Keine deutschen Politiker bei EM-Auftakt
Höchster deutscher Vertreter am Samstag im Stadion in Lwiw werde der deutsche Botschafter Hans-Jürgen Heimsoeth sein, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach der "Bild"-Zeitung. Der DFB-Chef bedauerte, dass Bundeskanzlerin Merkel "leider nicht" bei den Vorrundenspielen an seiner Seite sein werde. "Wie es im weiteren Turnierverlauf und im Fall einer möglichen Finalteilnahme unserer Mannschaft aussieht, ist noch offen", sagte Niersbach weiter.
Merkel könnte zum möglichen Viertelfinale der deutschen Mannschaft am 21. oder 22. Juni nach Polen reisen. Angesichts des Streits um die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hatte sich die Kanzlerin zuletzt einen Besuch von EM-Spielen in der Ukraine offengehalten. Deutschland trägt dort seine drei Vorrundenspiele aus.
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte am Donnerstag erklärt, sich das Endspiel in Kiew anschauen zu wollen, sofern die deutsche Mannschaft dieses erreicht. Der Ressortchef rechnet sogar mit einem Finalsieg der DFB-Elf. "Ich glaube, dass unsere Jungs richtig gut sind. Und wenn sie in dem Turnier die richtige Spielfreude aufbauen können, dann gibt es ein 2:1 - im Endspiel gegen Spanien", sagte Friedrich der Zeitung "Die Welt".
Von Joachim Löws Team ist auch SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier überzeugt. "Die deutsche Mannschaft besitzt Teamgeist, technische Vollkommenheit und große Spielstärke. Ich bin sicher, das wird fürs Endspiel reichen und wünsche mir natürlich, dass es mit dem Titel klappt", meinte er.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) ging sogar einen Schritt weiter. "Ich bin Optimist, die Deutschen kommen ins Finale (...) und Sie werden gewinnen", sagte er dem Radiosender 104.6 RTL.
Fußball-Deutschland befürwortet einen EM-Boykott der Politiker. 53 Prozent der Befragten halten es für gut, wenn Politiker wegen der Menschenrechtslage auf EM-Reisen in die Ukraine verzichten. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.
3 Meinungen zu "Merkel bei keinem Vorrundenspiel"
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Naresh
Samstag, 09.06.2012, 09:23 Uhr Ach, fährt(fliegt) unsere oberste Scheffin nicht hin. Ja nachdem was auf politischer Seite passiert wahrscheinlich auch das beste, auf der einen Seite, auf der anderen spielen unsere Jungs aber dort. Nein, ist auch die richtige Entscheidung. Aber Gerechtigkeit gibt es auch bei uns nicht wirklich....Ach habt viel Spaß und Spannung heute Abend sage ich einfach mal. Wenn unsere Jungs heute Abend annähernd so spielen wie die russischen Jungs über weite Strecken gestern Abend, kann es nur gut werden...:-)
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