Jeder zehnte Student nimmt leistungsfördernde Mittel
Der Studie zufolge machen rund fünf Prozent der Studenten "Hirndoping" und nehmen verschreibungspflichtige Schmerz-, Beruhigungs- oder Aufputschmittel, um ihre Leistung zu steigern oder beizubehalten. Weitere fünf Prozent der Befragten greifen zu weicheren Mitteln wie Vitaminpräparaten, Koffein oder homöopathischen Substanzen. Für die Studie wurden die Angaben von 8000 Studenten aus dem Wintersemester 2010/2011 ausgewertet.
Am häufigsten greifen Studenten der Veterinärmedizin zu Hirndoping (18 Prozent). Es folgen die Sportwissenschaftler (14 Prozent). Dagegen nutzen Mathematiker, Informatiker sowie Physiker verschreibungspflichtige, leistungsfördernde Mittel kaum (je 3 Prozent). Kaum einen Unterschied gibt es bei der Nutzung von Hirndoping durch Männer und Frauen.
Rund jeder Zweite (55 Prozent) nimmt die verschreibungspflichtigen Medikamente zur Vorbereitung auf eine Prüfung. Fast genauso viele verwenden sie jedoch auch bei generellem Stress (53 Prozent). In der Prüfung selbst nutzen sie etwas weniger Hochschüler (45 Prozent).
Studenten, die Hirndoping machen, wiesen häufig hohe Neurotizismuswerte auf. Für sie sind Eigenschaften wie Nervosität, Anspannung, Unsicherheit sowie eine stärkere Reaktion auf Stress kennzeichnend.
Die Studenten versprechen sich von dem Hirndoping, Lampenfieber und Nervosität in den Griff zu bekommen. Erst an zweiter Stelle steht der Wunsch, die geistige Leistung zu steigern.
12 Meinungen zu "Hirndoping eher Seltenheit"
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alginator
Dienstag, 31.01.2012, 16:35 Uhr Ja, Ja mal wieder die Sportler :) Die kennen sich doch auch mit Doping in anderen Bereichen bestens aus. OMG Ich brauche so einen scheiß auf jeden Fall nicht. Ich studiere einfach 2 Semester über die Regelstudienzeit und hab dafür ein Mega gechilltes Studentenleben :) -
schirinchen
Dienstag, 31.01.2012, 16:30 Uhr Es ist doch nachvollziehbar, dass Studenten heutzutage die ein- oder andere Tablette nehmen um sich noch halbwegs konzentrieren zu können. Ich setzte dennoch eher auf viel Flüssigkeit (in Form von Wasser und ungesüßtem Tee) und viel Obst und Gemüse. Ginkgotee soll angeblich helfen, davon bin ich allerdings gar nicht überzeugt. Neben den Seminaren, Arbeit, Haushalt und Familie bin ich momentan froh, wenn ich noch 4 Stündchen Schlaf bekomme (wenn man denn mal einschlafen könnte, vor lauter Müdigkeit). Die ganzen Hausarbeiten für die Uni (aus denen das Studium eigentlich besteht) sind in dieser Rechnung noch gar nicht enthalten. Und ich studiere "nur" auf Lehramt, also 2 Fächer + Pädagogik + Psychologie + Fachdidaktik. Jedes Einzelfach besteht aus mehreren Modulen. (Meist 5 im Bachelor und 3 im Master, das variiert jedoch von Fach zu Fach etwas) Jedes Modul besteht aus 2-3 Seminaren bzw. Seminar + Vorlesung. Zu jedem Seminar müssen natürlich sämtliche Texte gelesen werden, ein Referat gehalten und das Handout dazu angefertigt werden und eine Hausarbeit (meist 15-20 Seiten) geschrieben werden und zum Abschluss gehört zu jedem Modul eine Klausur bzw. mündliche Prüfung. Dann kommen noch die Bachelorarbeit (50 Seiten) und die Masterarbeit (60 Seiten + Verteidigung vor versammelter Mannschaft) und das Referendariat, vor dessen Abschluss der Master nicht als bestanden gilt. Ach so, dass Studentenjobs nicht sonderlich gut bezahlt werden ist ja bekannt. Bei uns in der Gegend liegt der Stundenlohn etwas bei 5€, dementsprechend ist die Arbeitszeit meist ein wenig länger. -
mary333
Dienstag, 31.01.2012, 16:18 Uhr Darf doch jeder selbst entscheiden wie lange und was er studiert. und was soll das mit dem "zeitnah", wenn sich jemand sein studium selbst finanzieren muss kann er sich doch bitte auch so lange zeit nehmen wie er möchte! Außerdem liegt heute auch ein großer erwartungs unte leistungsdruck auf den leuten! heißt ja oft genug man ist nichts mehr wenn man nicht studiert hat! ich denke dass jeder frei ist sein leben so zu gestalten wie er möchte, und wenn eine zeit in australien dazugehört, warum nicht? es ist heute nicht mehr so dass man mit 25 schon 2 kinder hat und ein haus baut. außerdem müssen wir eh mal länger arbeiten als 60 und was soll denn dann das? desweiteren sind die heutigen bachelorstudiengänge wirklich überfüllt mit prüfungen. in 2 wochen einfach mal 7 prüfungen reinknallen, das bringts wirklich! bulimie lernen ohne ende, da wunderts mich nicht dass manche zu solchen mitteln greifen!! -
Superdenker
Dienstag, 31.01.2012, 16:11 Uhr "Hirndoping eher Seltenheit" Ich glaube, ich bin in der falschen Mathematikvorlesung gesessen. Wenn 5% hier und 5% dort, also zusammen 10%, schon als selten bezeichnet wird, dann möchte ich einmal die Meinung der Redaktion hören, wie groß denn die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich zwei Bakterien im Kölner Dom begegnen... Wahrscheinlich "unwahrscheinlich"....aber das ist eine andere Geschichte.... -
Michadresden
Dienstag, 31.01.2012, 15:59 Uhr @ Telefonkarte Sprich mal mit deinem Betreuer! Eventuell müßte man an der Medikamentierung was ändern, ehe noch mehr Schaden entsteht.
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