Zur mobilen Ansicht wechseln

25.05.2012, 10:22 Uhr

Für König und Papst: Violetter Knoblauch aus Spanien

Dass Las Pedroñeras die "Welthauptstadt des Knoblauchs" genannt wird, erklärt, warum die Internationale Knoblauchmesse, seit 1973 immer dort stattfindet. Während des Patronatsfests des Städtchens Ende August wird die Person, die sich bei der Werbung für den violetten Knoblauch besonders verdient gemacht hat, mit dem Silbernen Knoblauch ausgezeichnet. Seit 1998 steht Las Pedroñeras im Guinness-Buch der Rekorde: Einem Handwerker war es damals gelungen, einen 70 Meter langen Knoblauchstrang zu flechten.

Der violette Knoblauch aus Las Pedroñeras und Umgebung trägt das EU-Qualitätszeichen "Geschützte Geographische Angabe". Die Knollen werden hauptsächlich an spanische Restaurants verkauft, ein Teil findet aber seinen Weg in alle Regionen der Welt. Das spanische Königshaus und der Vatikan gehören zu den prominentesten Kunden. Sie schätzten nicht nur die außerordentliche kulinarische Qualität dieser Knoblauchsorte, sondern auch ihre Wirkung auf die Gesundheit. Nach einer Studie der gastroenterologischen Abteilung des Madrider Krankenhauses Ramón y Cajal ist der Prozentsatz der Fälle von Magengeschwüren und Magenkrebs in Las Pedroñeras der niedrigste in ganz Spanien.

Die positive Wirkung von Knoblauch auf das Herz-Kreislaufsystem ist medizinisch unumstritten. Alle Forschungsergebnisse kommen zu dem Schluss, dass die Gewürzpflanze die Adern vor Verkalkung bewahrt, das Gehirn schützt und erhöhte Blutfettwerte senkt. Insbesondere der violette Knoblauch enthält unter anderen viel organisch gebundenen Schwefel, Jod, Kieselsäure und vor allem Allizin, das für den typischen Geschmack und Geruch des Knoblauchs verantwortlich ist.

In dem berühmten Restaurant "Las Rejas" ("Die Gitter") in Las Pedroñeras, das zu den besten Speisegaststätten Spaniens gerechnet wird, geht es allerdings in erster Linie um die gastronomischen Qualitäten des violetten Knoblauchs. In dem mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurant, das auch regelmäßig von Mitgliedern des spanischen Königshauses besucht wird, dreht sich fast alles um den Knoblauch. Mindestpreis pro Menü sind 80 Euro. Die prominenteste Spezialität ist eine in Kastilien traditionell von den armen Bevölkerungsschichten zubereitete Speise: kalte Knoblauchsuppe. Und zum Nachtisch gibt es sogar Knoblaucheis. Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Victoria Beckham würde wohl schon bei dem Gedanken schlecht.

Alle News vom: 25. Mai 2012 Zur Übersicht: Essen & Genießen

Bisher wurde hierzu noch keine Meinung abgegeben. Aber Sie haben doch bestimmt eine!

Rezept-Klassiker für jeden Tag
Wiener Schnitzel

Diese Evergreens schmecken allen!

Was der Kühlschrank hergibt...

Suche nach Zutaten

Nach Rezepten suchen
Spargel, weiß und grün

Klassiker: Spargel pur mit zerlassener Butter und neuen Kartoffeln. >

Schokolade

So gelingt Ihnen die perfekte Trinkschokolade. >

Garnelen zum Trocknen in Indien

Lange unbekannte Geschmacksrichtung kann Speisen bereichern. >


Internet Made in GermanyIhr GMX-Postfach ist grünGMX unterstützt Unicef

Sie lesen gerade: Des Königs Liebling. Im spanischen Las Pedroñeras gibt es den besten Knoblauch der Welt.