Nicht für die Ewigkeit
Diese Farben fressen sich durch die CD-Schichten und zerstören die Scheiben. Aber auch bei aktuellen CDs können zu kalte Aufbewahrung, direktes Sonnenlicht oder ein versehentliches leichtes Biegen zum langsamen Exitus führen.
Wie gefährdet sind selbst gebrannte CDs?
Hier ist die Gefahr noch deutlich größer. Selbst gebrannte CDs geben sogar oft schon nach zwei bis fünf Jahren ihren Geist auf. Denn sie werden durch ein anderes Verfahren beschrieben als Kauf-CDs und sind deshalb noch viel anfälliger. Das gilt besonders für Billig-Rohlinge - greifen Sie lieber zu Markenware!
Problem: Vielzahl der Formate
Aber nicht nur deswegen sind selbst erstellte DVDs zur langfristigen Sicherung von Musik oder anderen Daten problematisch. Denn: Wegen der Vielzahl der Formate und der sensiblen DVD-Laufwerke können Sie nie sicher sein, welches Laufwerk welche Scheibe tatsächlich liest. Mögliche Folge: Ihr alter Rechner geht kaputt, Sie kaufen sich einen anderen Computer - und der neue PC akzeptiert Ihre DVD-Back-ups nicht mehr.
Wie sichert man Daten und Musik langfristig?
Erstellen Sie von wichtigen CDs so bald wie möglich eine Sicherungskopie auf einer zweiten, neuen CD. Wiederholen Sie diese Prozedur etwa alle drei Jahre. Dazu noch einige Tipps: Wählen Sie beim Brennen nicht die maximal angebotene Geschwindigkeit, sondern höchstens die Werte "8x" oder "12x". Dadurch dauert der Vorgang zwar länger, es steigt jedoch die Haltbarkeit und die Fehlerhäufigkeit sinkt. Bewahren Sie CDs nicht zu kalt, warm oder feucht auf. 15 bis 20 Grad im dunklen Schrank sind ideal. Beschriften Sie Ihre Selbstgebrannten nur mit speziellen Stiften oder Etiketten, die für CDs geeignet sind. Andere Substanzen können sich durch die hauchdünne Schutzschicht fressen.
Besser eine externe Festplatte
Und für wichtige Daten sollten Sie statt CDs oder DVDs lieber eine externe Festplatte als Sicherungsmedium wählen. Aber auch das Back-up auf einem Internetserver, der sogenannten "Wolke", ist eine Alternative.
© Axel Springer AG
7 Meinungen zu "Alles sicher archiviert? "
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BoB750
Donnerstag, 09.02.2012, 09:29 Uhr Im Büro hatten wir auch immer wieder Probleme mit unserem Backup. Selbstgebrannte CDs funktionieren schon nach wenigen Jahren nicht mehr. Schlimmer war es früher noch mit Zip-Disketten oder Bandlaufwerken. Das Backup mit einer Externen Festplatte war auch nicht so toll. Die ist schon nach zwei Jahren verreckt. Also haben wir uns jetzt doch entschlossen die „cloud“ zu nutzen. Mit der „dropbox“ sind jetzt drei Computer verbunden. Alle wichtigen Dateien werden dort gespeichert. Die wird dann sofort und automatisch auf die Dropbox hochgeladen. Und nach nur wenigen Sekunden ist die Datei dann auch auf den anderen zwei Computern vorhanden. Auf die Art gibt es die Datei dann viermal. Auf den drei lokalen Computern und in der cloud. Sicher haben viele Bedenken so einen Dienst zu nutzen. Ein leicht ungutes Gefühl habe ich auch dabei. Aber funktionieren tut es einwandfrei. Einmal hat es uns schon extrem viel gebracht. Die Festplatte in einem der drei Rechner hat von jetzt auf gleich den Geist aufgegeben. Über ein zuvor erstelltes Image konnte der Computer mit Programmen etc. wiederhergestellt werden. Natürlich auf eine neue Festplatte. Mit der Dropbox synchronisiert. Und schon konnte man weiterarbeiten. -
GH12109
Donnerstag, 09.02.2012, 08:53 Uhr @ Mathekatze: Klar, man will ja alles offenlegen! -
GH12109
Donnerstag, 09.02.2012, 08:51 Uhr Laut neuester Gesetzgebung nicht mehr erlaubt. Also schnell mal in die Zeitmaschine steigen und in die 80eer zum Einkaufen! An die "Daumen-nach-unten-Drücker": das war Sarkasmus. Bei Wikipedia nachlesen, Lesen müsste man schon können. -
Azze
Donnerstag, 09.02.2012, 08:49 Uhr Tja, wieder mal der Beweis dafür, dass vermeintliche technische Verbesserungen in Wirklichkeit einen Rückschritt bedeuten können. Die alten Vinyl- oder gar Schelllackplatten wird man auch in 100 Jahren noch abspielen können, vorausgesetzt, man geht pfleglich mit ihnen um. Die werden wenigstens nicht von alleine schlechter. Das gleiche - auch wenn's nicht zum Thema passt - sind die LED-Lichter an Autos. Wegen etwas Einsparungspotenziel beim Strom muss man als Käufer die wahnwitzigen Kosten bei Austausch der Dinger in Kauf nehmen, nur weil da noch Elektronik drin steckt und die Teile natürlich nur als komplette Einheit zu bekommen sind. Waren das noch Zeiten, als man die Gläser und Birnen noch einzeln kaufen konnte. Und wenn ich hinter so einem Auto fahre, dann nervt mich das Geflimmere. Super Verbesserung gegenüber der Glühbirne... -
highwayrocker
Mittwoch, 08.02.2012, 14:35 Uhr @fhexcvbin: Japp das sehe ich ebenso. Hat sich hier wieder mal ein Klugscheisser ausgelassen. Wenn ich für meine ganzen CD´s von früher Sicherungskopien erstellen würde, währe das ein extrem zeitaufwendiges Hobby. Abgesehen davon - selbst Festplatten sind nicht unbegrenzt haltbar, geschweige denn sie fallen einem mal runter. Also alles doppelt und dreifach "sichern". Wieviel Jahre fährt man dann wohl ein....? Wer einen Internetserver als Alternative wählt kann seine Daten ja gleich beim Verfassungsschutz und co. einreichen....! Wie man in der Vergangenheit gesehen hat ist die Bezeichnung Datenschutz ein weit auszulegender Begriff und wird von allen Seiten mit Füßen getreten. Also dann - immer schön sichern...! -
fhexcvbin
Mittwoch, 08.02.2012, 13:42 Uhr so, so, die gepressten CDs gehen also mit der Zeit kaput und ich soll eine Sicherungskopie erstellen. Wie gut, dass unsere tolle Regierung das umgehen von Kopierschutzmaßnahmen unter Strafe stellt... -
mathekatze
Mittwoch, 08.02.2012, 13:04 Uhr "Aber auch das Back-up auf einem Internetserver, der sogenannten "Wolke", ist eine Alternative." Das wird erst dann zu einer echten Alternative, wenn einerseits Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet sind und zum Anderen Internetzugang schnell UND bezahlbar ist. Wollte ich meine Fotosammlung von rund 20000 Fotos, durchschnittlich je 4 Mebibyte groß, irgendwohin hochladen (mit 75 kibibit pro Sekunde), dann wäre ich zwölfeinhalb Tage lang beschäftigt.
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