Durchschauen Sie die Spielregeln Ihrer männlichen Kollegen
Von Anja Schreiber für GMX
Hierarchische Systeme verstehen
"Für die meisten Männer ist es wichtig, einen Platz möglichst weit oben in der Hierarchie einzunehmen, um etwas zu sagen zu haben", betont Nitzsche. Frauen ist Macht dagegen eher suspekt, so gern sie auch gestalten wollen. Sie denken viel weniger in Hierarchie- und Machtkategorien, sondern streben Beliebtheit und Anerkennung an. Diese Art des Denkens wird aber oft zum Problem: "Frauen verstehen zum Beispiel nicht, warum ein größeres Büro oder ein Dienstwagen für die Karriere wichtig sind." Anders die Männer: Sie wissen, wie wichtig die Insignien der Macht für ihren weiteren Aufstieg sind! Frauen, die Karriere machen wollen, müssen also das hierarchische System verstehen, akzeptieren ... und mitspielen oder sich Verbündete suchen, um die Spielregeln zu ändern.
Vorsicht vor Platzhirschen
Das bei den meisten Frauen schwach ausgeprägte Bewusstsein für Hierarchie und Macht gefährdet ihre Position noch in einer ganz anderen Weise: Während Männer wissen, dass man sich nicht blindlings mit Platzhirschen anlegt, ist das Frauen oft gar nicht so klar. Sie sind stark inhaltlich orientiert und merken vielleicht gar nicht, dass sie in der Hitze einer Diskussion der "Nummer Eins" auf die Füße treten. Aber so können sie es sich leicht mit dem Vorgesetzten verscherzen. Nitzsches Tipp: Treten Sie nur dann in einen Kampf mit Platzhirschen, wenn Sie sich das vorher genau überlegt haben. Ansonsten sollten Sie die Dinge lieber unter vier Augen klären. Bewahren Sie dabei Ihr Gegenüber vor einem Gesichtsverlust!
Kommunikationsfreude als Fallstrick
Frauen teilen sich oft gerne mit: Sie erzählen über ihr Privatleben, ihre Sorgen und Probleme. Sie zeigen, wenn sie sich etwas zu Herzen nehmen. Doch gerade diese Kommunikationsfreude verbessert das Standing im Job keineswegs. Schließlich lässt sich bei erfolgreichen Männern ein ganz anderes Verhalten beobachten: "Sie setzen ein Pokerface auf und wirken so cool, souverän und unangreifbar", berichtet Nitzsche. Und das gibt ihnen eine Aura von Wichtigkeit und steigert ihr Ansehen. Wollen Frauen Ähnliches erreichen, dürfen sie diese Erkenntnis nicht außer Acht lassen.
Kritik aushalten
Männer wissen: Am Ende zählt das Ergebnis. Natürlich wissen Frauen das auch. Doch sie fühlen sich erst dann mit einem Resultat richtig wohl, wenn auch alle Anderen zufrieden sind. "Männer können damit leben, wenn nicht alle einverstanden sind und Kritik laut wird, Frauen fällt das viel schwerer", erklärt Nitzsche. Wer aber erfolgreich Ziele umsetzen will, muss die Kritik Anderer aushalten können!
Fleiß nicht überschätzen
Frauen überschätzen oft die Wichtigkeit der Leistung. Was zählt, ist aber nicht allein der Fleiß. Es ist zum Beispiel viel erfolgversprechender, an den wirklich wichtigen Projekten im Unternehmen beteiligt zu sein statt mit Bienenfleiß jede Routinearbeit zu übernehmen. Nitzsche bringt es so auf den Punkt: "Übermäßig fleißige Mitarbeiter sind leichter Burnout-gefährdet. Und Fleiß ist kein Alleinstellungsmerkmal." Doch genau dieses Merkmal ist notwendig, um sichtbar zu werden! Männer scheinen das schon instinktiv zu wissen.
Verbündete suchen
"Jungs spielen lieber mit Jungs", stellt Nitzsche fest. Wer in einer Männerdomäne vorankommen will, sollte das wissen. Deswegen empfiehlt die Buchautorin, mit Männern gemeinsame Themen zu finden und sich auf Unterhaltungen mit ihnen über Politik, Sport und Autos einzulassen. "Suchen Sie sich Verbündete und Unterstützer!"
Literaturtipp:
Isabel Nitzsche: Spielregeln im Job durchschauen. Frauen knacken den Männer-Code, 2011, Kösel, 191 Seiten, 16,99 Euro, ISBN: 978-3-466-30941-
26 Meinungen zu "Knacken Sie den Männercode"
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eiwafru
Donnerstag, 08.03.2012, 13:36 Uhr @sumpfdotter: Deine Problematik ist mir fremd, tut mir leid wenn Du da traumatisierende Erlebnisse hattest, verallgemeinern halte ich allerdings für völlig unsachgemäß. Männer als Pädagogen können super klasse sein und so viel traumhaftes feedback von Kindern (Jungs wie Mädchen) bekommen, die (in der Elementarpädagogik) über männliche Vorbilder und Lehrer schon fast automatisch begeistert sind. "Mehr Männer in die Elementarpädagogik" heisst mein Schlachtruf. In Krippe, Kindergarten und Grundschule nur Frauen zu erleben, das prägt jedes Kind und somit weiterhin auch uns Erwachsene. Gleichzeitig ist die (auch finanzielle) Wertschätzung genau gegenüber diesen Bereichen gering... Und hier ist ja die Diskussion aktuell, dass ErzieherInnen höhere Bezahlung bekommen soll(t)en, weil der Job oft für Männer und finanziell anspruchsvolle Frauen nicht attraktiv genug ist. -
eiwafru
Donnerstag, 08.03.2012, 13:19 Uhr Frauen sollen dürfen sich zusammenschließen und sich gemeinsam auf ihre ihnen eigentümliche Weise Respekt, Einfluss, Macht im positiven Sinne verschaffen. Elementar dafür ist, dass sie es schaffen bei gleicher Leistung gleiches Gehalt wie Männer zu erhalten (was de facto eher seltener der Fall ist, ich kenne da auch mehrere Extrembeispiele, die auf Selbstherrlichkeit, derber rücksichtsloser Durchsetzungskraft von Männern und Fleiß sowie Bewusstsein und Artikulierung der eigenen Grenzen, teilweise sogar Mitgefühl von seiten von Frauen basier(t)en.). Wenn frau mal in aller Rücksicht und Selbstbewusstheit im besten Sinne die Zügel an sich nimmt, können ungeahnt gute Dinge dabei rauskommen. Dann gilt es, sich in puncto Honorierung die eigenen Stärken klar darzustellen (und gegebenenfalls für das eigene Gefühl zu übertreiben, so dass das zur Eigenwerbung der Konkurrenz und deren Leistung im korrekten Verhältnis steht) und sich zuversichtlich und willensstark durchzusetzen. An dem Thema hängt ganz viel dran, auch das Familienverständnis in der Gesellschaft. Männer und Frauen miteinander, nicht gegeneinander. Eine harmonische Gesellschaft basiert auf der Zufriedenheit der Männer und der Frauen, ist doch klar. Frustrierte / unterbezahlte Frauen tun keinem Mann gut. Frauen, die sich als Männer tarnen und nicht in ihrer ureigenen Kraft laufen bringen's auch nicht. Aber die Tipps finde ich ganz gut um zu verstehen, wie häufig der Hase laufen kann (ich hab's auch so erlebt). -
Hongo
Freitag, 17.02.2012, 12:50 Uhr Witzig: wenn Frauen sich im Beruf so verhalten sollen wie Männer um weiterzukommen, ist die Frauenquote ad absurdum geführt. Dann wird ein AG jemanden nehmen, der etwas von sich aus beherrscht (nämlich einen Mann) und niemand, der es erst erlernen/kopieren/trainieren muss (im Beispiel des Artiekls: Frau). Wieder ein Artikel, den die Frauenwelt lieber nicht berücksichtigen sollte. -
kaox
Dienstag, 14.02.2012, 16:37 Uhr stalkers. nuff said. -
JoschiKaputtnik
Montag, 13.02.2012, 17:41 Uhr @sumpfdotter: Weisst Du, ich bin in vielerlei hinsicht eher altmodisch. Ich halte (auch fremden) Damen noch die Tür auf. Ich grüße sie zuerst und wenn es angemessen ist, lasse ich ihnen auch den Vortritt. Das alles ist für mich aber reine Höflichkeit, denn tatsächlich interessiere ich mich nur für starke, selbstbewusste Frauen, die ihren eigenen Willen haben und sich für ihre Ziele engagieren. Es stimmt leider, dass viel zu viele Frauen scheinbar gar kein Interesse haben aus ihrem steinzeitlichen Rollenmuster auszubrechen. Als ehemaliger Mathe-Nachhilfelehrer weiss ich nur zu gut, wie undankbar es sein kann, wenn man versucht mit manchen Mädchen an deren Angst vor Mathe zu arbeiten (das scheint für manche wie ein rotes Tuch zu sein - da wird einfach dicht gemacht, selbst wenn man ganz beschaulich bei 1+1 anfängt). Es ist auch wahr, das in bestimmten Berufen mit hohem Frauenanteil die Mobbingrate deutlich erhöht ist. Trotzdem muss ich Dir leider sagen, dass Du zum Teil kompletten Schwachsinn schreibst. "Dominanz der Frauen im Schuldienst"??? bist Du nie über die Grundschule hinausgekommen? Selbst Dir muß doch irgendwie klar sein, dass die gesellschaftlichen Erwartungshaltungen an Frauen und Männer auch heute noch komplett verschieden sind. Es ist doch einfach naiv zu glauben, dass die heutige Dauerberieselung der unterschwelligen Manipulation durch Fernsehen und Werbung keine Spuren hinterläßt. Es ist doch wohl klar, dass es an einem Kind nicht so einfach vorbeigeht, dass die hübschen, aufgedonnerten und leicht bekleideten Frauen immer als erfolgreich dargestellt werden. In den hier veröffentlichten Artikeln wird doch auch immer wieder propagiert, dass es für eine Frau das wichtigste ist, hübsch zu sein und Männern zu gefallen. Das alles ist eine konstante Prägung, die man auch mit nochso viel Vernunft nicht einfach durchbrechen kann. Da muss sich schon etwas mehr ändern, damit das es irgendwann mit einer tatsächlichen Gleichberechtigung klappt. -
sumpfdotter
Montag, 13.02.2012, 16:56 Uhr Man lese diesen Artikel mal genau und beachte insbesondere, dass dieser Artikel von einer Frau geschrieben worden ist. Der Frauencode lautet : Sage genau das Gegenteil was Du meinst und verbreite viele Gerüchte, sage aber nie etwas genaues. Frauen sind genauso Machtgierig wie Männer. Frauen benutzen die Macht nur anderes, subtiler, aber mit genau den gleichen Zielen. Die Frau ist bei Leibe nicht die Menschenkategorie die sich duckt. Ganz im Gegenteil ! Bis zum 18ten Lebensjahr wird jeder Mensch, ob Junge oder Mädchen beherrscht (befraut) von der übergroßen Dominanz der Frauen im Schuldienst. Die übermächtige und erdrückende Dominanz von Frauen im Schuldienst ist eineindeutig und es ist nur ein Märchen und ein nützliches Gerücht der Frau, das diese verbreitet, um im verborgenene Ihre Machtgelüste ohne Aufsehen auszuüben. Bis zum beenden der Schulzeit werden Frauen (Mädchen) deutlich und nachweislich besser beurteilt bei gleicher Leistung als Männer. Frauen übern ungeheure Macht aus, indem diese falsche oder halbfalsche Gerüchte verbreiten. Kein Mann im Schuldienst ist frei von Angriffen von Mädchen die in der Regel darauf zielen, den Lehrer durch mögliche Gerüchte insbesondere sexueller Art gefügig zu machen. Das Problem ist überdeutlich . Jeder männliche Lehrer wird dann auch noch unter dem Druck bewertet, ob er tatsächlich Frauen auch insbesondere in den MINT Fächern gleichbehandelt. Das Problem ist, das die Mädchen dies wissen und demzufolge immer weniger tun, weil letztendlich der männliche Lehrer die Schuld am Versagen der Mädchen in den MINT Fächern erhält. Kaum ein männlicher Lehrer redet über die Problematik, die Lehrer bei einer Direktorin haben und bei einer Beschwerde von Schülerinnen. Seit der Zeit, seit dem Frauen bei gleicher >Eignung bevorzugt eingestellt werden und Männer sich zudem noch einer weiblichen Psychologin stellen müssen um ihre Genderkompetenz zu beweisen, aber Frauen willkürlich genommen werden, können Mädchen sich im Prinzip auf die faule Haut legen wenn diese bei einem Lehrer Unterricht haben. Das Gerücht einer Frau schdet immer dem Mann. Soviel zu dem Mist, der hier verbreitet wird !
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