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13.03.2012, 11:44 Uhr

Esst mehr weißes Fleisch!

(jwo/dh) Rotes Fleisch steht schon lange im Verdacht, ungesund zu sein. Nun liefert eine neue Studie den Beweis: Rotes Fleisch ist schädlich für die Gesundheit und verkürzt die Lebenserwartung enorm. Zum Vegetarier werden muss man trotzdem nicht, denn es gibt jede Menge gesunder Alternativen.

Die Zufuhr von Proteinen ist für uns Menschen lebensnotwendig. Doch wer täglich zu Schweinesteak, Rindsroulade oder Wurstwaren greift, hat ein höheres Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes oder Krebs und verkürzt seine Lebenserwartung damit dramatisch, so das Ergebnis einer US-Studie im Fachjournal "Archives of Internal Medicine".

Verantwortlich für den negativen Einfluss von Fleisch ist vermutlich die gesteigerte Aufnahme von gesättigten Fettsäuren, Eisen und Salz, vermuten die Forscher. Besonders der übermäßige Konsum von verarbeitetem Fleisch und Wurstwaren sehen die Wissenschaftler als große Gefahr für die Gesundheit an: Während die Sterblichkeit bei Studienteilnehmern, die täglich Fleisch aßen, um 13 Prozent zunahm, stiegt die Rate bei täglichem Genuss von Wurst und Schinken sogar um 20 Prozent. Für ihre Studie beobachteten die Wissenschaftler seit den 1980er Jahren 37.000 Männer und 83.000 Frauen und analysierten ihre Ernährungsgewohnheiten.

Doch keine Bange: Um sich gesund zu ernähren, müssen Sie nicht gleich zum Vegetarier werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt, maximal 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche zu essen. Wer diese Menge nicht überschreitet und als Proteinquelle auch mal Fisch, Geflügel, Soja und Co. heranzieht, lebt nicht nur deutlich gesünder – er schont auch noch die Umwelt.

Als Anregung haben wir Ihnen eine kleine Auswahl an leckeren Gerichten mit Geflügel, Fisch und pflanzlichen Eiweißen zusammengestellt.

Scharfe Pute aus dem Wok

Alle Zutaten klein schneiden, nach und nach in den Wok geben und tüchtig wirbeln. Das Ergebnis: knackiges Gemüse und zartes Geflügel mit Frühlingsaroma. >

Gesamtzeit:
40min.
Kalorien:
555 kcal
Zutaten:
Putenschnitzel, Frühlingszwiebeln, Chinakohl, Asia-Nudeln
Gefüllte Tofuschnitten

Tofu mit knuspriger Panade und einer würzigen Füllung aus zitronig abgeschmeckten Kräutern – serviert mit leicht scharfen, kurz geschmorten Tomaten. Ein Gedicht! >

Gesamtzeit:
45min.
Kalorien:
370 kcal
Zutaten:
Kräuter, Tomaten, Tofu
Pochierter Fisch mit Senflinsen

Pochierter Fisch mit Senflinsen, das hört sich gut an und schmeckt auch so. Die Zubereitung ist bestimmt kompliziert? Ganz und gar nicht, man muss sich nur trauen. >

Gesamtzeit:
50min.
Kalorien:
635 kcal
Zutaten:
Linsen, Kabeljau
Gebratener Reis mit Hähnchen

Dieser Gebratene Reis mit Hähnchen und viel buntem Gemüse gelingt ganz leicht und ist für Wok-Einsteiger besonders zu empfehlen. >

Gesamtzeit:
30min.
Kalorien:
325 kcal
Zutaten:
Hähnchenbrust, Auberginen, Reis
Pute in feiner Haselnusskruste

Die Haselnusskruste mag Ihnen eventuell exotisch erscheinen. Aber warten Sie ab, es gibt noch eine Bananensauce dazu. >

Gesamtzeit:
45min.
Kalorien:
510 kcal
Zutaten:
Putenschnitzel, Haselnüsse
Lachsfilet mit Gurkenragout

Mit einer Kruste aus Senfkörnern serviert auf warmem Gurkengemüse ist dieser Lachs nicht ganz alltäglich. >

Gesamtzeit:
40min.
Kalorien:
710 kcal
Zutaten:
Gurken, Lachs, Senfkörner
Hähnchen-Tagliata auf Rucola

Sommerliche Leichtigkeit aus Italien - zitronenmarinierte Hähnchenbrust, gegrillt und auf einem einfachen Rucola-Tomaten-Salat serviert. >

Gesamtzeit:
35min.
Kalorien:
285 kcal
Zutaten:
Hähnchenbrust, Rucola
Fischfilet in Sesamkruste

Ein edles und doch simples Fischgericht, das Gäste strahlen lässt - wer möchte, serviert noch Reis oder frisches Baguette und ein buntes Gemüse dazu. >

Gesamtzeit:
12min.
Kalorien:
1050 kcal
Zutaten:
Fisch, Sesam
Tofu-Gemüse-Pflanzerl

Es muss nicht immer Hackfleisch sein. Mit Tofu und Gemüsestiften quer durch den Garten wandert eine eiweiß- und vitaminreiche Alternative von der Pfanne in den Mund. >

Gesamtzeit:
45min.
Kalorien:
210 kcal
Zutaten:
Gemüse, Tofu
Alle News vom: 13. März 2012 Zur Übersicht: Essen & Genießen

46 Meinungen zu "Esst mehr weißes Fleisch!"

  • jimsen
    Dienstag, 05.03.2013, 16:50 Uhr
    wenn ich die kalorien zu den mahlzeiten immer sehe krieg ich echt nen fön. Bohnen und erbsen als proteinquelle is den schreibern wohl nicht bekannt wa :-p magerquark mit leinenöl is auch super. Gesättige fettsäuren is schlecht wissen wa alle. man könnte auch mal erwähnen das gute fettsäuren unterstützend wirken können um das schlechte weg zu kiregen.
  • nimbus2000
    Dienstag, 05.03.2013, 12:24 Uhr
    Gestern weniger Fleisch essen, Heute mehr Fleisch essen, und dann noch weißes Fleisch! Also... das ist so wie mit dem trinken. Täglich 3 Liter Wasser trinken, wurde von Getränkeherstellern wie Volvic ins Leben gerufe um den Umsatz zu steigern! Wenn die Ratschläge aller Gesundheits- Apostel zusammen eingehalten würden, (2 Mal Fisch pro Woche, 3 Mal Spinat usw.) wäre der vorgeschriebene Wochenbedarf, für einen Monat ausreichend! Und... am Lebensende würde sich jeder fragen: "Warum muss gerade ich sterben, habe doch immer so gesund gelebt?"
  • ichhoffeeswirdbesser
    Freitag, 16.03.2012, 10:46 Uhr
    Wer etwas nicht glauben will, der kann alles in zweifel ziehen und wird sich durch nicht überzeugen lassen. Etwas guter Wille ist immer nötig.
  • derbatzi
    Freitag, 16.03.2012, 10:28 Uhr
    "Warum muss etwas, von dem man überzeugt ist mit Zahlen untermauert werden. " Müssen tut man gar nichts, solange es nur um die eigene Überzeugung geht. Aber wenn man andere Leute davon überzeugen will, dann sollte man das auch belegen können. Im Übrigen ging es bei den Zahlen nicht darum, ob gesunde Ernährung und Sport auch gesund sind, sondern darum, daß Vegetarier und Veganer in der Tat weniger Sozialkosten verursachen... das war schließlich Ihre sinngemäße Kernaussage und mal wieder gibt es wie so oft scheinbar keine Belege dafür. Na gut, dann bin ich raus... viel Spaß noch.
  • ichhoffeeswirdbesser
    Freitag, 16.03.2012, 10:10 Uhr
    @ derbatzi: warum muss alles mit Zahlen belegt werden, was man wenn man ehrlich ist selber weiss. Explizit haben Sie nicht infrage gestellt, dass sich ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung positiv auf die Ernährung auswirken, aber durch das Bestehen auf Zahlen und Fakten tun Sie das implizit. Warum muss etwas, von dem man überzeugt ist mit Zahlen untermauert werden. Zu den "Säuen", die immer wieder durchs Dorf getrieben werden: Das einzige, was man bekommt, wenn man allen Meinungen der angeblichen "Experten" folgt ist ein nervöser Magen. Es gibt eine einzige Regel, die wenn sie befolgt wird nahezu jedes Problem beseitigt. Hat Paracelsus schon vor über 500 Jahren sinngemäss geprägt: die Dosis machts. Alles ist ungefährlich, wenn es in der richtigen Dosis verabreicht wird. Das schliesst auch Lebensmittel ein. Dummerweise hat es sich eingebürgert, sich immer gleich alles und sofort zu geben, wodurch die Wirkung (oder besser der Genuss) schwindet. Also immer mehr - mehr - mehr. Wenn man sich nur etwas zügelt wird die Wirkung wieder stärker. Und welches die richtige Dosis ist: ganz einfach. Die die an den Verbrauch angepasst ist. Wenn der Körper also nicht "aufgeht" wie ein Hefekuchen oder ausdörrt wie eine Rosine (egal über welchen Zeitraum) dann ist sie richtig. Selbst Wasser kann man zuviel trinken. Aber meistens wird es zu wenig getrunken. Das sieht man an seiner Haut.
  • dersmut
    Freitag, 16.03.2012, 09:53 Uhr
    Und natürlich alles ohne Geschmacksverstärker. Was, dafür vier mal Daumen runter? Da scheint es Leute zu geben die auf Geschmacksverstärker stehen. Ich habe jegliches Zeugs aus meiner Küche verbannt, und siehe da, schon nach kurzer Zeit schmeckt alles bedeutend natürlicher. Zum Glück habe ich die Möglichkeit einen großen Garten zur Selbstversorgung , sowie einige Ställe für artgerechte Tierhaltung zu haben. Im nächsten Monat werde ich mir auch wieder einige Gänse zulegen, ist ja schließlich bald Weihnachten, und dann sollen sie doch schön mit am Tisch sitzen, und zwar mitten drauf.
  • derbatzi
    Freitag, 16.03.2012, 09:40 Uhr
    @ichhoffeeswirdbesser "Sie wollen jetzt nicht ersthaft infrage stellen, dass sich ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung positiv auf die Ernährung auswirken oder?" Wo hab ich das getan ? Zitat bitte, statt Interpretation - es ging mir lediglich um Zahlen, Fakten, vor allem Kostenaufstellungen, die belegen was mal wieder als "quasi bewiesen" ins Rennen geführt wird, nicht mehr und nicht weniger. Wer zudem nicht blind durchs Leben geht wird schon bemerkt haben, daß selbst die Experten aus den jeweiligen Fachbereichen sich oft nicht einig sind und es schon häufig den Fall gab, daß das was in einem Monat als schädlich bezeichnet wurde im nächsten gesund sein soll und umgekehrt. Heißt also nicht einmal die Spezialisten wissen wirklich, wie das alles genau funktioniert und zusammenhängt... aber es gibt ja so Leute, die haben den absoluten Durchblick ... ;-)))
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