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07.06.2012, 15:30 Uhr

Amnesty kritisiert EM-Gastgeber: Folter und Rassismus

Berlin (dpa) - Kurz vor der Fußball-EM hat Amnesty International die Gastgeberländer an den Pranger gestellt.

Es gebe Folter in der Ukraine und Rassismus in Polen, kritisierte Amnesty-Generalsekretär in Deutschland, Wolfgang Grenz, in einem Interview des Fußballmagazins "11 Freunde". "Die ukrainische Regierung nimmt Menschen willkürlich fest, die in der Haft misshandelt und gefoltert werden. Den Gefangenen droht außerdem ein unfaires Verfahren", sagte er. Im Jahr 2010 habe die Menschenrechtsorganisation 5.000 Beschwerden wegen Misshandlung und Folter in dem Land erhalten.

Westliche Politiker sollten die Europameisterschaft aber keineswegs boykottieren, empfahl Grenz. "Wir denken, dass es gerade wichtig ist, hinzufahren. Nicht, um sich auf der Tribüne neben seinen Ministerkollegen zu setzen, sondern um die Gelegenheit zu nutzen, klare Forderungen zu stellen."

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Auch das EU-Land Polen habe Probleme: "Uns besorgt der zunehmende Rassismus in Polen. In polnischen Fußballstadien kommt es immer regelmäßiger zu fremdenfeindlichen Übergriffen", sagte Grenz. In der politischen Debatte über die Ukraine und Polen werde allerdings "mit zweierlei Maß gemessen, weil die Verbindungen der Bundesregierung zur polnischen Regierung besser sind, als zur ukrainischen."

Die Europäische Fußball-Union UEFA sollte ebenfalls klar Stellung beziehen, forderte Grenz. "Wir hätten es zum Beispiel gerne gesehen, dass die deutschen Nationalspieler Armbinden mit der Aufschrift "Achtet die Menschenrechte!" tragen." Die Statuten der UEFA verböten aber politische Statements. "Das muss sich ändern. Ein Ausspruch zur Wahrung der Menschenrechte darf nicht untersagt werden können", sagte Grenz.

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14 Meinungen zu "Amnesty kritisiert EM-Gastgeber"

  • labfer
    Donnerstag, 28.06.2012, 17:23 Uhr
    Ich frage warum der nicht auf einer karnewalsbühne auftritt,als hier gross den mund auf zu machen,was will der dann überhaupt,spielt sich da als Moralapostel auf.Die Menschenrechte und Meinungsfreiheit müssen erstmal in der ach so Demokratischen BRD-gmbh eingehalten werden.Hier werden nämlich Deutsche Menschen mit anderen Meinungen Mundtot, Abgeurteilt am Besten im schnellverfahren mit langen Haftstrafen weggespärt.Ich finde es eine freschheit sondersgleichen sich da hin zu setzen und das noch als Deutscher sich über irgend was zu beklaken.Das ist reine Schaumschlägerei.Man mus ja mal wieder seinen Senf dazu geben sonst wird es zu langweilig.Die Gut menschen müssen sich ja mal wieder präsentieren und jedem dem Spars verderben.
  • Anonymous1962
    Sonntag, 17.06.2012, 10:14 Uhr
    Der Typ auf dem Foto sieht aber aus, als sei er schon oft gefoltert worden.
  • Ewalt
    Samstag, 16.06.2012, 12:00 Uhr
    Schaut erst mal hier richtig hin in der GmbH Deutschland hinter den Kulissen wieviele Willkürakte , Schikanen und Unrechturteile gefällt werden zb. von Behörden und wie der Bürger mundtod gemacht und erpresst wird !
  • Sinlikez
    Mittwoch, 13.06.2012, 16:56 Uhr
    Zunehmender Rassismus in Polen... Sagt ein Deutscher :-D Amnesty will mal wieder nur Aufmerksamkeit. Große Wort, minimale Handlung. Was fürn Mist..
  • Liger
    Montag, 11.06.2012, 09:48 Uhr
    Mein Gott, was soll das wieder! Amnesty soll sich bitte schön dort einmischen, wo es nötig ist. Lasst doch den Leuten die wunderbar organisierte EM geniessen ohne diese Themen (Rasismus gab es, gibt es und wird es leider geben-auch in Deutschland). Ich war in Warschau bei dem Eröffnungsspiel, es war eine unbeschreiblich tolle Atmosphäre, die Polen sind offen und freundlich, viele sprechen perfekt deutsch, andere perfekt englisch, ich habe mich total prima und willkomen gefühlt, und es gab keinen, aber wirklich keinen Anlaß zu solchen Behauptungen wie im Artikel. Hört auf das ganze Volk zu "bestrafen"!
  • FranckTalkII
    Samstag, 09.06.2012, 09:04 Uhr
    Umfug! Meint er, CIA hätte geheime Gefängnisse und Folterzentren in Ukraine und USA rassismusfrei seit Olympia in Atlanta geworden sei? Er ist selbst ein Rassist und frauenfeindlischer Opportunist.

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