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01.02.2012, 14:44 Uhr

Schutz gegen Burnout: Mit sich selbst im Reinen sein

Heidesheim (dpa/tmn) - Macht jemand einen Job, der nicht seinen Fähigkeiten entspricht, kann das zu einem Burnout führen. Menschen, denen der Berufsalltag schwer fällt, sollten ihr Handeln hinterfragen und sich womöglich verändern, rät Burnout-Experte Jörg-Peter Schröder.

Wer seinen Job nicht mag, müsse sich jeden Tag aufs Neue verstellen, sagt Jörg-Peter Schröder aus Heidesheim. Diese Verstellung koste viel Energie und erzeuge großen Stress. "Arbeitet etwa jemand im Controlling, obwohl er ein kreativer Typ ist, hat er permanent Stress. Denn für die Arbeit muss er genau sein. Ihm fällt das aber nicht leicht. Dafür kann er aber gut neue Ideen generieren", so Schröder. Nichts helfe daher besser gegen einen Burnout, als einen Job zu machen, der im Einklang mit den eigenen Fähigkeiten steht.

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"Das klingt erst einmal banal, aber viele Leute machen einen Job, den sie nicht mögen", erklärt Schröder. Er empfiehlt, schon bei der Studienwahl darauf zu achten, dass ein Job gewählt wird, der einem Spaß macht. Denn auf Dauer könne ein Studium, das allein aus Sicherheitsgründen gewählt wird, krank machen. Außerdem rät er zu Praktika, um zu testen, ob einem der Arbeitsalltag leicht von der Hand gehe. "Wenn man merkt, dass es einem schwer fällt, dann ist man da vielleicht nicht richtig", so Schröder.

Stellen Erwachsene fest, dass der Beruf ihnen keinen Spaß macht, sollten sie versuchen, sich beruflich zu verändern. "Geht das aus irgendwelchen Gründen nicht, muss man die Zähne zusammenbeißen. Dann sollte man aber auch dazu stehen, dass man sich gegen eine berufliche Veränderung entschieden hat", sagt Schröder. Denn nichts sei so ungesund, wie auf Dauer ein Leben zu führen, das man eigentlich nicht führen will.

Aber auch im täglichen Bürochaos, abseits von den großen Entscheidungen, könnten Arbeitnehmer einiges tun, um sich vor einem Burnout zu schützen. "Man sollte versuchen, jeden Tag aufs Neue die Frage beantworten zu können: 'Wieso mache ich das eigentlich?'", so Schröder. Er rät auch, etwa vor Konferenzen einen kurzen Moment inne zu halten und sich zu sammeln. "Man sollte nicht abgehetzt irgendwo auftauchen, sondern lieber kurz innehalten und sich fragen: 'Was will ich überhaupt?'"

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7 Meinungen zu "Schutz gegen Burnout "

  • dreivor12
    Samstag, 03.03.2012, 09:16 Uhr
    jo, auch 2-3 400 euro-jobs,die manche leisten müssen, um zu überleben. es wird heute in jedem job so viel verlangt und erwartet.......gewertschätzt wird nichts!!!eher noch einen auf die mütze, um noch mehr zu leisten......ganz ab von der bezahlung. oder, wenn man mitbekommt, dass ein ehrensold von fast 100.000 p.a. plus vielerlei zusätzlichen boni für bodygards und dienstauto, etc. an einen lügner des staates gehen, der sowieso genug zum leben hat. die arbeiterin im altenheim (einer der härtesten jobs; sancho, geh mal gucken und dort arbeiten) ißt eine frikadelle und wird gekündigt...hallo, wo sind wir denn eigentlich??????? .....kinderarmut in deutschland....... .....rettungsschirme für bank und politik....k*** ich kann es nicht fassen. das kann einem wirklich die kräfte und mehr rauben. gebe strinity vollkommen recht.....
  • JackFun
    Freitag, 03.02.2012, 11:12 Uhr
    Das hat mit Sicherheit nichts mit Null-Bock zu tun. Früher war nicht alles besser und die Menschen waren auch nicht alle zufrieden und glücklich. Es gab ebenfalls verzweifelte Leute. Heute muss noch dazu alles schneller, höher, weiter gehen. Wer nicht mit dem Strom schwimmt, bleibt auf der Strecke und wird auch noch verhöhnt. Ein allgemeines Ellenbogendenken weitet sich aus. Im Kleinen fängt es schon hier im Forum an, dass diejenigen, die nicht so "stark" sind, runtergemacht werden. Im Übrigen kenne ich viele ältere Leute, die heute sagen, sie wären froh gewesen, wenn man sich um deren Psyche gekümmert hätte. Nur wäre so ein Gedanke früher ebenfalls ins Lächerliche gezogen worden. Früher wurde ebenfalls auf Leuten rumgetrampelt, die schon auf dem Boden lagen - nur heute geschieht es mit anderen Mitteln.
  • Sancho5
    Freitag, 03.02.2012, 07:59 Uhr
    :D ja klar tu das mit dem Alter ab. Ist ja scheiss egal, dass Burnout eine Erfindung der heutigen Generation ist. Und ausserdem hiess es doch immer dass die Älteren alle viel härter im nehmen waren. Aber klar, wer auf so eine Art argumentiert und sich vor einer Diskussion drückt der drückt sich auch vor Arbeit und behauptet er hat Burnout. Schönen Arbeitstag noch ;)
  • benutzer
    Donnerstag, 02.02.2012, 17:16 Uhr
    burnout... lächerlich. scheint eine modekrankheit geworden zu sein, die sich all diejenigen andichten, die auf job eh keinen bock haben
  • Facharbeiter
    Donnerstag, 02.02.2012, 16:20 Uhr
    strinity | 409 Beiträge Hallo Sancho5, Hallo strinity, ich gebe Dir komplett recht und bei Sancho liegt es wohl auch am Alter, er weiß es noch nicht besser!
  • strinity
    Donnerstag, 02.02.2012, 16:12 Uhr
    Hallo Sancho5, vielleicht bist Du einer der wenigen Glücklichen dieser Gesellschaft, dem es möglich ist einer Tätigkeit nachzugehen, die ihn nicht täglich abverlangt gegen seine Fähigkeiten zu agieren. Als ich 25 Jahre alt war, kannte man den Ausdruck "Burnout" nicht. Doch war es auch damals bereits existent. Für mich ist dieser Begriff nur dazu erfunden worden um das Stigma einer psychischen Erkrankung zu etablieren. Dass es heute keine Seltenheit mehr ist depressiv zu werden, liegt wohl daran dass das Volk immer heftiger unter dem politisch geprägten Dilemma leidet, wenig bis nichts für ihre Mühen zu bekommen. Sei es finanziell, ideell oder existentiell. Auch das "Miteinander" bleibt mehr und mehr auf der Strecke. Das Wort "Verdienen" hat seinen Sinn längst verloren. Denn während sich einige Wenige an der Masse bereichern, wird diese von ihnen regelrecht "beackert" und "gemolken", auch wenn kaum noch etwas herauszuholen ist. Sancho5, ich wünsche Dir und denen die ebenfalls keine Ahnung davon haben wie krank eine "ungeliebte Arbeit" machen kann, dass das so bleibt. Doch verurteilt nicht Diejenigen, die sich lange bemüht haben dieser verqueren Gesellschaft gerecht zu werden bis es nicht mehr ging. Zum Artikel sei noch gesagt; die Chance sich für eine angemessene Tätigkeit zu entscheiden oder gar sich beruflich zu verändern, scheitert bereits an der Lüge der Chancengleichheit in diesem Land. Ohne Kapital ist es schier unmöglich derartiges anzugehen. Heute zählt nun mal nur das Geld. Das Individuum hat zu funktionieren. Wenn dieses dann "ausfällt", bereichern sich wiederum Andere daran.
  • Sancho5
    Donnerstag, 02.02.2012, 13:28 Uhr
    Als nächstes gibt es noch Tipss dagegen wie man morgens nicht mehr müde ist oder was? Ich bin immer noch der Meinung dass Burnout einfach nur ein Gespinnst unserer Null bock auf Garnichts aber über alles meckern Generation ist.
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