Zur mobilen Ansicht wechseln

03.07.2012, 16:00 Uhr

Blitzerwarner im Navi besser abschalten

München (dpa/tmn) - Beim "Blitz-Marathon" in Nordrhein-Westfalen am Dienstag (3. Juli) dürfte so mancher Autofahrer in die Radarfalle gerast sein. Andere sind vermutlich mit eingebauten Blitzewarnern - etwa im Navi - unterwegs. Doch davon lassen Autofahrer besser die Finger.

Ein Blitzerwarner im Navigationsgerät? Das klingt verlockend. Besitzer eines solchen Geräts schalten diese Funktion nach dem Kauf aber besser dauerhaft aus. Dazu rät ADAC-Verkehrsjurist Markus Schäpe. "Die Hersteller dürfen zwar einen Blitzerwarner einbauen und bewerben, er darf im Auto aber nicht genutzt werden."

Die Straßenverkehrsordnung verbietet es, "ein technisches Gerät zu betreiben oder betriebsbereit mitzuführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören" (§ 23 Abs. 1b StVO). Betriebsbereit bedeutet laut Schäpe, dass der Blitzerwarner im Navi während der Fahrt problemlos eingeschaltet werden kann.

"Wie man die Warnfunktion dauerhaft deaktiviert, steht in der Bedienungsanleitung des Geräts oder lässt sich beim Anbieter oder Hersteller erfragen", sagt der ADAC-Rechtsexperte. Danach geraten Navi-Besitzer bei einer Polizeikontrolle gar nicht erst in Verdacht, die elektronische Knöllchenbremse zu nutzen.

Wer mit einem betriebsbereiten oder eingeschalteten Blitzerwarner im Auto erwischt wird, muss mit 75 Euro Bußgeld und vier Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei rechnen. Das gilt auch für alle vergleichbaren Smartphone-Anwendungen, die unterwegs auf Tempomessstellen aufmerksam machen.

Spezialgeräte zum Aufspüren von Starenkästen und Radarpistolen dürfe die Polizei einkassieren und vernichten, erklärt Schäpe. "Bei Smartphones oder Navigationsgeräten mit entsprechender Funktion wäre das allerdings unverhältnismäßig, weil diese vorrangig einen anderen Zweck erfüllen. Da bleibt es in der Regel bei Bußgeld und Punkten."

Erlaubt ist es, sich bei der Routenplanung zu Hause über Standorte für Tempokontrollen schlauzumachen. "Solche Informationen dürfen Sie auch ausdrucken und mit ins Auto nehmen", sagt Schäpe. Entscheidend sei immer, dass ein Fahrer nicht gezielt kurz vor dem Erreichen einer Messstelle gewarnt wird oder werden könnte. In vielen Straßenkarten sind daher fest installierte Blitzer eingezeichnet.

Legal sind auch Hinweise auf Geschwindigkeitsmessungen im Radio, da sie unabhängig vom Standort des Hörers gegeben werden. Außerdem dürfen sich Autofahrer gegenseitig per Handzeichen auf Tempokontrollen hinweisen - nur nicht mit der Lichthupe. "Damit darf nur vor Gefahrenstellen gewarnt werden", erklärt Schäpe. "Der Missbrauch kann 10 Euro Bußgeld kosten."

Alle News vom: 3. Juli 2012 Zur Übersicht: Auto

21 Meinungen zu "Finger weg vom Blitzwarner"

  • Einstein48
    Heute, um 17:37 Uhr
    Ein Warngerät ist zu wenig.....................! Ich bin als Außendienstler viele tausende Kilometer gefahren und musste leider auch oft "SINNLOS"blechen,daher habe ich mir manches mal ein James Bond Auto gewünscht mit zwei "Bord-MG"s um diese Radarfallen "weg zu pusten"...........................! Denn es ist sicher Sie dienen nur dem Staat und sollen zig Millionen "EINBRINGEN"
  • blackbubu
    Heute, um 11:13 Uhr
    Der Besitz eines solchen Geräts ist nicht strafbar,sondern nur die Inbetriebnahme.Also wenn die doofe runde Kelle der Bullerei kommt,einfach auf den Knopf dücken und Gerät ausschalten.So einfach.
  • ErstDenk
    Donnerstag, 21.03.2013, 15:29 Uhr
    Die Regelung zeigt mal wieder daß die Blitzer hierzulande nur zum Abkassieren aufgestellt werden und nicht um Unfälle zu verhüten. In Frankreich zum Beispiel wird grundsätzlich an festinstallierten Blitzern gewarnt was dazu führt das an diesen gefährlichen Stellen alle sich an die Limits halten und damit eben Unfälle verhütet werden. Genauso sind dort alle entsprechenden Naviapps oder sonstige Geräte erlaubt. Aber wie schon gesagt, wie wollen sie denn jedes Smartphone auf solche Apps kontrollieren, da muß man sich in der Regel schon sehr dumm anstellen ..
  • 132leorobi
    Freitag, 08.03.2013, 10:17 Uhr
    die blitzer wernde immer mehr?? gibt es einen beruf der mehr über wacht wird als der des karftfahrers?? mit drohung des berufsverbotes?? wer viel fährt macht viele fehler?? wer nicht viel fährt macht weniger fehler?? antürlich ist jeder bestrebt keine fehler im auto zu machen denn dies kann tötlich sein?? das thema leute die sich nicht an die regeln halten wollen sollte man zu einem anderen thema machen?? oberlehrer oder helden auf der straße haben dort nichts zu suchen?? schon die alte führeschein frage müste man oftes stellen: wieviel fahrspuhren hat die autobahn??
  • Unicat
    Sonntag, 17.02.2013, 12:34 Uhr
    Ich muss Harry1972 jetzt mal Recht geben. Wollt ihr wegen paar Minuten früher zu Hause sein wirklich das Leben anderer gefährden? Echt scheiße von euch. Philc1000 hat definitiv unrecht, und dass du Harry1972 dann noch so fertig machst, finde ich extrem unfair. Also halt dich mal zurück und halt dich an Geschwindigkeitsbeschränkungen bevor du noch andere Menschen tot fährst.
  • Totenkopfmusik
    Samstag, 16.02.2013, 14:45 Uhr
    Daran sieht man mal wieder wie verlogen doch unsere Gesetze und Politiker sind. Es wird immer ein Schlupfloch gelassen mit dem man die Großen schützen und die kleinen erpressen kann. Warum ist die Benutzung strafbar, wenn doch der Vertrieb und der Besitz erlaubt sind????
  • OnkyPlonky
    Montag, 22.10.2012, 12:46 Uhr
    freie fahrt für freie bürger. wer kennt stellen an denen man noch in ruhe rasen kann?
Partnerangebote
Unfassbar: Auto überquert reißenden FlussVideo

Den Männern auf der Ladefläche dürfte wohl kurz mulmig geworden sein. >

Wertvolle Oldtimer: Dauerregen bei der Mille MigliaVideo

Bei der diesjährigen Mille Miglia hatten es vor allem Cabrios schwer. >

Lotus bringt den Exige S auch als Roadster

In vier Sekunden auf Tempo 100: Exige S Roadster powert mit 350 PS. >


Internet Made in GermanyIhr GMX-Postfach ist grünGMX unterstützt Unicef

Sie lesen gerade: Finger weg vom Blitzwarner. Bietet das Navi die Funktion, sollte sie besser abgeschaltet werden.