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22.02.2012, 14:12 Uhr

Apple lässt Kamerateam in Foxconn-Fabrik in Kooperation mit

Apple nimmt die Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferfirmen ernst, versichert CEO Tim Cook. Ein Kamerateam des Senders ABC hat die erste Inspektion der FLA bei Foxconn begleitet.

Von Peter Müller

Apple bemüht sich ernsthaft um Transparenz, die Inspektion des Fertigungsbetriebes von Foxconn durch die Fair Labor Association hat der iPad-Hersteller von einem Kamerateam des Senders ABC begleiten lassen. Die Filmcrew durfte dabei nicht nur die Arbeiter beim Zusammenbau von iPhone, iPad und Macbook filmen, sondern bekam auch einen Blick in die Unterkünfte und die Lebensumstände der Arbeiter gewährt. Die Bilder sind zwiespältig: Der Zusammenbau von iPhone und iPad ist viel Handarbeit, die von meist sehr jungen Leuten (aber keinen Minderjährigen) verrichtet wird, die auf Stühlen zusammengekauert an langen Fließbändern sitzen. Der Zwölfstundenarbeitstag werde durch eine zweistündige Mittagspause in der Großkantine unterbrochen, wer sein Mahl schneller zu sich nehme, habe mehr Ruhepausen, im Sitzen schlafend. Die Unterkünfte belegen meist acht Menschen pro Zimmer.

Die Nachfrage nach Jobs bei Foxconn ist aber insbesondere bei der Fertigung von Apple-Produkten groß, Foxconn stellt Arbeiter in Massen ein. Die Löhne habe Foxconn seit der Selbstmordserie der vergangenen Jahre etwa verdoppelt, das von den jungen Leuten erwirtschaftete Geld helfe deren Familien in armseligen ländlichen Gegenden, wie das Kamerateam recherchierte. Einige Arbeiter gaben vor der Kamera Auskunft über ihre Wünsche nach höheren Löhnen, mehr Platz in den Unterkünften und niedrigeren Preisen in der Kantine, doch vermittelt der Beitrag nicht, dass die Foxconn-Arbeiter mehrheitlich unzufrieden wären. Apple bemüht sich um Weiterbildung seiner Arbeiter, etwa mit Englischkursen, auch einen Sportplatz stellt Foxconn für die Freizeit bereit.

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Arbeitsbedingungen bei Zulieferern sollen verbessert werden. >

Dass Apple auf die Bezahlung der Arbeiter offenbar Einfluss hat - und den wohl auch ausgeübt hat - bestätigte indirekt ein Foxconn-Sprecher dem Fersehteam. Wenn Apple eine Lohnverdoppelung für seine fleißigen Helfer haben wollte, würde das Foxconn begrüßen, die Manufaktur würde dadurch noch attraktiver für Arbeiter.

Apple als starke Marke müsse bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen voran gehen, meinen auch die von ABC befragten Inspektoren der FLA. Neidisch auf die für Apple fertigenden Kollegen schauen andere Arbeiter, die jüngst ihrer Forderung nach höheren Löhnen und besseren Bedingungen mit einer kollektiven Selbstmorddrohung Nachdruck verliehen hätten.

Dass die den Inspektoren gezeigten Szenarien aber nicht der vollen Wahrheit entsprächen, ist der FLA bewusst, natürlich zeige Foxconn auch eine "Show". Dennoch werde der für März angepeilte Bericht objektiv sein, jedwedes "whitewashing" würde man ihm sofort ansehen, versichert der FLA-Inspektor. Den Beitrag zeigt ABC derzeit auf seiner Website .

© Macwelt

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