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28.12.2012, 14:40 Uhr

Was wird am meisten studiert? Wirtschaft, Recht und Soziales

Berlin (dpa) - Die beliebtesten Studiengänge des laufenden Semesters wurden gekürt: Wirtschaft- und Sozialwissenschaften stehen noch immer ganz oben in der Gunst der Studenten. Doch auch Sprach- und Kulturwissenschaften können sich behaupten.

Jura und Wirtschaftswissenschaften besonders beliebt

Fast jeder dritte (30,5 Prozent) Student war im Wintersemester 2011/2012 in den Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften eingeschrieben. Das geht aus einer neuen Publikation der Hochschulrektorenkonferenz hervor. Jeder Fünfte studierte Ingenieurswissenschaften (20 Prozent). Fast genauso viele (19 Prozent) belegten ein sprach- oder kulturwissenschaftliches Fach.

Demnach hat sich die Reihenfolge der beliebtesten Studiengänge in den vergangenen elf Jahren leicht verändert. Zwar schrieben sich auch im Wintersemester 2000/2001 schon die meisten Studenten für Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften ein. Auf Rang zwei folgten damals aber die Sprach- und Kulturwissenschaften. Auf Rang drei lag die Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften.

Zahl der Studiengänge mit internationalem Doppelabschluss steigt

Die Zahl der Studiengänge mit einem internationalen Doppelabschluss ist gestiegen. Das teilt die Hochschulrektorenkonferenz mit. Im Wintersemester 2012/2013 gab es 464 Möglichkeiten, mit einem Studium zeitgleich einen deutschen und einen ausländischen Abschluss zu erwerben. Im Wintersemester 2007/2008 waren es nur 253. Die internationalen Doppelabschlüsse machen jedoch nur einen kleinen Teil im Gesamtangebot der Studiengänge aus: Im Wintersemester 2012/2013 waren es 3 Prozent und im Wintersemester 2007/2008 2,2 Prozent.

Doktoranden-Studie: Noten zu gut, Abbruchgedanke vorhanden

Viele Doktoranden (43 Prozent) haben schon einmal darüber nachgedacht, ihre Promotion abzubrechen. Das geht aus einer Studie des HIS in Hannover hervor. Besonders hoch (47 Prozent) ist der Anteil demnach bei Nachwuchswissenschaftlern, die neben der Promotion noch als wissenschaftliche Mitarbeiter an der Hochschule oder in einem Forschungsprojekt tätig sind. Etwas niedriger sind die Werte bei Doktoranden aus Graduiertenkollegs (37 Prozent) und Doktoranden mit einem Stipendium (31 Prozent). Als Grund für die Abbruchgedanken gab fast jeder Zweite (46 Prozent) an, er zweifle an seiner Eignung zur Promotion. Fast genauso viele (43 Prozent) gaben als Grund die hohe Arbeitsbelastung im Wissenschaftsbetrieb an. Mehr als jeder Dritte (39 Prozent) hatte Abbruchgedanken, weil er sich schlecht betreut fühlte.

Die Promotions-Abschlussnoten halten viele Doktoranden (45 Prozent) dagegen für zu gut. Vor allem Mathematiker und Naturwissenschaftler sind der Meinung, dass bei Doktorarbeiten zu gute Noten vergeben werden. In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ist diese Ansicht weniger verbreitet. An der generellen Qualität von Promotionen zweifeln die meisten Doktoranden aber nicht - trotz der 2011 bekanntgewordenen Plagiataffären um Politiker wie Karl-Theodor zu Guttenberg und Silvana Koch-Mehrin. So sind 80 Prozent der Doktoranden der Meinung, die allermeisten Promotionen genügen den wissenschaftlichen Standards. Für die Studie wurden 2850 Promovierenden befragt.

Alle News vom: 28. Dezember 2012 Zur Übersicht: Beruf

8 Meinungen zu "Jura und Wirtschaft sind beliebt"

  • Wahlviech
    Samstag, 05.01.2013, 17:26 Uhr
    Jura ist nach erfolgtem Abschluss eine Art von Selbstbedienungsladen. Jede Rechnung hat bezahlt zu werden, auch wenn die Leistung auf sich warten lässt. Wirtschaft ist ein Gummi-Begriff, der sich für jeden Deppen hervorragend eignet.
  • quichotte
    Mittwoch, 02.01.2013, 15:07 Uhr
    Sicher sind die Fächer beliebt. Wer 5 Jahre ins Studium steckt, hat die chance die gesamte gesellschaft zu überholen und fortan "sein Recht" auf angemesse Bezahlung einzufordern. Ausserdem kann man Juristen im Alltag nichts, aber auch gar nichts sagen, ohne das man Gefahr läuft gerügt oder angezeigt zu werden. Schaft man es in die Politik, ist man dort unter sicher: 70% der Abgeordnten sind Juristen. Es gibt nur einen winzigen Haken: Was machen wir in 10 Jahren mit der Juristenschwemme ? Wer will die in normalen Jobs einstellen ?
  • Eulenspiegel01
    Sonntag, 30.12.2012, 12:32 Uhr
    ist etwas wirklich "beliebt", bloß weil viele Leute es machen die nicht wissen was sie sonst machen sollen? Komische Definition des Begriffs "Beliebtheit"
  • 1MoshPit
    Sonntag, 30.12.2012, 09:09 Uhr
    Jura & Wirtschaft beliebt? Das wäre nicht verwunderlich (wenn es stimmte), denn in diesen - neben der Industrie & dem Bankenwesen - "Branchen" kann man am besten seiner dunklen Seite frönen und seinem Macht- und Unterdrückungsgelüsten freien Lauf lassen. Das Böse wächst - wie die Armut und die Anzahl der Sklaven auch. M.f.G.
  • Gamal
    Samstag, 29.12.2012, 17:42 Uhr
    "Jura & Wirtschaft" ??? Sklavenpatriotismus ! Omar ta Satt
  • Dockkneipe
    Samstag, 29.12.2012, 13:07 Uhr
    Als Taxifahrer braucht man heutzutage schon einen Doktortitel ============ gerhM Das ist grober Unsinn und kommt im Allgemeinen nur von jenen, die selbst nie studiert haben.
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