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Benimm für Bewerber in sozialem Netzwerken

Von Anja Schreiber


Aber welches Verhalten ist in Social Networks besonders kontraproduktiv?

"Sie machen einen schlechten Eindruck, wenn Sie im Netz andere anfeinden oder durch den Kakao ziehen und sich selbst dadurch ins Unrecht setzen", betont Klaus Eck, Kommunikationsberater und Autor des Buches "Karrierefalle Internet". Sein Tipp ist deshalb, auch im Web ein sozial kompetentes Verhalten an den Tag zu legen. Schließlich gelten sowohl im Internet wie im wirklichen Leben die gleichen Regeln: Erwünscht ist ein respektvolles und höfliches Verhalten. Beschimpfungen und Haßattacken fallen dagegen auf den Urheber selber zurück. Denn welcher Personaler will schon einen Mitarbeiter, der rumpöbelt? Wenn er das im Web macht, könnte er das nämlich auch im Unternehmen tun.


"Bei Bewerbungen wird Ihnen nicht so sehr ein ins Netz gestelltes Partyfoto schaden. Aber ein im Internet dokumentiertes unsoziales Verhalten wird Ihnen ganz sicher Probleme bereiten", berichtet Eck. Deshalb rät der Reputationsmanager, sich online und offline so zu benehmen, dass daraus keine negativen Rückschlüsse auf die eigene Person gezogen werden können. Das gilt auch für problematische Meinungen und Interessen wie etwa fremdenfeindliche Sprüche, überzogene politische Forderungen oder pornographische Interessen.


Übrigens können sich Arbeitnehmer und Bewerber noch anders schaden: Wenn sie nämlich schlecht über ihren Arbeitgeber reden. "So twitterte eine Journalistin, wie langweilig sie ihren Job findet. Sie verlor wegen dieser Äußerung ihre Arbeitsstelle", berichtet Eck.


Und noch ein Tipp von Eck: Wer in sozialen Netzwerken unterwegs ist, sollte sich bewusst sein, dass es sich hierbei um Kontakte und nicht um enge Freunde handelt. Darum ist in diesem Umfeld die Gefahr von Missverständnissen größer als im Freundeskreis. Das ist besonders dann der Fall, wenn User mit Ironie und Sarkasmus operieren. Deshalb empfiehlt Eck, mit diesen Formen des Humors extrem vorsichtig zu sein. Schließlich lassen sich einmal geäußerte Meinungen nur schwer wieder löschen. Dabei betont Eck, dass auch das Nutzen von anonymen Usernamen nur bedingt erfolgreich sei, um die Urheberschaft von Inhalten zu verschleiern: "Sie müssen als Nutzer eines Pseudonyms damit rechnen, nicht ewig anonym bleiben zu können."

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