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17.06.2012, 18:59 Uhr

Kroaten verurteilen das Fehlverhalten ihrer Fans

Zagreb (dpa) - Der kroatische Fußballverband hat sich von den rassistischen Bekundungen eines Teils seiner Fans bei der EM distanziert. In einer Stellungnahme verurteilten die Osteuropäer das Fehlverhalten "scharf".

Gleichzeitig appellierte der Verband an die Europäische Fußball-Union (UEFA), das Nationalteam von Trainer Slaven Bilic nicht für die Taten von "Hooligans" zu bestrafen, "die von allen Sportveranstaltungen ausgesperrt werden sollten".

Die UEFA hatte am Samstag ein neues Ermittlungsverfahren gegen die Kroaten eingeleitet. Nach dem 1:1 gegen Italien am Donnerstag in Posen muss sich der kroatische Verband vor dem Disziplinar- und Kontrollausschuss verantworten. Grund sei das Zünden von Feuerwerkskörpern und das "ungebührliche Verhalten" einiger Zuschauer (rassistische Gesänge, rassistische Symbole) während der EM-Partie, hieß es in einer UEFA-Mitteilung. Der Disziplinarausschuss wird an diesem Dienstag darüber verhandeln.

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Auch Nationaltrainer Slaven Bilic zeigte sich erbost über das Verhalten jener Zuschauer. "Ich bin als Elternteil und religiöser Mensch davon irritiert. Kroatien ist ein sehr tolerantes Land, alle sind willkommen. Aber derartige Fans will niemand in seinem Land haben", urteilte der 43-Jährige am Sonntag einen Tag vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Spanien in Danzig. Bilic, der nach der EM zum russischen Spitzenteam Lokomotive Moskau wechselt, betonte: "Wir müssen sie (diese Fans) stoppen."

Erst am Freitag hatte die UEFA den kroatischen Verband zu einer Geldstrafe von 25 000 Euro verurteilt. Bei der ersten EM-Partie gegen Irland (3:1) hatten Fans in Posen Feuerwerkskörper gezündet und Pyrotechnik abgebrannt. Zudem war ein kroatischer Anhänger zur Bank von Coach Bilic gerannt.

Alle News vom: 17. Juni 2012 Zur Übersicht: EM 2012

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