Spaniens magische Offensive zaubert wieder
Die zuletzt etwas müde wirkenden Mittelfeld-Stars Xavi und Andrés Iniesta legten mit ihrem berauschenden Kombinationswirbel und ihren genialen Pässen beim 4:0 (2:0)-Triumph den Grundstein für das Titel-Triple und die Tore durch David Silva, Jordi Alba, Fernando Torres und Juan Mata.
Gab es nach dem mühsamen 4:2-Sieg im Elfmeterschießen gegen Portugal im Halbfinale am teilweise pomadigen Ballgeschiebe noch Kritik, zeigte vor allem die Kreativ-Abteilung gegen die zeitweise konsterniert wirkende Sqaudra Azzurra in Kiew einen unglaublichen Ideenreichtum und bemerkenswerte Zielstrebigkeit.
Vor allem der unumstrittene Regisseur Xavi und sein kongenialer Partner Iniesta sorgten mit ihren Raffinessen für Entzücken und Begeisterung im weiten Rund des Olympiastadions der ukrainischen Hauptstadt. Mal im traditionellen "Tiki taka"-Stil mit blitzschnellen Ballstafetten, mal mit überfallartigen Steilpässen in die Tiefe hebelten sie die italienische Defensive ein ums andere Mal aus.
Der erneut als Not-Neuner nominierte Fàbregas und der immer wieder von der rechten Außenbahn gefährlich ins Sturmzentrum vorstoßende Silva bildeten dazu die ideale Ergänzung. Nicht von ungefähr brachte Silva die "selección" mit einem wuchtigen Kopfball nach toller Vorarbeit und Flanke von Fàbregas in Führung (14. Minute). Xavi bediente dann Jordi Alba mit einem genialen Pass in die Tiefe vor dem 2:0 (41.) und später auch noch den eingewechselten Torres (84.).
Das Barcelona-Duo Xavi und Iniesta widerlegte in dieser märchenhaften lauen Sommernacht auch die Mär vom angeblichen Ende der spanischen Fußball-Philosophie. Dass maximaler Ballbesitz und Dauerkombinationen keinesfalls langweilig sein müssen, demonstrierten sie eindrucksvoll während der gesamten 90 Minuten.
Dass die Torschützen Silva und Fabregas etwas früher ihre Abendschicht beenden durften, war für beide an diesem denkwürdigen Abend zu verschmerzen. Trainer Vicente del Bosque gönnte Pedro (59.) und Torres (75.) auch noch ein paar Finalminuten. Torres genügte das, um sich auch noch den Titel des Torschützenkönigs zu sichern.
Dank der Kreativ-Dominanz durch Xavi und Iniesta blieben die gegen Deutschland noch so genial auftrumpfenden Andrea Pirlo, Mario Balotelli und Antonio Cassano völlig wirkungslos. Die spanischen Fans feierten schon Mitte der zweiten Halbzeit und huldigten ihrer Nummer sechs vor einem Eckball mit Verbeugungen und Iniesta-Rufen.
Bei seiner Auswechslung vier Minuten vor dem Ende gab es sogar einen Sonderapplaus von Coach del Bosque. Iniesta winkte kurz ins Publikum - und durfte den vierten Treffer durch Juan Mata (88.) von der Bank aus bejubeln.
2 Meinungen zu "Spaniens Stars zaubern wieder"
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Fried
Montag, 02.07.2012, 12:37 Uhr Spanien kam nur mit Hilfe des deutschen Schiries Kraft gegen Kroatien im Viertelfinale weiter. Im Halbfinale hatte Spanien viel Glück, dass Ronaldo ständig seine Knaller weit über die Querlatte donnerte und im Elfmeterschiesen gar nicht antrat. Zweifelsohne spielt die Spanien-Auswahl den besten Fußball, wie sie ihn gegen Irland und Italien gezeigt haben. Sie haben, nach dem Italein sich selbst auf zehn Spieler reduzierte, mit dem Druck merklich nachgelassen. Das fand ich sehr sozial. Die Deutschen könnten auch dagegen halten, wenn sie nur wollten. Diese Schanze haben sie leider verkauft. sie können jeden schlagen, wenn sie wollen. Aber sie wollten allerdings was anderes. Wenn sie 2014 schwach werden, wird wieder nichts draus. Könnte sein, dass nicht nur Bestechungsmillionen eine Rolle spielen, sondern womöglich auch noch Politik. Wer etwas Ahnung von Fußballspielen hat, dem müßten eigentlich die Augen aufgehen. -
insuperable1
Montag, 02.07.2012, 10:41 Uhr im fußball darf u sollte man nicht das "mathematische-transitive gesetzt" wer viel besser ist als seinen rivalen muß ebenfalls sein gegenüber denen, die schwächer sind als jener verlierer! aber fakt ist; wir haben italien schon net respektiert und unsre planung ging n. sieg vs griechen richtung spanien, bzw. wo die siegesparty stattfinden sollte; frankfurt? or berlin?, münchen, wo unsre helden meist herkommen?und dann kam die realität; italien gewann net nur sondern erniedrigte uns! wir sahen kein licht im horizont; auch wenn 2:1 das nicht so reflektiert! nun werden sie wiederum noch schlimmer deklassiert/erniedrigt von den iberern; fazit: wie hoch hätten uns diese in die wüste geschickt? ich bin froh, daß es nur vs italien ging!
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