhöhen zieht nicht mehr, die Energiewende wird eingeleitet um ans dicke gehortete Geld der Bürger ranzukommen da ja angeblich jeder Privathaushalt über 100.000,00 € verfügt; Fakt ist, den Bürgern wird durch stetige Propaganda weisgemacht sie könnten durch erneubare Energien, Energiesparlampen, stromsparende Techniken und energetische Gebäudemodernisierungen finanziell nur profitieren; Fakt ist, Energiekonzerne haben sich das zurecht nicht gefallen gelassen sowie frühzeitig die Produktpreise angehoben, und zwar bevor ein Gesetz zum Energiesparen beschlossen wurde; Fakt ist, Energiekonzerne müssen ab 2013 zusätzlich die indirekte EEG-Umlage erhöhen; Fakt ist, Konsumenten können sich immer weniger leisten, selbst Energien werden zum Luxusgut; Fakt ist, mehrere millionen Vermieter sind auch davon betroffen; Fakt ist, einige Vermieter nehmen existenzbedrohliche Kredite auf um in 30, 20 oder 10 Jahren von der Energiewende zu profitieren; Fakt ist, die Mieten werden für Tilgung und Zins soweit erhöht das die Mieter keinesfalls eine Verbesserung verspüren; Fakt ist, die Steuereinnahmen sinken weiter, da ja jetzt die Mieter sich noch weniger leisten können, sowie weil viel weniger Energie verbraucht wird; Fakt ist, dass indirekte Steuerschräubchen kommt wieder zum Vorschein und wenn es nur propagandistisches Mediengesülze ist; etc. pp. Ich könnte noch Stunden so weitermachen, aber eins müsste doch wohl jetzt so langsam aber sicher klar werden: Den schwarzen Peter kann man sicher nicht den Vermietern zuschieben. Sie sind eindeutig das vorletzte Glied in der Verkettungs-Misere. Also hört endlich auf über die Vermieterlobby zu Maulen und bewegt euren Arsch in die Richtung wo die Verantwortlichen der stetig steigenden Teuerungsrate sitzen. Gleiches gilt für die Vermieter, sie sollten gemeinsam mit den Mietern an einen Strang ziehen und bei denen aufkreuzen die am lautesten International protzen aber Kommunal einsparen wollen. Dafür braucht man nicht extra nach Berlin zu fahren! [Zitat von Jet7 gekürzt …] Die dreckige neoliberale vermieterfreundliche Politik hat die Gesetze geschaffen, unter denen die Mieter und Familien heute zu leiden haben! […] Neoliberal hin oder her. Es gibt bis heute keine einzige Partei oder ein Regierungsbündnis mehrerer Parteien welches freundliche Gesetze für Vermieter geschaffen hätte! [Zitat von Jet7 gekürzt …] Fakt ist, dass fast alle Mieten in Großstädten steigen und überhöht sind und dass die Vermieterlobby einen Reibach damit machen kann, weil die Klientel-Politiker jede Mietsteigerung PER GESETZ erlaubt haben! (Bis zu 20 % Mieterhöhung innerhalb 3 Jahren ist gesetzlich erlaubt!) […] Fakt ist, das Sie die wichtigsten Bestandteile für eine Mieterhöhung den Lesern hier im Forum vorenthalten. Sie tun gerade so als wenn man mir nichts, dir nichts, die Miete erhöhen kann, nur weil es einem so in den Kram passt. Dem ist nicht so! Sie sollten sich nachfolgende Gesetzestexte des Bürgerlichen Gesetzbuches mal genauer zu genüge führen: § 558 Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete; § 558a Form und Begründung der Mieterhöhung; § 558b Zustimmung zur Mieterhöhung. Zu Ihrem Statement Reibach schreibe ich jetzt besser nichts, da ich mich sonst nicht mehr unter Kontrolle habe! Mit freundlichen Grüßen Indium -
Indium
Montag, 17.12.2012, 17:56 Uhr @wronguess (Zitat vom 13.12.2012 / 17:59 Uhr / Seite 111) gar keine mieterhöhung ist ok, ein mietvertrag enthält einen vereinbarten betrag als miete, punkt! bei diversen umständen, die eine mieterhöhung rechtfertigen kann man drüber reden, aber einfach so, dass die miete ständig steigt, sowas ist nicht hinnehmbar meiner meinung nach..... da wird man ja beinahe gezwungen alle paar jahre umzuziehen um wieder zu einer günstigeren miete zu kommen,,,,,,, Hallo wronguess, unzählige Verträge kommen im Leben mit jemand anderem zustande. Ob ich mir nun ein Auto miete, einen Telefonanschluss, einen Zeltplatz oder sonstiges. Selbst beim Supermarkt um die Ecke kommt ein Vertrag zustande, welcher aber nicht vor Preissteigerungen schützt. Ein Mietvertrag ist nichts anderes, da Wohnraum eine Ware ist und auch bleibt. Mit Ihrer Argumentation dürfte keiner mehr nach Vertragsabschluss die Teuerungsrate anpassen. Ich nehme das aber jetzt mal so hin und verlange ab sofort, auf Ihr Statement bezogen, keine Erhöhungen mehr auf Miete, Strom, Gas, Wasser, Lebensmittel, Alkohol, Zigaretten, Textilien, Möbel, Versicherungen, Handwerkerkosten etc. pp., und schon gar nicht auf direkte und indirekte Abgaben und Steuern. Kurz und bündig, wir scheißen auf die Liquidität und Rentabilität, führen kurzerhand die Deutsche Demokratische Republik wieder ein als :D :D R 2k12/13. Ups, das Logo kostet aber wieder was! Denken Sie mal darüber nach [PUNKT] Mit freundlichen Grüßen Indium -
Indium
Montag, 17.12.2012, 17:55 Uhr @SpuckLama (Zitat vom 13.12.2012 / 12:38 Uhr / Seite 13) Wie wär es mal mit einer Lohnanpassung die schon seit 15j überfällig ist ?Dann brauchen wir über sowas garnicht diskutieren.....aber nein, immer schön vom Kernthema ablenken! Hallo SpuckLama, das Kernproblem liegt weder bei den Arbeitgebern noch bei den Vermietern. Das Übel liegt eindeutig bei den Volksvertretern die die Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Vermieter mit stetig steigenden indirekten Abgaben- und Steuerlastenpropaganda seit mindestens zwei Jahrzehnten tyrannisieren. Mit freundlichen Grüßen Indium -
campos
Samstag, 15.12.2012, 15:47 Uhr In München sind bei Neuvermietung zwischen 2007 und 2012 die Mieten um 13 Prozent gestiegen, bei Bestandsmieten gerade um vier Prozent. In anderen großen Städten war die Tendenz ähnlich. Nur in Städten, in denen Russen, Italiener und Griechen wie wild Wohnungen als Kapitalanlage kaufen, steigen die Mieten in großem Maßstab an. Hat man den "gierigen Vermietern" wieder einmal eine Schicht gefunden, auf die eingedroschen werden kann ? -
AmiriBaraka
Samstag, 15.12.2012, 12:15 Uhr Merkel hat das Monster Neoliberalismus gefüttert und mächtig gemacht! Merkel muss endlich weg!
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