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26.08.2012, 15:21 Uhr

Topseller mit technischen Schwächen - Der Mazda3

Berlin (dpa/tmn) - Erfolg muss nicht immer Wellen schlagen. Es kommt auf die Dimensionen an: Ein gutes Beispiel dafür ist der Mazda3. Auch als Gebrauchter ist er recht bescheiden beim Spritverbrauch. Ein Hinkefuß allerdings prägt alle Modelle.

Das Kompaktklassemodell des Mazda3 avancierte zwar kurz nach seiner Einführung vor knapp zehn Jahren zum in Europa meistverkauften Pkw der japanischen Marke. Doch Notiz nahm davon außerhalb des Unternehmens so gut wie niemand. Das mag daran liegen, dass der Mazda3 an sich ein eher unauffälliger Typ ist.

Mit Blick auf die Fahrzeugtechnik ist der als Schrägheck und als speziell für Europa entwickeltes Stufenheck gebaute Wagen nicht ganz so unauffällig. Dem TÜV sind bei der Hauptuntersuchung defekte Hinterachsen und rostige Türfalzen aufgefallen. Allzu viele Mängel gebe es aber nicht zu beanstanden.

In der Pannenstatistik des ADAC kann sich der Mazda3 nur im Mittelfeld platzieren, was vor allem an Batterieproblemen über alle Baujahre hinweg liege. Bei Dieseln (bis 2006) streiken dem Automobilclub zufolge oft die Turbolader, bei Benzinern (bis 2005) werden recht häufig die Kupplungsnehmerzylinder undicht. Außerdem hat der ADAC festgestellt, dass bei frühen Exemplaren die Kühlmittelpumpen anfällig sind.

Die Modellgeschichte des Mazda3 beginnt im Jahr 2003. Drei Jahre später bekam das Modell ein erstes Facelift, das unter anderem neue Gehäuse für die Rückleuchten brachte. 2009 wurde der Wagen komplett neu aufgelegt und im Winter 2011 erneut überarbeitet. Neben sparsameren Motoren gab es dabei zum Beispiel neue Stoßfänger.

Unter der Haube kam 2010 ein vergleichsweise sparsamer Diesel zum Einsatz: Das 1,6-Liter-Aggregat soll im Schnitt mit 4,4 Litern auskommen, der aktuell genügsamste Selbstzünder im Mazda3 benötigt nur 0,1 Liter weniger. Je nach Baujahr und Generation leisten die Dieselmotoren zwischen 80 kW/109 PS und 136 kW/185 PS. Die Benziner kommen auf 62 kW/84 PS bis 191 kW/260 PS. Bis dato montiert Mazda in dem Modell ausschließlich Reihenmotoren mit vier Zylindern.

Teuerster Mazda3 der ersten Generation auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der 2.3 MZR MPS als Fließheck mit 191 kW/260 PS von 2009, der in der Schwacke-Liste mit 13 400 Euro aufgeführt ist. Solch ein Wagen hat durchschnittlich 46 200 Kilometer auf dem Tacho. Ein Diesel mit Stufenheck von 2007, etwa der 80 kW/109 PS starke Mazda3 1.6 CD DPF-Top, kostet noch rund 8650 Euro (Laufleistung: 91 500 Kilometer). Wer sich nach einem jungen Gebrauchten umsieht, sollte im Falle eines Mazda3 2.2 MZR-CD DPF High-Line von 2010 mit 110 kW/150 PS um die 14 550 Euro einplanen (Laufleistung: 44 000 Kilometer).

Alle News vom: 26. August 2012 Zur Übersicht: Auto

6 Meinungen zu " Mazda3: Topseller mit Schwäche"

  • otti52
    Sonntag, 24.02.2013, 10:29 Uhr
    Ich denke es ist allgemein bekannt egal bei welcher Test auch immer ,ein Golf oder Audi schneidet immer besser ab. Ich selbst sehe mir dieses Tests nur sehr selten an,ich weiß die Antwort schon !! Mein Mazda 3 -2,0 Ltr Stufenheck Bj:2008 läuft bis dato ohne Störungen,Rost ist auch kein Thema.
  • niewiedertoyota
    Montag, 27.08.2012, 13:04 Uhr
    "Ein Hinkefuß allerdings prägt alle Modelle." Wo ist nun der Hinkefuß???
  • 123jdm
    Montag, 27.08.2012, 10:08 Uhr
    na da haben die GMX´ler mal wieder toll recherchiert. Da wird doch tatsächlich das Batterieversargen (wohl gemerkt bei Fahrzeugen die knappe 10 Jahre alt sind) als Schwäche gewertet.....da ist ja echt unglaublich!!! Hauptsache die super innovativen deutschen Autos stehen wieder gut da! Dass aber die ganzen VAG und BMW Müll sehr viele technische und elektronische Defekte aufweisen, und das bei Laufleistungen von deutlich unter 100.000 km., davon berichtet komischerweise keiner hier. Und die Rostanfälligkeit gab es bei Japanischen Autos schon immer...mal mehr mal weniger....aber auch die Premiumhersteller wie BWM und Mercedes Benz sind auf diesem Gebiet nicht besser, auch die gammeln überall. Und dass der Mazda3 zu teuer wäre braucht mir ja keiner zu erzählen-> ich sage nur VW Golf! Im Unterhalt ist Mazda3 mit der günstigste und da braucht mir keiner irgendetwas zu erzählen und die japanisches Autos in der Dreck ziehen! Sorry für die harten Worte, aber ich musste es einfach mal loswerden!
  • puce17
    Montag, 27.08.2012, 09:59 Uhr
    Das alles ist Ansichtssache.Schade das der Mazda nicht ein Golf oder ein Opel oder sogar ein Hochgepriesener Audi ist da wäre auch der Preis kein Thema mit der Grossen Aufpreisliste.Fahre seit 25 Jahren Mazda und ich behaupte es gibt nicht Zuverlässigeres als der Mazda
  • Leini2701
    Montag, 27.08.2012, 08:37 Uhr
    Konnte den Mazda3 mal bei einem Mazda-Event am Salzburgring probefahren und denke, es ist (fahr-)technisch ein sehr gutes Auto. Nach meiner Kenntnis wird leider immer eine gewisse Rostanfälligkeit bemängelt. Die hier genannten Gebrauchtwagenpreise sind allerdings absurd, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Angaben stimmen.
  • Matze316
    Sonntag, 26.08.2012, 17:52 Uhr
    so erfolgreich der Mazda 3 der ersten Generation war so erfolglos ist es nun der der zweiten Generation. Und das mit Recht. Optik ist Anscihtssache. Verbessert wurde sie nicht gerade. Aber er ist schlichtweg zu teuer und des halb kauft ihn kaum einer.
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