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01.07.2012, 22:42 Uhr

Spanien mit 4:0 gegen Italien Europameister

Kiew (dpa) - Spaniens Ausnahme-Mannschaft hat ihre große Ära mit einem Abend für die Fußball-Geschichte gekrönt.

Der teilweise brillant aufspielende Welt- und Europameister zerlegte den Deutschland-Bezwinger Italien in einem einseitigen EM-Finale in Kiew mit 4:0 (2:0) und gewann als erstes Team zum dritten Mal in Serie einen großen Titel. Dank der Tore von David Silva (14. Minute), Jordi Alba (41.), Fernando Torres (84.) und Juan Mata (88.) gelang den Spaniern damit ein historischer Erfolg, den nicht einmal die deutsche Jahrhundert-Elf um Franz Beckenbauer in den 70er Jahren geschafft hatte. Italien muss nach einem Auftritt ohne Esprit weiter auf seinen ersten Europameistertitel seit 1968 warten.

"Meine Kumpel haben schon vorher Fußball-Geschichte geschrieben. Und jetzt ist mir das auch gelungen. Ich bin einfach nur glücklich", sagte der strahlende Torschütze Jordi Alba. Cesare Prandelli trug die Niederlage mit Fassung. "Wir haben von Beginn an gesehen, dass sie frischer waren als wir. Wir haben in der letzten Woche sehr viel Energie verbraucht. Es war trotzdem ein fantastisches Turnier. Ich muss meinen Jungs gratulieren", erklärte Italiens Nationalcoach.

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Was waren die Gründe für Deutschlands Pleite im Halbfinale? >

Für die magischen Momente in einem über weite Strecken einseitigen Finale sorgten allein die Spanier, die in Xavi und Andres Iniesta die herausragenden Persönlichkeiten des Spiels in ihren Reihen hatten. Mit ihrem Gala-Auftritt straften die Iberer zudem alle Kritiker Lügen, die ihnen zuletzt unproduktives Ballgeschiebe vorgeworfen hatten. Gegen zögerliche Italiener zeigte das Team brillante Kombinationen, zelebrierte Tempofußball und nutzte seine Chancen eiskalt. Am Ende stand der bisher höchste Sieg in einem EM-Finale.

Damit ging auch das Konzept von Vicente del Bosque auf, der erneut auf einen klassischen Mittelstürmer verzichtet hatte. Torhüter Iker Casillas überstand auch das zehnte K.o.-Spiel in Serie ohne Gegentor und feierte beim spanischen Final-Triumph seinen 100. Länderspielsieg - eine einmalige Marke. Um 22.52 Uhr durfte der Schlussmann den von UEFA-Präsident Michel Platini überreichten EM-Pokal in die Höhe recken.

Drei Tage nach ihrem 2:1-Triumph im Halbfinale gegen Joachim Löws Elf waren die Azzurri nicht wiederzuerkennen. Dem Team um den diesmal wirkungslosen Regisseur Andrea Pirlo fehlte es an Entschlossenheit und Biss. Auch der im Halbfinale gegen die DFB-Auswahl überragende Mario Balotelli fand gegen Gerard Piqué und Sergio Ramos keine Mittel, um seine Stärken auszuspielen.

Mit dem Selbstbewusstsein des Titelverteidigers starteten die Spanier in die Partie und gönnten dem Gegner kaum eine Atempause. Während die Iberer Tempo und Rhythmus der Partie diktierten, lief die Squadra der Musik meist hinterher. In der 10. Minute kam Italiens Abwehr erstmals in Schwierigkeiten, als Xavi nach Doppelpass mit Cesc Fabregas aus 16 Metern zum Abschluss kam, den Ball aber knapp über den Kasten schoss. Vier Minuten später wurde die Hintermannschaft der Azzurri durch einen Musterpass von Iniesta auf Fabregas ausgehebelt. Dessen scharfe Flanke köpfte David Silva unhaltbar für Gianluigi Buffon in die Maschen.

Erst danach gelang es dem vierfachen Weltmeister, die Begegnung etwas offener zu gestalten. In der Vorwärtsbewegung unterliefen Prandellis Team aber zu viele Fehler. So drohte dem spanischen Tor lange Zeit vor allem nach Eckbällen Gefahr. Erst in der 33. Minute hatte Iker Casillas die erste Prüfung zu bestehen, als er einen Distanzschuss von Antonio Cassano entschärfen musste. Die genialen Augenblicke des Spiels lagen indes weiter aufseiten der Iberer. Vier Minuten vor der Pause schickte Xavi mit einem präzisen Anspiel Außenverteidiger Jordi Alba auf die Reise, der den Ball gekonnt an Buffon vorbei zum 2:0 ins Tor schob.

Mit spanischer Dominanz ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter. Nur mit vereinten Kräften konnte die italienische Abwehr Fabregas bei seinem Solo im Strafraum stoppen (48.). Beim Kopfball des eingewechselten Antonio Di Natale machte die Squadra Azzurra zwar noch einmal auf sich aufmerksam, doch insgesamt boten die Italiener in der Offensive zu wenig. Nach einer Verletzung von Thiago Motta musste Italien in den letzten 23 Minuten mit zehn Mann auskommen, weil Prandelli bereits drei Mal gewechselt hatte. Am Ende schraubten die Spanier durch die eingewechselten Torres, der mit seinem dritten Turniertor zugleich Torschützenkönig der EURO wurde, und Mata den Erfolg weiter in die Höhe.

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1160 Meinungen zu "Spanien bleibt Europameister"

  • VonFalkenstein
    Mittwoch, 04.07.2012, 10:46 Uhr
    Tja Mario Gomez immer nur Vize....aber dafür..... hast Du die Haare schön Du hast die Haare schön Du hast, Du hast die Haare schön. Du hast die Haare schön Du hast die Haare schön Du hast, Duhast die Haare schön.
  • Meckernich
    Dienstag, 03.07.2012, 14:01 Uhr
    @ich selbst schrieb auf S.90 "Sagen wir es einmal so: Das den romanischen Völkern eigene Klein-Klein-Spiel hat hier gesiegt; der Ball muß kreiselnd, dribbelnd genial bis ins Tor getragden oder gewurstelt werden. Was haben wir im Strafraum gestern herrliche Wursteleien gesehen!! Das Gegenteil davon, das englische, gradlinige, druckvolle, harte aber faire Spiel, das dieses romanische Getändel ratz-fatz auseinandernehmen könnte, und uns immer in den südlichen Breiten mit Panzerangriffen verglich, haben wir über weite Strecken hin verlernt oder aufgegeben. Kein Wunder bei der Weicheierziehung, wo nur noch Frauen - vom Kindergarten bis zur Schulentlassung - die Hände im Spiel haben." (Irgendein Poster schrieb mir darauf, daß ich das wohl als Satire gemeint habe.) Nein, als völlig realistische Einschätzung unserer momentanen deutschen Spielwiese, die immerhin aus der aktiven Erfahrung und Beobachtung von 62 Jahren besteht. Die Spanier und Italiener und Südamerikaner spielten damals genaus so wie heute und wir haben zu viel von ihnen übernommen: Tolle Dribbelings, Klein-Klein, den Ball genial ins gegnerische Tor tragen. Schüsse aus der 2. Reihe gingen zu 99 % drüber - weil das eben nicht ihr Stil ist. Fußball ist immer auch ein Spiegelbild unserer Erziehung und Gesellschaft! Den Kampfsportarten wird zugunsten irgendwelcher kurzlebiger Modesportarten tunlichst aus dem Wege gegangen. Nicht von der Tribüne aus, wo in steigender Zahl Fettleibige, von Alkoholisierten ganz zu schweigen!, ihr Fan-Dasein hinausgrölen, selbst aber kaum 100m laufen können ohne aus der Puste zu kommen. Amerika läßt grüßen! Sportunterricht in der Schule ist zum "Spielunterricht" verkommen; das ist leicht für den Pauker und erspart Hilfestellungen und fordert ein Minimum an Selbstdiszilin. Mit 14 Jahren machten wir noch eine Hechtrolle über 8 niedergehockte Mitschüler und Bock, Barren, Reck, Ringe forderten uns heraus. Das Spiel gegen Italien war ganz und gar nicht unsere Art Fußball zu spielen - und Schuld daran ist nicht nur der Herr Löw.
  • seher55
    Dienstag, 03.07.2012, 09:15 Uhr
    Sorry! Ich meinte Portugal!
  • PuskasFerenc
    Montag, 02.07.2012, 17:22 Uhr
    @DocRasage - ♪♫ 99 globos rojos Flotando en el cielo de verano Campanas de panico, es la alerta roja Hay algo aquí que viene de otro lugar La maquina de guerra brinca a la vida Abre un ojo ancioso Y lo enfoca en el cielo Y los 99 globos rojos se siguen alejando ... ☺ *** Jo was is den nacha des, - ha, was? ...a Hümne, - .....a Nationalhümne? Des gibds do ned, na da gesd ma oba glei damid, mi leggst ...., - a Nationalhümne, sagd a, füa d´Spanier kenna de übahaupt singa, ja mi leggst ..., d´Spanier und singa ... kenna de ned deitsch? was hoastn des überhaupt ... Hosianna oda so ha, ja drum, .....jetzd wundad mi nix mehr, drum ham de gwunna wen de dauernd Hosianna singa, is des ned a a Doping?? i moa, des mid dem Beistand von obm? Gei i ham mas glei dengt, dass de b´schissn ham de Pazen, ja mi leggst ...,
  • buxevoll
    Montag, 02.07.2012, 16:01 Uhr
    Von wegen die anderen Nationen sind näher an Spanien herangekommen. Es scheint eher, als ob man nie so weit weg vom alten und neuen EM war wie im Moment. Insgesamt eine ziemlich schwache EM mit einem völlig indisponierten Vizeweltmeister Holland, schwachen Franzosen und enttäuschenden Gastgebern. Deutschland hätte eigentlich gegen zwar überaus motivierte, aber von der Qualität der Spieler limitierte Italiener gwinnen müssen, aber aus bekannten Gründen lief in diesem Spiel ja einiges schief. Konkurrenz für Spanien wird bei der WM 2014 wohl eher aus Südamerika kommen.
  • manoman22
    Montag, 02.07.2012, 15:46 Uhr
    SOMOS LOS MEJORES SOMOS CAMPEONES VIVA ESPANA VIVA 3 TITEL IN FOLGE UNERREICHT AUF ZUR EM 2014 LA FURIA ROJA OLE !!!!

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