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16.02.2013, 17:19 Uhr

Von der Leyen fordert Aufklärung bei Amazon

Berlin/München (dpa) - Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat Aufklärung über die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern beim Internet-Versandhändler Amazon gefordert.

"Der Verdacht wiegt schwer, deswegen müssen jetzt so schnell wie möglich alle Fakten auf den Tisch", sagte die Ministerin der "Welt am Sonntag". Sie warnte die Leiharbeitsfirma, die mit Amazon zusammenarbeitet, vor einem Lizenzentzug: "Sollte die Sonderprüfung ergeben, dass an den Vorwürfen gegen die Leiharbeitsfirma etwas dran ist, dann steht die Lizenz auf dem Spiel."

Auch Bouffier fordert Aufklärung

Auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) forderte nach Angaben der Staatskanzlei in Wiesbaden Aufklärung. In der ARD-Dokumentation waren die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter am hessischen Amazon-Standort Bad Hersfeld gezeigt worden.

Der private Sicherheitsdienst Hensel European Security Services, der die zumeist ausländischen Mitarbeiter dem Bericht zufolge schikaniert haben soll, wehrte sich in einer Pressemitteilung gegen die Vorwürfe: "Den Vorwurf, unser Unternehmen pflege rechtsradikale Ansichten oder unterstütze diese, weisen wir zurück." Der Amazon-Subunternehmer bestätigte, Zimmerdurchsuchungen durchgeführt zu haben. Die Durchsuchungen seien zur "Dokumentation etwaiger Beschädigungen oder abhandengekommener Sachen" im Einvernehmen mit dem Hotelbetreiber erfolgt und nicht rechtswidrig. Es gehöre zum Auftrag des Sicherheitsdienstes, "Hoteleigentum der unterbringenden Gastwirte vor Diebstahl und Beschädigung zu schützen."

Verdi kritisiert schon länger

Der ARD-Film hatte unter anderem gezeigt, wie Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma die Leiharbeiter und das Film-Team bedrängten und Zimmer durchsuchten. Die Gewerkschaft Verdi wirft dem Konzern schon seit längerem vor, gerade Saisonkräfte schlecht zu bezahlen und etwa mit strengen Kontrollen und Überwachung zu gängeln. Amazon hatte angekündigt, die Vorwürfe zu prüfen. Am Samstag war bei dem Unternehmen niemand für eine ergänzende Stellungnahme zu erreichen.

Der Chef der hessischen Arbeitsagenturen hat sich ebenfalls besorgt über die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern beim Versandhändler Amazon gezeigt. Der Leiter der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin, verlangte am Freitag von dem US-Unternehmen schnellstmögliche Aufklärung "derzeit nicht transparenter Sachverhalte": "Nicht erst seit der letzten OSZE-Studie wissen wir, dass Deutschland nicht zu den begehrten Einwandererländern gehört."

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628 Meinungen zu "Amazon steht weiter in der Kritik"

  • zuman
    Dienstag, 26.02.2013, 13:16 Uhr
    einfachso22, wenn Du meinst das ist Menschenunwürdig, dann solltest Du mal Deine lieben Landsleute hier im Ländle ansprechen, die bei HM, KIK und diesen ganzen Billigläden kaufen. Was glaubst Du wie Menschunwürdig diese Billigstprodukte hergestellt werden. Da geht es den ganzen Arbeitern von Amazon geradezu gut. Natürlich sollte jeder anständig bezahlt werden, doch man muß dann halt auch bereit sein als Verbraucher tiefer in die Tasceh zu greifen. Bei uns im Land wird immer nur gejammert und wenn man dann sieht wie voll all die Läden an den ganzen Samstagen sind, dann fragt man sich schon auf welcher Ebene bei uns gejammert wird. Meist sind es auch die Leute die jammern, denen es garnicht so schlecht geht. Denen es wirklich schlecht geht, die jammern meist nicht so. Und was ist mit alle den anderen Firmen Otto, Zalando usw. glaubt ihr da sind die Arbeitsbedingungen besser. Nein man hat jetzt einfach Amazon genommen, weil die ja doch sehr schnell sehr groß geworden sind und viel Erfolg haben. Die liebe Frau von der Leyen soll sich mal lieber darum bemühen, dass diese ganzen Zeitarbeitsfirmen abgeschafft werden, dann gibt es auch wieder vernünftige Bezahlungen. Den größten Anteil stecken nämlich diese Firmen ein und der Arbeiter bekommt davon nur 1/3. Da ist der Wurm drin.
  • Xdenker
    Donnerstag, 21.02.2013, 12:17 Uhr
    was stellt Ihr euch vor? wer immer billiger will und billiger und billiger will sollte sich bewust sein das DAS andere bezahlen!! und stützt lieber den Lokalen Handel! Auch wenns mal teuer ist ist es eben meistens Fairer für Mitarbeiter und auch für UNSERE Sozialkassen...!!!
  • talentfreiesGenie
    Mittwoch, 20.02.2013, 15:32 Uhr
    @Shunya schreibt: "ich meine das alle volksnahen parteien lobbyistenpack ist." Rechtschreiben 6, setzen!
  • einfachso22
    Dienstag, 19.02.2013, 15:56 Uhr
    Leiharbeiter sind Arbeitslose die arbeiten gehn und keinen Lohn erhalten.Bestenfalls Almosen die nichts anderes bewirken das Ehen kaputt gehn und junge Leute demoralisiert sind vom schechten Lohn und man sich dann wundern tut das sie keine Lust haben zum Arbeiten weil es sich in keinster weise lohnt.So viele Menschenunwürdige Massnahmen unter van der leyen und Hundt gabs nur im 2 Weltkrieg und die beiden schämen sich nicht noch mal.
  • AmiriBaraka
    Dienstag, 19.02.2013, 15:07 Uhr
    Amazon steht weiter in der Kritik +++++++++++++++++++++ Der Boykott wirkt schon!
  • Ahorn17
    Dienstag, 19.02.2013, 11:07 Uhr
    Gestern bei RTL kam ein Bericht mit der Leyen,mein ich das nur oder hat die Überstunden als freiwillig hingestellt? Dan sollte die mal die Scheuklappen abnehmen,flexible ist nichts weiter als die ERlaubnis für den Arbeitgeber seine Mitarbeiter zu Überstunden zu zwingen! Gefragt wo den??Mehr Zeit für die Familie ein Witz vom Feinsten!
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