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21.05.2013, 12:37 Uhr

Bewerbung: Achtung, hier sind Fehlerteufel unterwegs

Ob im Buchladen oder im Netz - eine Flut von Ratgebern bietet rund um das Thema Bewerbung Hilfe an. Doch immer noch scheitern viele Jobsuchende an Formfehlern. Der bekannte Bewerbungscoach und vielfache Ratgeberautor Christian Püttjer kennt die häufigsten Fehlerteufel.

Von Anja Schreiber für GMX

"Bis zu 40 Prozent aller Bewerbungen lehnen Arbeitgeber aus formalen Gründen wie etwa Rechtschreibfehlern ab", betont Püttjer. "Da es im ersten Schritt der Prüfung darum geht, den Stapel von Bewerbungen zu reduzieren, führen gerade solche Fehler dazu, dass Unterlagen ausgemustert werden." Besonders häufig sind es Schreibfehler im Namen der Firma oder des Ansprechpartners. Manchmal ist auch die Rechtsform des Betriebes nicht korrekt angegeben.

"Gerade wenn Jobsuchende Standard-Unterlagen verschicken, passiert ihnen außerdem immer wieder, dass sie die Namen und Adressen alter Ansprechpartner und Firmen nicht vollständig löschen." Dann findet sich in dem Anschreiben an eine Firma der Ansprechpartner einer anderen Firma. Solche Flüchtigkeitsfehler führen in jedem Fall zur Ablehnung! Deshalb sollten Bewerber ganz besonders auf die korrekte Schreibweise von Eigennamen und Anschriften achten und die Unterlagen lieber einmal zu viel als einmal zu wenig prüfen.

"Häufig sind auch schlechte Formatierungen schuld daran, dass eine Bewerbung erst gar nicht inhaltlich geprüft wird", weiß Püttjer. Als problematisch erweisen sich zum Beispiel verschiedene Zeilenabstände, Schriftgrößen oder -typen, die scheinbar willkürlich im Text auftauchen. "Auch wenn Anschreiben und Lebenslauf ein unterschiedliches Layout haben, führt das oft zur Ablehnung. Die Personalabteilung geht dann davon aus, dass es sich hier um einen Serienbrief mit Standardlebenslauf handelt."

Auf die Dateigröße achten

Waren in früheren Unterlagen häufig schlechte Mappen oder zerknitterte Papiere ein K.-O.-Kriterium, birgt heute vor allem die E-Mail-Bewerbung Risiken. Oft wird die Dateigröße von drei bis vier Megabyte überschritten oder es werden mehrere Dokumente angehängt anstatt alle in einer PDF-Datei zusammenzufassen. "Es gibt außerdem immer noch Jobsuchende, die an die Mail Word-Dokumente anhängen. Doch gerade das ist risikoreich, denn Word-Dokumente verändern oft auf anderen Computern ihr Layout. Sie sehen dann dort ganz anders aus als auf dem Bildschirm des Bewerbers! Das Layout wird so regelrecht zerschossen", erklärt Püttjer.

Ein anderer Fauxpas sind schlecht eingescannte Unterlagen. Deshalb rät der Karrierecoach, die Dokumente bei einem guten Copyshop professionell einscannen und zu einem PDF-Dokument zusammenbinden zu lassen. "Das ist in der Regel gar nicht teuer und erspart gerade Menschen, die nicht so technisch versiert sind, viel Arbeit, die in die inhaltliche Gestaltung der Bewerbung besser investiert wäre."

Sorgfältig sein

Auch das Ausfüllen der Online-Bewerbungsmasken hat so seine Tücken: "Auf keinen Fall sollten Bewerber in den einzelnen Feldern Lücken lassen", betont Püttjer. Es ist meist der falsch gewählte Zeitpunkt, der bei dieser Arbeit für Probleme sorgt. Denn wenn zum Beispiel am Abend die Aufmerksamkeit sinkt, sind Tippfehler schnell passiert … und diese sind genauso problematisch wie bei einer Papier-Bewerbung. "Am besten sitzen Sie zu zweit vor dem Computer, denn vier Augen sehen mehr als zwei. So lassen sich viele Fehler vermeiden."

Zu den größten inhaltlichen Mängeln zählt inzwischen ein wenig aussagekräftiger Lebenslauf: "In vielen Lebensläufen steht lediglich die Firma und die Position. Doch so ein Lebenslauf ist heute nicht mehr üblich. Mindestens vier bis fünf tätigkeitsbezogene Angaben sollten Sie schon anführen." Und noch ein Mangel taucht immer wieder auf: "Im Anschreiben beziehen sich die Bewerber nicht auf die ausgeschriebene Stelle, sondern wiederholen ihren Lebenslauf. Das ist einer der Hauptgründe für eine Ablehnung."

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