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16.06.2012, 22:49 Uhr

Tschechen und Griechen im EM-Viertelfinale - Polen und Russen raus

Warschau/Breslau (dpa) - Tschechien und Griechenland haben bei der Fußball-Europameisterschaft das Viertelfinale erreicht, Co-Gastgeber Polen und Russland sind am Samstag dagegen ausgeschieden.

Die Defensivstrategen aus Griechenland haben Russlands Ballkünstler mit 1:0 (1:0) entzaubert. Mit dem ersten EM-Sieg seit dem überraschenden Triumph bei der Fußball-Endrunde 2004 sorgte die Mannschaft von Trainer Fernando Santos für die bisher größte Turnierüberraschung und schickte die Sbornaja auf die Heimreise. Neben Hellas zog auch Tschechien nach einem 1:0 (0:0) gegen Co-Gastgeber Polen in die K.o.-Runde ein. Dort warten als mögliche Gegner Deutschland, Portugal, Dänemark oder die Niederlande. Diese Viertelfinals werden am Donnerstag und Freitag ausgetragen.

Einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Parlamentswahl in Griechenland traf Rekordnationalspieler Georgios Karagounis (45.+2 Minute) am Samstag vor 55 614 Zuschauern im Nationalstadion Warschau. Damit kassierte Russland nach 16 Spielen wieder eine Niederlage.

Der große Spielplan der Europameisterschaft 2012. >

Vor Anpfiff hatte es Befürchtungen vor erneuten Ausschreitungen gewaltbereiter Fußball-Fans gegeben. Bei Krawallen rund um die Partie Polen - Russland hatte es 20 Verletzte gegeben. Tausende polnische Anhänger verfolgten am Abend in der Fan-Zone der Hauptstadt das entscheidende Spiel von Polen gegen Tschechien in Breslau. Zunächst war nichts von Ausschreitungen bekannt.

Trainer Fernando Santos reagierte auf die schwachen Auftritte seiner Mannschaft und änderte die Startformation auf vier Positionen. Unter anderen rückte der frühere Bundesligastürmer Theofanis Gekas nach seinem Treffer gegen Tschechien (1:2) in die Startelf. Bei Russland ersetzte Denis Gluschakow den wegen Magenproblemen ausgefallenen Konstantin Sirjanow.

Griechenland peilte das Ende seiner EM-Negativserie gegen die Sbornaja an. Auf dem Weg zum sensationellen Titel 2004 hatte es in der Gruppenphase ein 1:2 gegeben, vier Jahre später ein 0:1. Hellas' letzter EM-Sieg hatte vom Finale vor acht Jahren datiert.

Anders als in den ersten beiden EM-Partien war Griechenland von Beginn an hellwach. Nach einer Ecke von Kapitän Georgios Karagounis - neben Theodoros Zagorakis mit 120 Einsätzen Rekordspieler - prüfte Konstantinos Katsouranis (6.) Keeper Wjatscheslaw Malafejew. In dem offenen Schlagabtausch setzten die Russen ihre Kombinationsstärke dagegen. Andrej Arschawin (10.) und Alexander Kerschakow (13.) vergaben jedoch ihre Chancen.

Die Partie verlor an Tempo. Die Griechen konzentrierten sich darauf, das Kreativspiel des Teams von Dick Advocaat zu unterbinden. Arschawin & Co. fanden keine Mittel gegen diese Defensive. Zur schmeichelhaften Halbzeitführung traf Karagounis (45.+2). Nach einem Fehler von Juri Schirkow beim Einwurf lief der Kapitän alleine auf Malafejew zu und nutzte das psychologische Moment.

Russlands Tempodribbler taten sich auch nach dem Wechsel schwer: Sie produzierten in der Offensive nur Stückwerk. Der EM-Sieger von 2004 blieb dagegen in der Verteidigung sattelfest. Bitter für Kapitän Karagounis: Seine zweite Gelbe bedeutete eine Matchsperre.

Die Griechen verengten weiter die Räume - Georgios Tzavellas (70.) sorgte mit seinem Kracher ans Lattenkreuz für Gefahr. Russland warf alles nach vorne, doch auch Dsagojew (84.) verpasste. Der eingewechselte Pawel Pogrebnjak (90.+2) vergab auch.

Trotz einer engagierten Vorstellung verlor Co-Gastgeber Polen zum Vorrunden-Finale das Nachbarschaftsduell gegen Tschechien mit 0:1 (0:0) und schlossen die Gruppe A mit nur zwei Punkten als Letzter ab. Dagegen qualifizierten sich die Tschechen dank des Siegtores durch den Wolfsburger Bundesliga-Profi Petr Jiracek (72. Minute) als Gruppensieger für die K.o.-Runde, in der am Donnerstag in Warschau der Zweite der deutschen Gruppe B der Gegner ist. Auch ohne den verletzten Regisseur Tomas Rosicky verdiente sich das tschechische Team den Erfolg durch eine klare Steigerung nach der Pause, während den Polen zunehmend die Puste ausging.

Vor 41.480 Zuschauern - darunter rund 12.000 tschechische Fans - war den Polen der große Erwartungsdruck im "wichtigsten Spiel ihrer Fußball-Geschichte" (Robert Lewandowski) zunächst nicht anzumerken. Getragen von einer nationalen Woge der Begeisterung bot die Elf von Franciszek Smuda Fußball mit Herz und spielte in den ersten 20 Minuten ein klares Plus an Chancen heraus. Im Abschluss zeigten Lewandowski und Co. allerdings altbekannte Schwächen.

In der 10. Minute hatten die polnischen Fans den Torschrei bereits auf den Lippen, als sich BVB-Profi Lewandowski im Laufduell gegen Theodor Gebre Selassie durchsetzte, den Ball dann aber aus kurzer Distanz am Kasten vorbeijagte. Danach vergaben der Bremer Sebastian Boenisch (12.) und Eugen Polanski von Mainz 05 (15.) das mögliche frühe Führungstor.

Petr Cech, der trotz einer im Griechenland-Spiel erlittenen Schulterblessur wieder zwischen den Pfosten stand, konnte sich über mangelnde Beschäftigung auch weiterhin nicht beklagen. In der 22. Minute lenkte der Keeper einen tückischen 20 Meter-Aufsetzer von Boenisch um den Pfosten. Erst als Mitte der ersten Halbzeit ein Wolkenbruch über dem Stadion niederging, ebbte der polnische Schwung merklich ab.

Bei den Tschechen lief im Spiel nach vorne eine Halbzeit wenig zusammen. Das Team von Michal Bilek konnte den Ausfall des an der Achillessehne verletzten Rosicky nicht kompensieren. Der Ex-Dortmunder hatte einen Belastungstest am Morgen nicht bestanden. Die einzige große Möglichkeit vor der Pause vergab der künftige Wolfsburger Vaclav Pilar, der in der 4. Minute frei vor dem Tor am Ball vorbei trat.

Mehr Beschäftigung bekam Polens Ersatzkeeper Przemyslaw Tyton, der den Vorzug vor Rot-Sünder Wojciech Szczesny erhalten hatte, im zweiten Durchgang. Während die Hausherren ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen mussten und in ihren Angriffsbemühungen zunehmend ratlos wirkten, wurden die Tschechen stärker und hatten in der 65. Minute durch Tomas Sivok die erste Möglichkeit zum 1:0. Tyton war bei dem Kopfball des Abwehrspielers aber auf dem Posten. Wenig später scheiterte Milan Baros am polnischen Schlussmann (68.).

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623 Meinungen zu "EM-Aus für Polen und Russland"

  • Goalykeeper
    Dienstag, 19.06.2012, 07:59 Uhr
    @friedelstar - das Spiel wurde verkauft - ???? mit was für oderwessen GELD denn ???HAHAHAHAHAHA
  • wolsch49
    Sonntag, 17.06.2012, 17:26 Uhr
    Das Ausscheiden der ersten beiden Mannschaften, und gerade diese beiden ! - ist schon mal - wenigstens für mich - eine kleine Überraschung. Was aber dieses mal bei diesem Turnier irgendwie auffällt - in ALLEN bisherigen Begegnungen, selbst im Eröffnungsspiel, sind Tore gefallen. Kein Spiel ging 0:0 zu Ende. Finde ich einfach toll.
  • nevella
    Sonntag, 17.06.2012, 17:13 Uhr
    Baseler Du hast dich ja hier "als zurück" eingeführt, ich glaube eher, Du bist ein 2., oder Mehrfachnick, von @puper, oder @nevella, der alte @soccer bist Du nicht! ,-))) Darüberhinaus, @profußball/nevella/ehemals happsion etc., warum wechsels Du deine Nicks, schreibst doch immer den gleichen Müll und kopierst andere Beiträge verfälscht und unterstellst den Usern falsche Aussagen!? ,-))) _________________________________________ Ich denke du solltest doch mal einen Arzt aufsuchen bevor dich die Weißkittel mit Jacke zuhause abholen. Dass du über keinerlei Menschenkenntnis verfügst sieht man ja an deinen ständigen Unterstellungen unter welchen Wechsel-Nick´s ich hier angeblich alles unterwegs bin. Vor allem werden deine Behauptungen durch ständiges wiederholen ja nicht richtiger. Ich habe dir schon mehrfach gesagt dass für dich ein Nick völlig ausreicht. Und mit deinen billigen “happsion“- Verleumdungsversuchen schießt du dir permanent selbst ins Knie. Auch dazu habe ich dir hier bereits mehrfach geantwortet, aber gerne noch einmal zum mitlesen: Deine Frage war: Warum haben sie Dir deinen Nick @happsion eigentlich weggesperrt, der war doch dafür immer zuständig!? __________________________________________ Das kann ich dir sagen: Ein durchgeknallter BVB-Anhänger (nick zwischenzeitlich vergessen) hatte einer Neu-Userin eine PN geschickt und sie in dieser vulgär mit „Du dreckige Fo..e“ (du bevorzugst vermutlich eher die sinnbildliche und stimulierende Schreibweise mit „V“) betitelt. Die Userin hatte diese PN (selbstverständlich mit dem ausgeschriebenen „F-/V-Wort“) in den Thread eingestellt und die Frage gestellt ob das der hier übliche Umgangston untereinander sei. Einige Seiten weiter hatte sich besagter BVB-Depp auch noch lustig über ihre Frage gemacht. Daraufhin hatte ich den Beitrag dieser Userin kopiert und mit ein paar wohl zu „direkten“ Worten angereichert diesem Typ vor den Latz geknallt. Eine Stunde später war ich gesperrt, die Beiträge der Anderen aber noch weiterhin lesbar. Einige Tage später war dann dieser Typ auch gesperrt, taucht aber weiterhin tageweise (bis zur erneuten Sperrung) unter neuem nick auf. Wie du siehst, hat das also null Komma null mit dir selbsternanntem und sich doch liebend gern in Dr.SoccerBaseler umbenennen wollenden und selbst überschätzten Forengott zu tun, der wenn man genauer hinsieht, doch nur über eine sehr überschaubare Anhängerschar verfügt. Wenn du willst darfst du mich auch weiterhin als „Intregrant“ bezeichnen, meine Augen haben sich zwischenzeitlich an diesen schaurigen Anblick gewöhnt. Und wenn du dich auch morgen der Lächerlichkeit preisgeben willst, kannst du mir die Frage gerne erneut stellen, dann bekommst du postwendend die gleiche Antwort.

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