Job-Etikette - So verhält man sich im Job korrekt
Im Job lauern jede Menge Fettnäpfchen - Experten wissen, wie man die vermeiden kann. © Imago/INSADCO
Für die Umsetzung beruflicher Ziele Termine setzen
Für ein neues berufliches Ziel sollten sich Arbeitnehmer einen Termin setzen, bis wann dieses umgesetzt sein sollte. "Denn durch den Termin kann man kontrollieren, ob man vorangekommen ist", sagt Marc Stollreiter, Experte für Selbstmanagement aus Essen. Will also etwa ein Manager den Umsatz seiner Abteilung um zehn Prozent erhöhen, sollte er erst für sich einen Termin benennen, an dem er den Stand des bisher Erreichte erfassen will. Und dann einen weiteren in den Blick nehmen, an dem das Ziel geschafft sein muss. Auf diese Weise stellt der Arbeitnehmer sicher, dass den Zielen Taten folgen.
Small-Talk mit offenen Fragen in Gang bringen
Small-Talk ist das A und O beim beruflichen Netzwerken. Manchmal will das Gespräch aber einfach nicht in Gang kommen. In so einer Situation stellen Berufstätige am besten eine offene Frage, um den anderen zum Reden zu bringen. So könne man bei einem Weiterbildungsseminar einen anderen Teilnehmer etwa fragen: "Wie hat Ihnen denn der Vortrag gefallen?", rät die Kommunikationstrainerin Annette Kessler aus Konstanz. Denn durch die offene Frage bleibe dem Gegenüber die Chance verwehrt, eine einsilbige Antwort wie "Ja" oder "Nein" zu geben.
Kommt vom Gesprächspartner trotzdem nur wenig zurück, sollte man das eigene Gesprächsverhalten überdenken, rät Kessler. Möglicherweise schweige das Gegenüber nämlich deshalb, weil man selbst wie ein Wasserfall redet oder über Themen spricht, die den anderen nicht interessieren.
Tätowierungen im Joballtag besser verstecken
Haben Arbeitnehmer Tätowierungen, sollten sie diese im Joballtag verstecken. "Tattoos zu zeigen, ist in den meisten Branchen ein absolutes No-Go", sagt die Karriereberaterin Karin Hallinger aus Landsberg am Lech bei München. Denn sie machten auf viele Kunden einen unseriösen Eindruck. Gerade Vertreter der älteren Generation sehen in Tätowierungen immer noch Schmuck, den lediglich Matrosen oder Gefängnisinsassen tragen. Insbesondere im Sommer sollten Berufstätige mit Tattoos daher darauf achten, dass die verzierten Körperteile verdeckt sind.
Auf der Treppe gehört aufwärts dem Ranghöheren der Vortritt
Gehen zwei Menschen auf einer schmalen Treppe nach oben, gehört es sich, dem Ranghöheren den Vortritt zu lassen. "Das bedeutet, das im Privatleben die Frau vorangeht. Im Berufsleben geht der Chef voran oder der Kunde", sagt Nandine Meyden aus Berlin, die Mitglied im Deutschen Knigge-Rat ist. Denn stolpere der Ranghöhere auf dem Weg nach oben, stehe der andere hinter ihm und fange ihn auf. In der Folge gilt umgekehrt auf dem Weg auf der Treppe nach unten: Hier geht der Rangniedrige vor. Denn tritt der Ranghöhere nun auf einer Stufe daneben, fällt er nicht die Treppe hinunter, sondern wird vom Rangniedrigeren aufgefangen.
Bei Betriebsausflügen sind Arbeitnehmer gesetzlich unfallversichert
Egal, ob Grillfest oder Schiffsausflug: Haben Arbeitnehmer auf einem Betriebsausflug einen Unfall, sind sie gesetzlich unfallversichert. Das gilt jedenfalls dann, wenn der Betriebsausflug von der Unternehmensleitung veranstaltet wird und alle Mitarbeiter eingeladen sind, so die gesetzliche Unfallversicherung VBG. Private Erledigungen machen Arbeitnehmer während des Betriebsausflugs jedoch besser nicht. Denn passiert der Unfall gerade dann, wenn sie sich von den übrigen getrennt haben, entfällt der Versicherungsschutz.
6 Meinungen zu "So vermeiden Sie Fettnäpfchen"
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kbor
Mittwoch, 06.06.2012, 14:57 Uhr Danke, tolle Tipps, danke danke. Aber vor Allem nebenher ein bißchen arbeiten. Das geht sogar im Büro. Außer bei Beamtens. Die müssen da sehr auf Etikette bedacht sein. Und konzentrieren sich zu 90% der Arbeitszeit darauf, dass nicht am Stuhl gesägt wird. Am eigenen.^^ -
vw5000
Dienstag, 05.06.2012, 16:35 Uhr StolzerKritiker So ein Schmarrn, den Du da von Dir gibst. -
Mirona2
Dienstag, 05.06.2012, 16:35 Uhr Es geht gar nicht um Etikette sondern wie kann ich ohne meine GIER offen zu zeigen aus einm Arbeiter 200% Energie rausholen wobei er eigentlich nur 100% bringen kann!!!! Sklaverei!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Lg-Mirona2 -
schieber1
Dienstag, 05.06.2012, 14:09 Uhr Wer nur auf die Etikette achtet hat keine Zeit zum arbeiten. Mir pers. war es eigentlich egal welches Fettnäpfchen ich gerade mitgenommen hatte, Hauptsache der Job wurde ordentlich gemacht. Niemand hat mir das jemals übel genommen, bzw. merken lassen. -
JackFun
Dienstag, 05.06.2012, 12:37 Uhr Hach, die ganzen "Etiketten"-Tipps finde ich immer sehr erfrischend, vor allem aufschlussreich! Artikel: "Denn durch die offene Frage bleibe dem Gegenüber die Chance verwehrt, eine einsilbige Antwort wie "Ja" oder "Nein" zu geben.": Stimmt, auf die Frage, wie einem denn der Vortrag gefallen hat, kann man auch mit einem schlichten "gut" oder "schlecht" beantworten. Warum das Gegenüber nur knapp antwortet, kann ja wohl noch mehr Ursachen, als dort aufgeführt, haben... kann mich nicht leiden, träumt vor sich hin, ist mit den Gedanken woanders, hat dem Vortragenden gar nicht zugehört, findet die Frage einfach blöd.... etc.! Es fehlt hier eindeutig der Tipp, wie ich mich als "Gegenüber" verhalten soll, wenn mich jemand mit solch offenen Fragen konfrontiert !!
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