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30.06.2012, 16:21 Uhr

Platini-Idee: EM 2020 in mehreren Ländern

Kiew (dpa) - UEFA-Präsident Michel Platini hat die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine als "fantastische EM" gelobt und für das Turnier in acht Jahren mit einer revolutionären Idee überrascht.

Anstatt in einem Land oder zwei Gastgebernationen zu spielen, schlug der Chef der Europäischen Fußball-Union ein Turnier in mehreren Staaten Europas vor. "Ich könnte mir die EURO 2020 in ganz Europa vorstellen. Man könnte in 12 oder 13 Städten in ganz Europa spielen", sagte Platini in Kiew.

Das UEFA-Exekutivkomitee werde darüber diskutieren und spätestens im Januar 2013 eine Entscheidung treffen. "Es ist nur eine Idee, wir werden eine offene Diskussion führen. Mir gefällt dieser Gedanke", betonte der 57 Jahre alte Franzose am Tag vor dem EM-Finale zwischen Spanien und Italien im Olympiastadion der ukrainischen Hauptstadt.

"Die beiden Mannschaften im Finale haben insgesamt den besten Fußball gespielt", sagte Platini. "Das große Überraschungsteam war Italien", betonte der frühere Profi von Juventus Turin. Zum Abschluss der ersten Europameisterschaft im früheren Ostblock lobte Platini die beiden Gastgeber und räumte ein Gefühl der Erleichterung ein.

"Es lastete großer Druck auf meinen Schultern. Heute bin ich etwas entspannter und ruhiger", sagte der frühere Weltklasse-Profi. "Dieses Turnier wird in Erinnerung bleiben. Polen und die Ukraine können stolz sein. Noch nie hat eine Europameisterschaft ein solch wichtiges Erbe hinterlassen." Platini hob die "einzigartige Atmosphäre" während der drei Turnierwochen hervor.

"Wir haben Spiele gesehen voller Klasse und Respekt", sagte der Europameister von 1984 und betonte: "Die Menschen in beiden Ländern haben großen Enthusiasmus bei der Organisation gezeigt."

Das UEFA-Exekutivkomitee beschloss bei seiner Sitzung in der ukrainischen Hauptstadt, dass die Fans des irischen Nationalteams einen Sonderpreis für ihr Auftreten während der EM erhalten. "Herr Platini wird nach Irland reisen und den Fans einen Special Award überreichen", sagte UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino. Über die genaue Art der Auszeichnung machte die UEFA zunächst keine Angaben.

Trotz des schweren Fehlers des ungarischen Torrichters im letzten Gruppenspiel zwischen der Ukraine und England (0:1) verteidigte Platini erneut vehement das Experiment mit den zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten. "Ich bin gegen Technik im Fußball. Wo hören wir auf? Haben wir dann auch bald technische Hilfsmittel, um Abseits zu erkennen oder um zu sehen, ob der Ball im Toraus war?", fragte der engagierte Verbandschef.

Die UEFA-Exekutive forderte den Weltverband FIFA und die Regelhüter des IFAB zu einer weiteren Diskussion über die mögliche Einführung von technischen Hilfsmitteln wie Torkamera oder Chip im Ball auf, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Das IFAB will eigentlich am kommenden Donnerstag einen Beschluss fassen.

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11 Meinungen zu "Platinis revolutionäre Pläne"

  • niewiedertoyota
    Freitag, 06.07.2012, 13:13 Uhr
    "Die beiden Mannschaften im Finale haben insgesamt den besten Fußball gespielt" Platini: entweder Du hast von Fußball keine Ahnung oder Du kannst die Deutschen nicht leiden. Ich denke letzteres.
  • altborusse
    Freitag, 06.07.2012, 11:48 Uhr
    Herr Platini, ich bin enttäuscht von Ihnen. Wie kann man auf die Idee kommen, eine EM in 12 oder 13 Ländern stattfinden zu lassen. O.K. Ich sitze eh lieber vor dem TV, ist halt gemütlicher. Aber das ein Fan zum ersten Spiel seiner Elf nach Madrid, zum 2ten nach Moskau und zum 3ten nach Göteborg, das Viertelfinale in Istanbul, Halbfinale in Dortmund, Finale in Athen, dieser Gedanke ist schon sehr abenteuerlich und irreal. Wer soll das bezahlen, wer hatt soviel Geld? Kümmern sie sich lieber mehr um die Schuldenligen in England, Spanien, das wäre ihre Aufgabe. Es gibt Staaten die müssen sich Geld bei der EU erbetteln, weil ihre Fussball Vereine ihre Steuern nicht bezahlen. Da haben sie Arbeit genug.
  • Erdmoebel
    Freitag, 06.07.2012, 08:44 Uhr
    Wo war denn Herr Platini bei der EM ? Ich jedenfalls habe nur sehr wenige Spiele "voller Klasse" gesehen. Ganz im Gegenteil war das spielerische Niveau im Schnitt ziemlich grauenvoll. Und welches "wichtige Erbe" hat diese EM hinterlassen ? Vielleicht die Legitimation dafür, dass die EM demnächst mit 24 Mannschaften stattfindet, damit Island die spielerische Qualität erhöhen kann ?! Oder eine EM in 13 europäischen Städten ! Hammeridee ! Insgesamt glaube ich, dass Herr Platini mittlerweile auch von den "Blattern" befallen ist ! Nur weiter so !
  • rentier46
    Mittwoch, 04.07.2012, 16:10 Uhr
    Es ist schon eigenartig, dass bei den großen Sportverbänden Leute in Spitzenpositionen sind, welche im Verdacht stehen Vetternwirtschaft zu betreiben und unter Korruptionsverdacht stehen.
  • Dnreb
    Sonntag, 01.07.2012, 14:58 Uhr
    Der wär besser nichr "Präsident" der Uefa geworden, ein Beispiel für einen überragenden Fußballer, aber ebenso überragend im "spinnen". Wenn es nach ihm ginge würden die künftigen Euros noch Mondäner, noch viel teurer und die Offiziellen könnten sich nebenbei Europa ansehen................. ist eben alles nur Eternite, Platinite, Pfefferminztee
  • Miou01
    Sonntag, 01.07.2012, 11:00 Uhr
    was will er nur? profitgierige Haie müssen sich halt bewerben für ein grosses Tunier und die Zeit abwarten!für die Ausrichtung eines grossen Tunieres sollten in erster Linie die Ausrichter profitieren so wie die Bevölkerung des jeweiligen Staates und das war immer gut so. und irgendwie auch spannend. Irgendein Stadion musste von der Ukrainischen Seite abgerissen werden und noch mal gebaut werden weil das Fundament sich absenkte.dank Kontrollen wurde es zum Glück nicht vertuscht.aber solche Dinge können bei einen Plan wie es Platini hat auch schief gehen(mangels Kontrolle wegen der Vielzahl an Ausrichtern). Aber wer so ein Plan als ehemaliger Fussballer hat muss auf diese Schnapsidee gelenkt worden sein.was anderes als das wieder Geld im spiel ist kann ich mir nicht vorstellen.

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