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02.01.2012, 12:06 Uhr

Super-Sauger in Kooperation mit Auto-News

Vorbei die Zeiten, als man bei jedem BMW noch anhand des Typenschilds sofort wusste, welcher Motor unter der Haube steckte. Der X3 xDrive28i bietet beispielsweise nicht 2,8, sondern drei Liter Hubraum.

Aus diesen holt sein Reihensechser 258 PS. Die Spritspar-Technologie EfficientDynamics soll einen geringen Verbrauch mit viel Fahrfreude verbinden. Ob das funktioniert?

Dreht und trinkt gut

Der Sechszylinder-Sauger ist ein Sahnemotor. Er dreht vibrationsfrei hoch, das typische Trompeten beim Beschleunigen verursacht Gänsehaut. Satthören? Keine Chance. Nur die Achtgang-Automatik schaltet manchmal hektisch. Sie muss kompensieren, dass das maximale Drehmoment von 310 Newtonmeter im Gegensatz zu Turbomotoren nur in einem schmalen Bereich zur Verfügung steht. Die Kraft kommt über die Drehzahl. Das schlägt sich auf den Verbrauch des 1.820-Kilo-SUVs nieder.

Schon die Werksangaben weisen den xDrive28i als den durstigsten aller X3 aus - obwohl er 48 PS schwächer ist als der Topbenziner xDrive35i mit der Turboversion des Dreiliters. 9,0 Liter Super soll sich der Sauger auf 100 Kilometer genehmigen. Wir hatten Mühe, elf Liter dauerhaft zu unterschreiten. 11,4 Liter waren locker drin. Wer auch mal die möglichen 230 km/h erleben will, darf noch mal einen Liter draufschlagen. EfficientDynamics haben wir uns irgendwie effizienter vorgestellt.

Kurvenzirkler

Dafür lässt sich BMW beim Fahrverhalten nicht lumpen. Der X3 lässt sich fast wie eine BMW-Limousine um die Kurven zirkeln. Noch sportlicher wird es mit drei Extra-Features: Unser Testwagen hatte die Dynamische Dämpfer Control (DDC) für 1.100 Euro, die variable Sportlenkung für 300 Euro und die 150 Euro teure Performance Control mit bedarfsgerechter Drehmomentverteilung an der Hinterachse an Bord. Die Sportlenkung benötigt von Anschlag zu Anschlag nur zwei Umdrehungen, fühlt sich bei aller Präzision aber etwas synthetisch an.

Hochwertiges Interieur

An der Verarbeitung des in den USA gebauten Bayern gibt es nichts zu mäkeln. Die Materialien fühlen sich hochwertig an, die etwas grob genarbten Kunststoffe in den unteren Bereichen verdienen jedoch Feinschliff. Ein Lob bekommen die für 630 Euro Aufpreis erhältlichen Sportsitze. Als Urlaubsauto ist der X3 absolut tauglich. 590 Kilogramm dürfen zugeladen werden. In den Kofferraum passen 550 Liter Gepäck. Die Rückbank lässt sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen, wodurch 1.600 Liter Volumen entstehen, aber leider keine ebene Fläche. Bei den Ausstattungsdetails überzeugt unter anderem die Rückfahrkamera, die es ab 420 Euro gibt. Ein Totwinkelassistent ist unverständlicherweise nicht im Angebot.

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3 Meinungen zu "Durstiger X3 im Test"

  • esip
    Dienstag, 03.01.2012, 16:47 Uhr
    258PS ??? Gut, er wiegt keine 2,8to sondern knapp drunter, aber es ist doch eine Frechheit, das Klientel zu bevormunden, das sich so einen Wagen leisten kann!! Ist doch egal ob der Sprit 5 oder 6Euro kostet!
  • romeo123
    Montag, 02.01.2012, 17:45 Uhr
    Aha! Nur "mit Mühe" kann der Koloss auf ca. 11 l Verbrauch gebracht werden. Aber bei 230 kmh muß nur 1 l mehr gerechnet werden. Tolle Technik, da würde ich doch lieber 230 auf der Autobahn als 90 fahren. Oder meinten die 10 l mehr??
  • derTill
    Montag, 02.01.2012, 15:46 Uhr
    ...und hat der Autor auch gemerkt, ob das "trompeten" aus dem Motor oder (wie neuerdings üblich) aus den Lautsprechern im Innenraum kam?
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