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29.06.2012, 10:36 Uhr

Kalifornien verbietet Foie gras

San Francisco (dpa) - Kalifornische Feinschmecker müssen von Sonntag an auf Foie gras verzichten. Es ist der erste US-Staat, der Herstellung und Verkauf der umstrittenen Stopfleber verbietet.

Auch der Handel mit Federn und anderen Produkten von Gänsen und Enten, die unfreiwillig mit Riesenmahlzeiten gestopft wurden, ist dann tabu. Für Tierschützer ist das Inkrafttreten des neuen Gesetzes längst überfällig. Bereits 2004 war das Verbot in Kalifornien beschlossen worden, der damalige Gouverneur Arnold Schwarzenegger segnete es ab. Landwirten und Restaurants wurde allerdings viel Zeit gelassen, um sich auf den Gänseleber-Bann einzustellen oder Vorschläge zu einer humaneren Fütterung zu unterbreiten.

Der Staat Kalifornien hat einige Spitzenköche auf seiner Seite. Bereits 2007 verbannte Hollywoods Star-Koch Wolfgang Puck Gänseleber von seinen Speisekarten. Andere Gourmets liefen aber Sturm. Eine Gruppe von 100 Promi-Köchen hat eine Kampagne gegen das Stopfleberverbot gestartet. Bei Verstößen gegen das neue Gesetz droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Dollar am Tag.

Bis zum Stichtag am 1. Juli lockten viele Feinschmecker- Restaurants mit speziellen Foie gras-Angeboten. "Petrossian" in West Hollywood stellte im Juni ein "Farewell"-Menü mit fünf Gängen, inklusive Foie-gras-Eiscreme, zusammen.

Das "Mélisse" in Santa Monica warb in den letzten drei Monaten mit einem achtgängigen "Foie for All"-Menü zum Preis von 185 Dollar. Die Hälfte der Kunden habe in den letzen Tagen dieses Menu bestellt, sagte "Mélisse"-Chefkoch Ken Takayama der "Los Angeles Times" (Freitagsausgabe). "Nie zuvor in meiner gesamten Kochkarriere habe ich so viel Foie gras gekauft".

In Deutschland ist das Stopfen von Gänsen und Enten - wie in vielen anderen EU-Staaten auch - verboten. Die Überfütterung der Tiere mit Hilfe in den Hals eingeführter Stopftrichter wird als Tierquälerei angesehen. Angesichts des freien EU-Binnenmarkts wird der Import und Verkauf von Foie gras aber weiter zugelassen.

Frankreichs Foie-gras-Industrie ist mit einer Jahresproduktion von rund 20 000 Tonnen mit Abstand die weltweit größte. Bereits 2006 wurde die Delikatesse dort per Gesetz als "Kultur- und Gastronomieerbe Frankreichs" unter besonderen Schutz gestellt.

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25 Meinungen zu "Endgültig: Foie gras verboten"

  • oOschizoidOo
    Samstag, 14.07.2012, 16:03 Uhr
    Wenn man weiß, wie dieses Produkt zustande gekommen ist, sollte doch eigentlich JEDEM bei dem Gedanken sowas zu essen, schlecht werden. Ich hoffe, man hält sich zumindest an dieses Verbot.
  • Lotusknospe
    Montag, 09.07.2012, 17:07 Uhr
    @KugelXYZ "Wer es ums Verrecken nicht wahr haben will, daß Menschen keine Tiere sind, dem ist nicht zu helfen." > Natürlich sind Menschen Tiere. Das ist auch in den Naturwissenschaften nun wirklich nichts Neues. In den Forschungsgebieten, die sich mit dem biologischen Wesen des Menschen beschäftigen kann man dazu mehr lesen. "Da kann man nur sagen dumm geboren und nichts dazu gelernt. Gibts noch mehr solche Ignoranten wie dich?" > Du wirst in öffentlichen Foren sicherlich viele Menschen finden, die sich auf diese seltsame Art mit Dir "unterhalten" wollen. Viel Glück dabei, mir fehlt dazu das Interesse. Bislang hast Du übrigens nichts dazu geschrieben, wie Du darauf kommst, dass wir Menschen keine Tiere seien. Hättest Du dafür Argumente genannt, wäre ich darauf eingegangen - so sah ich keine Notwendigkeit dafür.
  • Lotusknospe
    Montag, 09.07.2012, 16:52 Uhr
    @KugelXYZ "Wir müssen bitte wieder lernen, grundsätzlich zu unterscheiden zwischen "Vegetariern" und "Veganern". Erstere essen durchaus auch mal Fisch bspw. oder Eier." > Die vegetarische Ernährung beinhaltet per Definition keine Tierleichen. Fische sind per Definition Tiere. Jemand der Leichen von Fischen isst, ist also kein Vegetarier. Übrigens habe ich diese Sätze: "Der Mensch ist von Natur aus kein vegan lebendes Wesen. Wäre dies so, dann würde es gar keine Menschen, wie wir sie kennen, geben. Selbst bloß die rein vegetarische Ernährung hätte eine weitere Entwicklung schon Jahrmillionen in eine evolutioniäre Sackgasse geführt." nicht geschrieben. Ich habe sie von einem anderen User zitiert und dann darauf geantwortet.
  • KugelXYZ
    Montag, 09.07.2012, 12:38 Uhr
    Muffinman | 1263 Beiträge @Lotusknospe Der Mensch ist von Natur aus kein vegan lebendes Wesen. Wäre dies so, dann würde es gar keine Menschen, wie wir sie kennen, geben. Selbst bloß die rein vegetarische Ernährung hätte eine weitere Entwicklung schon Jahrmillionen in eine evolutioniäre Sackgasse geführt. Wir müssen bitte wieder lernen, grundsätzlich zu unterscheiden zwischen "Vegetariern" und "Veganern". Erstere essen durchaus auch mal Fisch bspw. oder Eier. Und sie trinken Milch. Letztere ernähren sich nur pflanzlich und oft auch nur von rohen Pflanzen. Aber mit der Aussage, daß auch der Vegetarismus in eine Sackgasse führt liegst du richtig.
  • KugelXYZ
    Montag, 09.07.2012, 12:29 Uhr
    Lotusknospe, kennst du den Satz: Gegen Dummheit (und ich füge hinzu: gegen Ignoranz gewissen Tatsachen gegenüber) kämpfen Götter selbst vergebens. Stammt von Goethe, meine ich. Dieser Satz trifft VOLL UND GANZ auf dich zu. Wer es ums Verrecken nicht wahr haben will, daß Menschen keine Tiere sind, dem ist nicht zu helfen. Da kann man nur sagen dumm geboren und nichts dazu gelernt. Gibts noch mehr solche Ignoranten wie dich?
  • Lotusknospe
    Sonntag, 08.07.2012, 16:11 Uhr
    @KugelXYZ - "Mensch ist kein Tier, war nie ein Tier und wird niemals ein Tier sein!" > Natürlich sind wir Menschen Tiere. Werden wir auch immer sein. "Daß er sich oft genug wie ein Tier benimmt, wissen wir, und das spricht nicht unbedingt für ihn." > Wir benehmen uns immer wie Tiere - da wir Tiere sind. Sowohl in den Momenten, in denen wir Gutes tun, als auch in den Momenten, in denen wir Schlechtes tun. "kann ein Tier DENKEN?" > Ja, natürlich. Angehörige der unserer eigenen Tierspezies beispielsweise. Aber auch bei nichtmenschlichen Tieren sehe ich keinen Grund anzunehmen, dass sie nicht denken könnten. Im übrigen ist die hereingedeutete Abwertung in der Formulierung "Wir sind Tiere" eine Fehldeutung. Wer sich davon abgewertet fühlt, projiziert in der Regel seine eigene Verachtung für nichtmenschliche Tiere in diese Formulierung hinein. Was völlig daneben ist: Tiere sind wunderbare, empfindsame Lebewesen, die es verdient haben, mit Respekt behandelt zu werden. Das gilt für menschliche genauso wie für nichtmenschliche Tiere. :-)
  • KugelXYZ
    Sonntag, 08.07.2012, 15:36 Uhr
    Lotusknospe | 86 Beiträge @KugelXYZ - "der Mensch ist GRUNDSÄTZLICH kein Tier!" > Klar sind wir Tiere. Wir sind Säugetiere. Unsere Familie ist die der Menschenaffen. :-) Die Formulierung "Muttermilch grundsätzlich tierliche Nahrung" ist vollkommen richtig - jedes weibliche Säugetier säugt seinen Nachwuchs mit Muttermilch - darunter auch Menschen. So sorry, aber das ist hirnverbrannte gequirlte Scheiße!!! Der Mensch ist kein Tier, war nie ein Tier und wird niemals ein Tier sein! Daß er sich oft genug wie ein Tier benimmt, wissen wir, und das spricht nicht unbedingt für ihn. Aber DER MENSCH IST DEFINITIV KEIN TIER. Dafür gibt es jede Menge "Beweise". Nur um das allereinfachste herauszugreifen: kann ein Tier DENKEN??? - NEIN! - Aber der Mensch kann! Und so weiter und so weiter und so weiter. Aber Darwin und seine falschen - jawohl falschen! - Rückschlüsse auf seine Beobachtungen sind immer noch nicht verdaut, oder?
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