Karrieretipps für Berufseinsteiger
Gut zuhören
Sowohl in Meetings als auch im Einzelgespräch gilt: Sprechen Vorgesetzte oder Kollegen, ist Konzentration gefragt. Oft fällt es dem Gegenüber schnell auf, dass man gedanklich abschweift. Bekräftigen Sie also Ihr Interesse an den Worten des Gegenübers, indem Sie Blickkontakt halten. Wenn Sie gut zuhören, unterlaufen Ihnen später zudem weniger Fehler.
Ungeduld zügeln
Wer frisch von der Schule oder der Uni kommt, strotzt oft vor Tatendrang. Im Betrieb ist es allerdings ratsam, sich zunächst zu zügeln. Ungeduld wirkt sich negativ auf die Arbeitsweise aus: Will man mehrere Aufgaben zur gleichen Zeit erledigen, ist man schnell überfordert und begeht Flüchtigkeitsfehler. Es ist am Anfang, aber auch im späteren Verlauf des Berufslebens wichtig, ruhig zu bleiben und seine Aufgaben gewissenhaft und ordentlich zu erledigen. Hier kann man sich oft einiges von älteren Kollegen abschauen.
Perfektionismus vermeiden
Während eine gewissenhafte Arbeitsweise im Betrieb geschätzt wird, ist Perfektionismus eher unbeliebt. Miss oder Mister Perfect rufen bei Kollegen häufig Argwohn hervor und fördern das Konkurrenzdenken unnötig. Zwar will man sich anfangs besonders durch makellose Arbeit hervortun. Doch gerade in dieser Phase ist es kaum möglich, Fehler komplett zu vermeiden. Am wichtigsten ist es, zu seinen Patzern zu stehen und sich gegebenenfalls zu entschuldigen. Zu ellenlangen Rechtfertigungen oder gar Schuldzuweisungen an andere sollte man sich keinesfalls hinreißen lassen.
Bescheiden bleiben
Gerade in den ersten Wochen sollten sich Neulinge mit eigenen Kommentaren zurückhalten. Geben Sie Ihre Meinung erst dann ab, wenn Sie sich in Ihrem Bereich und mit den Strukturen des Unternehmens gut auskennen. Sonst wird man schnell als Besserwisser abgestempelt und künftig weniger ernst genommen. Eigen-PR ist später zwar oft unerlässlich, um voranzukommen. Doch am Anfang kommt Bescheidenheit sowohl beim Chef als auch bei Kollegen besser an.
Soziale Kontakte pflegen
Als Neuling kennt man sich mit seinem konkreten Aufgabenbereich noch recht spärlich aus. Gerade in dieser Phase ist es daher umso wichtiger, sich sozial einzubringen. Sympathien spielen für ein gesundes Arbeitsklima eine große Rolle und dienen auch dazu, dass Sie sich im neuen Team schnell wohlfühlen. Bei privaten Aktivitäten der Kollegen sollte man sich jedoch nicht ungefragt einklinken. Dafür bieten Mittags- oder Kaffeepausen eine gute Möglichkeit, sich besser kennenzulernen.
Beim Small Talk aufpassen
Die Fähigkeit, oberflächliche Gespräche zu führen, ist im Berufsleben extrem wichtig. Wer Small Talk beherrscht, hat es auch als Neuling viel einfacher. Ihre Aufgabe ist es jedoch nicht, den Alleinunterhalter zu spielen oder Gespräche am Mittagstisch am Laufen zu halten. Das können Sie getrost den alteingesessenen Kollegen überlassen. Zudem sollten sich Ihre Beiträge am Anfang besser um den Lebenslauf und unverfängliche Themen aus dem Privatleben drehen. Details über Beziehungen oder das eigene ausschweifende Nachtleben sind tabu.
Namen merken
In den ersten Tagen geht es weniger darum, fachlich zu glänzen, als vielmehr darum, sich sozial in den Arbeitsalltag zu integrieren. Dafür ist es unerlässlich, sich die Namen aller Kollegen zu merken. Damit beweisen Sie, dass Sie aufmerksam sind. Zudem lassen sich dadurch kleine Kränkungen vermeiden.
Handy abschalten
Selbst wenn bei dienstälteren Kollegen Privatgespräche am Handy durchaus vorkommen, ist es für Neulinge ratsam, das Mobiltelefon in den ersten Wochen auszuschalten oder zumindest lautlos zu stellen. Es kommt nicht gut an, wenn während der Einarbeitungsphase das Telefon bimmelt und man seine Arbeit unterbricht, um mit der Freundin zu quatschen. Sollten Sie einen wichtigen Anruf erwarten, informieren Sie Ihre Büro-Genossen im Vorhinein über das bevorstehende Gespräch.
Ordnung halten
Sowohl auf das äußere Erscheinungsbild der eigenen Person als auch das des eigenen Arbeitsbereiches sollte man großen Wert legen. Ein Schreibtisch voller benutzter Kaffeetassen und angebissener Äpfel fällt sofort negativ auf. Nehmen Sie unordentliche Kollegen also nicht als Vorbild. Diese haben sich ihr Recht auf "Schrulligkeit" vermutlich erst nach längerer Zeit erwirkt.
Nicht alles erdulden
Sollten Sie die obenstehenden Regeln befolgen, dürften Sie sich relativ reibungslos in den Berufsalltag eingliedern. Doch auch die Betriebe selbst sind vor Fehlern nicht gefeit. So kann es schon einmal vorkommen, dass Auszubildende oder Berufsneulinge als billige Aushilfe behandelt werden. Sie sind jedoch im Job, um etwas zu lernen, nicht, um private Besorgungen für den Chef zu erledigen oder andauernd nur Kaffee zu kochen. Auch für Azubis gelten bestimmte Arbeitsrechte, die Überstunden und Arbeitsinhalte regeln.
3 Meinungen zu "Karrieretipps für Berufseinsteiger"
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UltimaWeapon777
Freitag, 24.09.2010, 16:20 Uhr Boah - so'n künstliches Getue... Ich find's viel besser, sich selber treu zu bleiben und sich nicht aufgrund von irgendwelchen Regeln verbiegen zu lassen. Ein herzliches "Hey, Alter - wie geht's?" ist mir tausend 'mal lieber als ein zwanghaftes "Möchten Sie...?". Und man muss auch nichts zu einem Kollegen sagen (zur Verbesserung der innerbetrieblichen Kommunikation - oder wie die das nennen) - nur, weil man gerade neben einem steht Einfach 'mal gar nix sagen, wenn einem gerade 'mal danach ist, ist auch okay. Gerade in der Mittagspause - da will ich lieber meine Ruhe haben, 'ne Runde entspannen oder 'mal 'n kurzes Nickerchen machen - finde ich viel erholsamer als mich in der Zeit mit Arbeitskollegen (am Besten noch über die Arbeit ;)) zu unterhalten. Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass hier Arbeit immer gleich mit Büroarbeit gleichgesetzt wird. Was ist mit Bauarbeitern, Handwerkern, den Arbeitern in der Landwirtschaft? Die werden in Sachen Arbeit viel seltener erwähnt, obwohl denen 'ne viel höhere physioökonomische Bedeutung zukommt als die ganzen Jobs in der Verwaltung... Naja - wie dem auch sei - jedoch nie vergessen, dass man in erster Linie stets sein eigener Boss ist. :)
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