Die Karriereberaterin und Ratgeberautorin Svenja Hofert aus Hamburg empfiehlt als ersten Schritt, zunächst noch gar nicht mit dem eigentlichen Brief zu beginnen: „Schreiben Sie zuerst einen Text, in dem Sie all das inhaltlich wiedergeben, was Sie im Anschreiben sagen wollen.“
In diesem ersten Text spielt weder Schreibstil noch Wortwahl eine Rolle. Es geht erst einmal nur darum, Gedanken zu sammeln und Inhalte zu formulieren. „Dieser Text dient dann als Gerüst für das eigentliche Anschreiben“, erklärt Hofert. Auch beim Verfassen des Anschreibens rät Hofert, sich nicht unter Druck zu setzen: „Schreiben Sie den Text erst einmal herunter. Erst dann sollten Sie ihn mehrmals überarbeiten - am besten nicht sofort nach dem Verfassen, sondern nach zwei bis drei Tagen.“
Auch Bewerbungscoach und Ratgeberautorin Christine Öttl empfiehlt: „Setzen Sie sich nicht unter Druck, gleich druckreif formulieren zu müssen, sondern schreiben Sie ruhig so, wie Sie sprechen.“ Ihr Tipp: Ist der erste Entwurf des Anschreibens fertig, ist es ratsam, ihn drei- bis viermal zu überarbeiten. Hilfreich ist es dabei, wenn sich der Bewerber den Text laut vorliest. Denn so kommt er Fehlern und sprachliche Härten sehr gut auf die Spur. „Viele Menschen haben ein Gespür dafür, ob etwas falsch klingt, ein Wort fehlt oder ein inhaltlicher oder grammatischer Fehler vorliegt.“
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