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27.10.2011, 15:45 Uhr

Die ersten Tage im neuen Job

Können Sie entspannt aufatmen, sobald Ihr Arbeitsvertrag unterschrieben ist? Leider nein. Gut 20 Prozent aller Arbeitsverhältnisse werden in den ersten Monaten wieder aufgelöst. Oft wird unterschätzt, dass die Bewerbungsphase mit der Vertragsunterzeichnung noch lange nicht aufhört. Die ersten Monate im neuen Job heißen deswegen Probezeit, weil beide Parteien jetzt prüfen, ob sie auch wirklich zueinander passen. Wie präsentieren Sie sich bestmöglich und welche Fehler sind zu vermeiden? Wir haben für Sie die fünf wichtigsten Regeln zusammengefasst.

1. Die richtige Vorbereitung

Starten Sie vorbereitet in den neuen Job und beschäftigen Sie sich mit der jeweiligen Firmensituation: Welche Aufgaben erwarten Sie? Was wissen Sie über die Firmenkultur? Machen Sie sich mit der Unternehmensstruktur vertraut und recherchieren Sie mittels Organigrammen, wer in der Firma welche Position und Funktion innehat. Nützliche Informationen finden sich zudem im Geschäftsbericht oder in Presseinformationen

2. Die ersten Eindrücke

Auch wenn es trivial klingen mag, stets pünktlich zur Arbeit zu erscheinen ist Pflicht. Ebenfalls zu den ersten positiven Eindrücken gehört eine sympathisch, freundliche Ausstrahlung sowie eine zur Branche passende Kleidung. Wenn Sie dann noch höflich und aufmerksam auftreten, haben Sie bei Kollegen und Vorgesetzten meist schon einen Stein im Brett

3. Zuhören können

Kommunikation ist wichtig, das weiß jeder. Doch es wird häufig unterschätzt, wie hilfreich es ist, einfach mal die Klappe zu halten und nur zuzuhören. Es gilt vor allem in den ersten Tagen die Regel: viel hören, wenig sagen! Nur dann können die Unmengen an Informationen aufgenommen werden, die einem zu Ohren kommen. Vermeiden Sie in den Anfangstagen zu viel Aktionismus. Dadurch lassen sich relevante Arbeitsabläufe und Hierarchie-Ordnungen, aber auch unausgesprochene Verhaltensregeln, beispielsweise den Umgang mit Vorgesetzten, besser durchschauen. Fragen Sie niemanden aus und vermeiden Sie zunächst den Austausch über private Themen. Hier droht ein Verlust Ihrer Neutralität, von der Sie nicht wissen, wann diese nochmal wichtig für Sie sein könnte

4. Integrität zeigen

Schlecht über den ehemaligen Chef reden oder Geheimnisse von früheren Firmen ausplaudern – all dies zeugt von wenig Integrität und kann schon bald negative Konsequenzen für Sie haben. Aber auch übereilter Reformeifer ist am neuen Arbeitsplatz wenig empfehlenswert. Sätze wie "Die Arbeitsprozesse laufen hier total ineffizient ab." oder "Hier ist ja offenbar auch nicht alles Gold was glänzt." verunsichern die übrigen Kollegen und wirken überheblich.

5. Schritt für Schritt integrieren

Noch ist kein Meister vom Himmel gefallen und den sofort perfekt funktionierenden neuen Mitarbeiter gibt es  leider auch nicht. Das sollten Sie unbedingt im Hinterkopf behalten, denn auch Ihnen können Fehler in der Probezeit passieren. In diesem Fall sollten Sie sich zu diesen bekennen und daraus lernen. Vermeiden Sie allzu ausführliche Rechtfertigungen, die gehen Kollegen wie Vorgesetzen eher auf die Nerven. Scheuen Sie sich nicht davor, Unklarheiten offen anzusprechen. Integrieren Sie sich respektvoll Schritt für Schritt in die neue Firma und stellen Sie sich als kompetenter, leistungsmotivierter sowie sympathischer Mitarbeiter vor.

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Sie haben den Job zwar in der Tasche und die erste Hürde mit Bravour genommen, aber das Bewerbungsverfahren geht für Sie noch eine ganze Weile weiter. >

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